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Mittwoch, 30. November 2011

Zhongli 2 K 1-1: Der Frühling – eine ausgezeichnete Gelegenheit, gesünder zu werden und vor allem, die Leber zu pflegen

Im Frühling schmilzt das Eis, die Wildgänse kommen zurück, und alles wacht auf. Überall spüren wir eine unaufhaltsame Lebenskraft. Diese Kraft sprudelt und spendet uns eine wunderbare Antriebskraft und Energie. Nichts ist mit einer derartigen Energie zu vergleichen. Wenn wir diese natürliche Energie nutzen können, um die alten Probleme zu beseitigen, können wir mit wenig Mühe viel erreichen.

Im Frühling kehren viele alte Probleme zurück. Woran liegt das? Das passiert, weil in der Frühlingszeit Yang-Energie in unsere Körper eindringt. Unser Körper hat einen gewissen Instinkt: Wenn die Antriebskraft da ist, nutzt er diese Kraft gleich, um gegen die versteckten Krankheitserreger vorzugehen. Das ist wie eine fleißige Hausfrau, die jede Gelegenheit nutzt, um ihr Zuhause sauber zu halten.

Diese Yang-Energie zeigt sich durch die Leber. Diese ist im Frühling am stärksten, und das Leberfeuer ist am aktivsten. Die Eigenschaft der Leber ist laut der 5-Elemente-Theorie das „Holz“. Die Leber arbeitet daher wie Bäume (Holz), sie wachsen im Frühling am schnellsten . In dieser Zeit sind wir Menschen am reizbarsten. Wir sollten wissen, dass Leber und Galle sehr eng zusammenarbeiten und sich das Leberfeuer somit durch den Gallenmeridian zeigt. Daher haben viele Leute im Frühling einen bitteren Geschmack im Mund (Gallenflüssigkeit), Schulterschmerzen, Migräne, Spannung in der Brust, Schmerzen am Becken und Beinaußenseiten. Sehen wir brauchen einmal genau hin, dann können wir feststellen, dass alle Stellen auf dem Gallenmeridian liegen. Der Körper ist nämlich sehr schlau. Denn der Gallenmeridian ist der schnellste Weg für den Ausgang des Leberfeuers. Meiner Erfahrung nach können Sie den bitteren Geschmack im Mund mit kleinen Hasenohrenkügelchen (ein chinesisches Artzneimittel-Präparat) beseitigen. Bei Migräne und Spannung in der Brust können Sie Jia Wei Xiao Yao Kügelchen (eine Mischung aus Hasenohren, Engelwurz, Pfingstrosenwurzel, Poria Cocos, Süßholz, Strauchpäonieschalen und Pfefferminz), bei Schulter- und Beinschmerzen die Ping Gan Shu Luo Kügelchen einnehmen.

Gestern erzählte mir ein Lehrer: „Heute hatte ich Ärger mit ein paar Schülern. Abends zwischen elf und zwölf Uhr (aktivste Zeit des Gallenmeridians) bekam ich Schulterschmerzen. (Auf dem San-Jiao-Meridian) Ich massierte den Tai-Chong-Punkt (LR3) auf dem Lebermeridian ca. eine Minute lang. Die Schmerzen verschwanden sofort, und ich schlief fest ein.“ Ich schätze diese Denkweise des Lehrers sehr, nämlich nach der Quelle des Unbehagens zu suchen. Er hat nicht seine Schulter behandelt, sondern die Stelle, die für Leberfeuer oder Wut zuständig ist. So praktiziert man TCM. Solche Erfahrungen muss man selbst machen. Inspirationen haben wir alle mal, aber wir vergessen sie oft schnell wieder, oder glauben, dass sie nur zufällig gekommen sind und bohren nicht weiter. Und so verpassen wir sehr viele kleine Tricks und Methoden.

Sie fragen sich vielleicht: „Wenn das Leberfeuer durch den Gallenmeridian herauskommt, warum hat der Lehrer Schmerzen am San-Jiao-Meridian?“ Das ist eine sehr gute Frage, die Sie aber selbst beantworten können, wenn Sie die Benennung des Gallenmeridians und des San-Jiao-Meridians betrachten. Diese beiden Meridiane nennen wir Shao-Yang-Meridiane, weil sie eigentlich auf der selben Linie sind. Die Linie auf dem Arm nennen wir San-Jiao-Meridian, die auf dem Bein nennen wir Gallenmeridian. Wenn diejenigen, die nach der Gallenmeridianmassage Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit haben, bedeutet es, dass die böse Energie vom Gallenmeridian hoch zum San-Jiao-Meridian getrieben wurde. Wenn sie anschließend den San-Jiao-Meridian massieren, verschwinden die Probleme schon.


Im Frühling brennt das Leberfeuer besonders aktiv, die Yang-Energie unseres Körpers kommt ununterbrochen heraus, und die Poren der Haut öffnen sich. Daher erkälten wir uns im Frühling sehr leicht. Dazu gibt es das chinesische Sprichwort „Im Frühling nicht zu früh Sommerkleidung, und im Herbst nicht zu früh die Winterkleidung anziehen.“. Viele Leute husten im Frühling viel und haben häufig Asthma-Anfälle - vor allem in der Nacht. Die Lunge hat die Eigenschaft „Metall“ und kann eigentlich Leberfeuer (Holz) unterdrücken. (Metall gegen Holz). Aber im Frühling ist das Holz einfach besonders stark (Leber), und die Leberenergie kann nicht aufgehalten werden. Diese Phänomen nennen wir „Das Holz gewinnt gegen den Metall.“, was in den anderen Jahreszeiten nicht sein kann. Wenn die Lunge Kälte abbekommt, kann sie die Kälte nicht vertreiben, weil innen das Leberfeuer die Ausgangskanäle zustopft. Die Lunge hat keine andere Wahl, als mit Hilfe des Hustens das innere Feuer und die von außen eingedrungene Kälte zu beseitigen. Vor ein paar Tagen rief mich eine bekannte an und erzählte, dass ihr dreijähriges Kind nachts hustete und Fieber hatte. Im Krankenhaus bekam es eine Infusion, aber das Fieber hielt an. Sie bat um Rat. Ich schlug vor, mit dem Daumen den Herzbeutelmeridian vom Lao-Gong-Punkt (PC8) bis Qu-Ze-Punkt (PC3) zu massieren, und zwar 500 mal. Am zweiten Tag erzählte sie mir mit großer Freude, dass das Kind nicht mehr gehustet hat, und das Fieber verschwand. Ein anderer Bekannter beschwerte sich bei mir, dass er in der letzten Zeit jeden Morgen Nasenblutung hat. Ich ließ ihn den Herzbeutelmeridian auf dem linken Arm massieren. Nach einer einzigen Massage hörte die Blutung auf. Für die beiden Beschwerden habe ich den Herzbeutelmeridian gewählt, weil er und der Lebermeridian beide Jue-Ying-Meridiane sind, und sich auf der gleichen Linie befinden. Den Teil der Linie auf dem Arm nennen wir Herzbeutelmeridian, und den auf dem Bein dagegen Lebermeridian. Daher kann man die Verstauung des Leberbluts durch den Herzbeutelmeridian freimachen.

Manche Leute fragen sich vielleicht wieder: „Sie haben vorhin gesagt, dass die Leberenergie durch den Gallenmeridian herauskommt – Warum taucht hier wieder der Herzbeutelmeridian auf?“ Ich erkläre es Ihnen so: der Gallenmeridian und der Herzbeutelmeridian sind beides Kanäle für den Lebermeridian. Der Gallenmeridian ist aber mehr für Qi-Stau beim Lebermeridian zuständig, und der Herzbeutelmeridian eher für Blut-Stau. Sie haben verschiedene Arbeitsbereiche. Im Frühling haben manche leute Kopfschmerzen und Augenspannung. Manche Leute haben Ohrensausen und Schwindeligkeit. All diese Symptome sind Zeichen für zu starkes Leberfeuer, das nicht rechtzeitig weggeleitet wurde. Dazu müssen wir die Kanäle freimachen: Gallenmeridian und San-Jiao-Meridian massieren, um Leber-Qi freizulassen, den Herzbeutelmeridian massieren oder entlang schaben, um Leberblut freilaufen zu lassen. Außerdem kann man auch den Blasenmeridian (BL) auf dem Rücken schaben, oder mit der Nies-Reiz-Methode die Kälte heraustreiben.

Im Frühling haben manche Leute Verkrampfungen am Bein, andere bekommen Durchfall, und wieder andere sind sehr schläfrig. Solche Phänomene nennen wir „Starke Leber, schwache Milz“ – Wie gesagt ist Leber Holz, und die Milz ist Erde (nach der 5-Elemente-Lehre). Sie sind Gegenteile. Wenn die Leberenergie zu stark ist, bedeutet es, dass das Qi und das Blut überwiegend über den Lebermeridian fließen, und der Milzmeridian ist dagegen geschwächt. Der Milzmeridian ist für den Bluttransport des ganzen Körper zuständig. Wenn er zu schwach ist, bekommt er nicht ausreichend Blut, und Transport ist nich so effektiv. Das ist der Grund für die oben genannten Symptome. Man kann Xiao-Yao-Wan (Die Mischung aus Hasenohren, Engelwurz, Pfingstrosenwurzel, Poria Cocos, Süßholz, Strauchpäonieschalen und Pfefferminz), chinesische rote Datteln oder einen Brei aus Jamswurzeln, Hiobtränensamen essen. Diese Mittel sind für Milzpstärkung und Blutproduktion sehr gut. Wenn das Blut in der Milz ausreichend ist, gleicht sich das Blut in der Milz und Leber aus.

In diesem Artikel habe ich sehr viel geschwafelt, und eigentlich nur eine Absicht, nämlich Sie daran zu erinnern, dass wir Menschen die kleinen Zellen des Universums sind, und dass wir mit dem natürlichen Rhythmus harmonisch leben sollen. Beim TCM-Lernen sollten wir auch die Prinzipien kennen lernen: „Ohne Kenntnis der 12 Meridiane geht man gleich den falschen Weg. Versteht man die Bewegung des Qis sind, nützt kein Rezept." Ich habe heute nur etwas oberflächliches über das Qi erzählt, und hoffe, dass es Ihnen ein bisschen helfen kann.

Die Chinesische Fassung des Textes finden Sie unter:
春天,治病的良机

Blog-Info:

  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".
  • Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen? Klicken Sie hierzu auf einen der Begriffe am unteren Rand dieses Beitrages.

Sonntag, 27. November 2011

Zhongli 2 K 1-3, Im Herbst ist es Zeit, die Lunge zu verwöhnen


Zum Inhalt:

Eigentlich ist die Lunge gesund, wenn von innen oder außen keine negativen Einflüsse auf sie einwirken. Wir brauchen sie doch nicht zu pflegen, wenn sie gesund ist. Der negative Einfluss kommt aber von der Kälte. Wenn die Kälte nicht rechtzeitig heraus getrieben wird, dringt sie durch die Poren tiefer in den Körper ein und verletzt die Lunge. Daher ist es eine wichtige Maßnahme, das Eindringen der Kälte zu vermeiden. Der innere negative Einfluss auf die Lunge geht vom Leberfeuer aus. Die Leber hat eine Holz-Eigenschaft und das Leberfeuer kann der Lunge schaden. Aber das große Leberfeuer, das rechtzeitig gelöscht wird, kann der Lunge nichts antun. Daher ist das Löschen des Leberfeuers auch eine Maßnahme der Lungenpflege.


Nach der TCM-Theorie der 5 Elemente hat die Lunge eine Metall-Eigenschaft. Im Herbst hat die Lunge am meisten Energie und funktioniert am besten. Wir sollten die Zeit ausnutzen, um die Lunge zu pflegen. Die Lunge hat nach der TCM-Theorie 2 Hauptfunktionen. Eine davon nennt sich „Xuan Fa“. Das heißt „heraustreiben“. Die andere heißt „Su Jiang“ und bedeutet „beherrschen und senken“. Das Heraustreiben bewältigt die Lunge durch Schwitzen, Husten und Schnupfen. Das Beherrschen und Senken zeigt sich auf zweierlei Arten: Bei der einen Art wird der Wasserkanal reguliert und das ganze Wasser in die Blase getrieben. Bei der anderen Art wird der Darm bewegt und der Stuhl hinausgetrieben. Die Funktion „beherrschen und senken“ zeigt sich aber nur durch Krankheitssypmtome. Das heißt, wenn die Funktion normal arbeitet, spürt man nichts. Wenn sie nicht normal arbeitet, dann bemerkt man sie erst. Viele Kranke, die an Verstopfung leiden, haben meistens keinen trockenen oder harten Stuhl, sondern der Körperzustand ist zu schwach und kann somit den Stuhl nicht nach unten befördern. Manche Kranke haben Probleme mit dem Wasserlassen, sie brauchen sehr lange, bis es ihnen gelingt. Diese beiden Probleme haben direkt mit dem „beherrschen und senken“ der Lunge zu tun. Das Beherrschen und Senken funktioniert in diesen Fällen nämlich nicht richtig.


Woher soll die Kraft für die Lunge herkommen, damit das „Heraustreiben“ und „Beherrschen und Senken“ gelingt? Sie soll natürlich von der zentralen Energiequelle kommen, nämlich von der Milz und der Lunge. Viele fertige TCM-Arzneimittel dienen genau dazu, die zentrale Energie zu stärken, z.B. Shen-Lin-Bai-Shu-Wan kann sowohl die Milz gesund halten, als auch die Lunge stärken, sie ist mild und neutral. Bu-Zhong-Yi-Qi-Wan trägt, wie der chinesische Name schon sagt, auch zur Stärkung der zentralen Energie bei. Sie ist aber nicht geeignet für Menschen mit schwacher Leber oder Niere. Der Lungenmeridian hat einen Punkt namens Zhong-Fu (LU1), nämlich auf der Brust, in Schulterhöhe – unter dem Schlüsselbein. Dieser Punkt ist der Mittelpunkt und Treffpunkt der zentralen Energie. Daher ist er sehr wichtig. Der Tai-Yuan-Punkt (LU9) ist der Basispunkt des Lungenmeridians und besitzt die Eigenschaft „Erde“. Aus Erde kann Metall entstehen. Daher ist dieser Punkt für die Stärkung von Schwachstellen am geeignetsten. Massiert man diese Stelle oder behandelt sie mit Moxa, ist die Wirkung sehr deutlich. Zur Stärkung der zentralen Energie ist der Brei mit Yamswurzeln und Hiobstränensamen auch sehr gut. Manche sagen vielleicht: „Ich möchte keine Arzneimittel nehmen, denn jedes Arzneimittel ist eigentlich auch Gift. Ich möchte auch keinen Brei essen, der schwierig zuzubereiten ist. Gibt es keine anderen Möglichkeiten, die Lunge zu pflegen? Eigentlich ist die Lunge gesund, wenn von innen oder außen keine negativen Einflüsse auf sie einwirken. Wir brauchen sie doch nicht zu pflegen, wenn sie gesund ist. Der negative Einfluss kommt aber von der Kälte. Wenn die Kälte nicht rechtzeitig heraus getrieben wird, dringt sie durch die Poren tiefer in den Körper ein und verletzt die Lunge. Daher ist es eine wichtige Maßnahme, das Eindringen der Kälte zu vermeiden. Der innere negative Einfluss auf die Lunge geht vom Leberfeuer aus. Die Leber hat eine Holz-Eigenschaft und das Leberfeuer kann der Lunge schaden. Aber das große Leberfeuer, das rechtzeitig gelöscht wird, kann der Lunge nichts antun. Daher ist das Löschen des Leberfeuers auch eine Maßnahme der Lungenpflege. Der Yu-Ji-Punkt (LU10) ist der Feuerpunkt des Lungenmeridians. Eine Massage auf diesem Punkt kann den Husten lindern, der durch das Leberfeuer verursacht wurde. Wenn Sie immer wieder mal den Lebermeridian vom Tai-Chong-Punkt (LR3) bis zum Xing-Jiang-Punkt (LR2) (zwischen dem großen und dem zweiten Zeh – vom Übersetzer) massieren und das Leberfeuer löschen, hat das Feuer gar keine Möglichkeit, dem Metall zu schaden. So ist die Lunge natürlich gut geschützt.


Manche haben von Natur aus keine ausreichende Lungenenergie. Ihr Körper ist nicht vital und sie frieren sehr oft. Diese Menschen sprechen sehr leise und schwach. Wenn sie sich bewegen, sind sie schnell außer Atem. Sie haben das Gefühl, dass sie beim Einatmen zu wenig Sauerstoff bekommen. Dies bedeutet, dass die Niere die Energie nicht aufnehmen kann. Die Niere ist die Wurzel der Energie. Die Behandlung angeborener Schwächen sollte bei der Niere beginnen. Erwärmen Sie hierzu mit Moxa den Ming-Men-Punkt (DU4) (auf dem Rücken im Gürtelbereich – vom Übersetzer), den Shen-Shu-Punkt (BL23) (auch auf der gleichen Höhe, etwas weiter rechts vom Mittelpunkt – vom Übersetzer), den Guan-Yuan-Punkt (RN4) (unter dem Bauchnabel – vom Übersetzer) und den Tai-Xi-Punkt (K13) (auf der Fußinnenseite über dem Knöchel – vom Übersetzer). Die Methode mit Moxa erwärmt die Meridiane und macht sie frei. Sie können diese Methode im Herbst sehr gut für die Stärkung der Lunge nutzen. Die Wirkung ist nachhaltig.


Andere Menschen haben wiederum ein brennendes Leberfeuer. Ihre Lunge ist nicht schwach. Sie regen sich sehr leicht auf, können aber ihre Laune beherrschen (das Metall besiegt das Holz). Diese Menschen sind oft bedrückt und bekommen beim Atmen nicht genug Sauerstoff. In diesem Fall können Sie den Chi-Ze-Xue (LU5) (etwas über der Armbeuge) drücken, da dieser Punkt die Niere stärkt. Auch gegen Bluthochdruck, Asthma und Bettnässen können Sie diesen Punkt nutzen.


Die oben genannten Methoden nutzen Sie je nach Körpereigenschaft. Zum Schluss stelle ich Ihnen aber noch eine einfachere Methode vor, mit der Sie obere und untere Bereiche freimachen können, nämlich die Nase und die Abgänge. Das heißt, das „Heraustreiben“ und „Beherrschen und Senken“ werden so auf einmal erfolgreich durchgeführt. Die Methode heißt „Nase reizen, niesen lassen“. Hier ein Beispiel: Wenn der Stuhl wegen mangelhafter Gesamtenergie nicht herauskommt, können Sie auf der Toilette die Nase zum Niesen anregen. Mit dieser Kraft kommt der Stuhl besser heraus. Kommt auch der Urin nicht richtig heraus, können Sie diese Methode auch anwenden. Diese Nies-Methode ist eine absolut wunderbare Methode, um die Lungenfunktion zu Trainieren. Probieren Sie sie einmal aus und erkennen sie ihre wunderbare Wirkung. Die Methode ist immer wirksam bei Allergien, Kälteschwäche, Depressionen, Hautproblemen usw. Sie nutzt einen Instinkt des Menschen aus. Daher besitzt sie fast übernatürliche Heilwirkungen.


Blog-Info:



  • Eine Abbildung des Lungenmeridians 足太阴肺经 finden Sie unter: http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/fjtx.html


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Freitag, 11. November 2011

Zhongli 1 K 2-6, Der Lebermeridian und der Tai-Chong-Punkt: Dem Tai-Chong-Punkt sollten Sie den größten Respekt entgegenbringen

Zum Inhalt:



Für welchen Typ Mensch ist der Punkt am besten geeignet? Vor allem Menschen, die sich bei Ärger und Streitigkeiten zurückziehen und bei Traurigkeit ihre Tränen herunterschlucken sowie Menschen, die oft schlecht gelaunt sind, besorgt sind oder über ihren Kummer schlecht hinwegkommen können sich diesen Punkt zu Nutze machen. Aber für alle anderen Menschen, die ihre Wut jederzeit loswerden, ihren Ärger gleich vergessen und sofort wieder lachen können, hat dieser Punkt keinerlei Bedeutung. Sie können diesen Punkt für sich allein massieren, aber die Wirkung ist besser, wenn Sie die Stelle vom Tai-Chong-Punkt bis zum Xing-Jian-Punkt (LR2) massieren.

Eines Tages besuchte ich einen Freund, der mich sofort bat, den Puls seiner Frau zu fühlen. Er sagte, dass seine Frau im Ausland zum Doktor der Medizin promoviert habe und überhaupt nicht an TCM glaube. Er wollte, dass ich ihren Horizont erweitere.

Seine Frau machte sehr freundlich mit und streckte mir ihren Arm entgegen. Sie lächelte zwar ein wenig, ich las jedoch in ihren Blicken, dass sie mich herausfordern wollte. Ich erachte derartige Tests für sinnlos und wollte eigentlich ablehnen. Mein Freund aber klopfte mir auf die Schultern und sagte: „Bruder, Du musst heute unbedingt ihre Arroganz besiegen, ansonsten wird sie mir immer wieder vorwerfen, dass ich kopflos und abergläubisch sei, weil ich so sehr an die TCM glaube.“ Ich hörte dies und wusste darauf nichts anderes zu sagen als: „Na gut, dann schau‘ ich mal, was ich tun kann, aber in Ihnen, Frau Doktor, werde ich sicherlich meinen Meister finden.“ Wir saßen uns gegenüber und ich fühlte mit drei Fingern ihren Puls. Dabei schloss ich meine Augen, sie hingegen sah mich die ganze Zeit über lächelnd und prüfenden Blickes an. Witzig, der Akt des Pulsfühlens wurde nun zum Kampffeld zwischen westlicher und chinesischer Medizin erklärt.

Beim Pulsfühlen merkte ich, dass ihr Leberpuls sehr aktiv und ihr Herzpuls zu inkonstant war. Ich vermutete daher, dass sie ein hastiger Mensch sei, der sich schnell unheimlich aufrege. Ihr Milzpuls war eher gehemmt und schwach. Ich nahm deshalb an, dass sie sicherlich Magen- und Darmprobleme habe. Ihr Lungenpulsschlag war nicht kräftig und lang genug, weshalb ich vermutete, dass sie gelegentlich an Kopfschmerzen leide. Nach etwa 3 Minuten also wusste ich bereits alles über ihre Gesundheit. Ich stand auf und trank meinen Tee. Die Frau meines Freundes sah, wie ich mich gelassen und sicher verhielt. Sie schien ratlos und fragte ungeduldig: „Und, was habe ich für ein Problem?“ Ich antwortete ihr auf spaßige Weise: „Kein Problem. Sie haben nur zu viel Leberfeuer und sind zu launisch.“ Mein Freund erwiderte sofort: „Stimmt schon, ihre Laune … ändert sich von einem Moment auf den anderen. Außerdem schreit sie mich immer an.“ Sie hob leicht ihren Kopf und sagte etwas verächtlich: „Ist schlechte Laune auch eine Krankheit? So diagnostiziert ihr also.“ Ich trank meinen Tee weiter und sagte ganz geduldig zu ihr: „Schlechte Laune ist keine Krankheit, aber sie verursacht Kopfschmerzen und Bluthochdruck.“ Sie hob ihre Augenbrauen und nickte endlich ein bisschen: „Und was noch?“

„Schlechte Laune und Ärger führen sehr schnell zu einer Schädigung von Milz und Magen. Der Schulmedizin zufolge leiden Menschen mit diesen Symptomen häufig an Magenerkrankungen oder bekommen ein Geschwür am Zwölffingerdarm. Sie, Frau Doktor, wachen oft um 2 Uhr in der Nacht auf und können nicht mehr einschlafen. Von 9 bis 11 Uhr vormittags sind Sie dann tot müde und haben außerdem noch Kopfschmerzen. Von 11 Uhr vormittags bis abends sind Sie dann die ganze Zeit top fit.“ Während ich erzählte, wurden ihre Augen ganz groß: „Unglaublich, wunderbar, Wahnsinn!“ Während sie sich noch wunderte, hatte ich bereits ihr Haus verlassen.

Im gewissen Sinne ist es nicht schlecht, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, vor allem für Frauen. Jedesmal wenn meine männlichen Freunde sich darüber aufregten, wie grundlos launisch ihre Ehefrauen seien, tröste ich sie immer mit folgendem Satz: Betrachte die Laune als etwas Positives und akzeptiere sie. Ich erklärte ihnen, dass schlechte Laune meistens nicht von schlechtem Benehmen oder schlechter Erziehung kommt, sondern sie entsteht aus der giftigen Luft, die sich in unserem Körper befindet. Diese Luft sammelt sich an, dehnt sich aus und der Mensch „explodiert“ förmlich (er lässt seiner schlechten Laune freien Lauf – vom Übersetzer). Die Frage ist jedoch, wie entsteht diese giftige Luft? Ihre Entstehung ist emotional bedingt. Anfangs wirkt diese Luft als positive Energie, zirkuliert in unserem Körper und unterstützt den Blutkreislauf. Je besser unsere Leberfunktion, desto größer ist diese Energie. Unser Körper nutzt diese Energie als Antriebskraft für den ganzkörperlichen Stoffwechsel und die Regulierung unseres Geistes. Diese Energie ist sehr stark und wenn wir sie bei der Entstehung unterdrücken - z. B. unseren Ärger mit Vernunft im Zaum halten und dieser Energie nicht freien Lauf lassen - dann bleibt sie als Überschuss im Körper zurück. Das ist dann genau die im Volksmund (im chinesischen Volksmund – vom Übersetzer) genannte „Innere Glut“. Auch sagt der Volksmund hierzu: „Überflüssiges Qi führt zu Feuer“. Dieses Feuer findet keinen normalen Ausgang und gleicht daher einem wilden Pferd ohne Zügel, das in unserem Körper herumrennt wie es lustig ist. Gelangt dieses Feuer in unseren Kopf, bekommen wir Kopfschmerzen. Gelangt es in die vier Gliedmaßen, bekommen wir Rheuma. Wenn es in den Magen-Darm-Trakt eindringt, ist es der Auslöser für ein Geschwür. Wenn also unsere Ehefrauen anfangen loszuschreien, sollten wir Männer sie einfach schreien lassen. Starkes Leberfeuer ist sozusagen eine Gabe der Natur. Menschen, die diese Gabe besitzen, sind meistens mutig und besitzen sehr viel Energie. Viele von Ihnen sind sehr erfolgreich. Andere Menschen wiederum haben von Geburt an zu wenig Leberfeuer, Qi und Blut. Wenn sich diese Menschen ärgern, können sie ihrem Ärger oft nicht freien Lauf lassen. Folglich staut sich der Ärger zwischen den Organen an und bildet ein negatives Qi. Dieses negative Qi stört dann unseren normalen Kreislauf von Qi und Blut. Schlimmstenfalls bildet es an dieser Stelle eine Art Knoten oder sogar einen Tumor. Daher möchte ich hier noch einmal betonen, dass das giftige Qi unbedingt rechtzeitig aus unserem Körper heraus getrieben werden muss. Das Ablassen von Blähungen und Aufstoßen sind hierfür sehr, sehr geeignet.

Manche Frauen weinen häufig, und das ist auch gut so. Auf diese Weise werden sie ihre Traurigkeit los, denn das Weinen bewirkt, dass sich die angesammelten Giftstoffe auflösen. Eine wirklich tolle Sache! „Tränen sind das flüssige Ergebnis des Entgiftungsvorgangs unserer Leber“, so lautet es in alten chinesischen Medizinbüchern. Tränen sind somit ein natürliches Entgiftungsmittel, das uns die Natur gegeben hat. Mit ihrer Hilfe können wir unser Lebergift schnell auflösen. Warum sollten wir also dieses Mittel nicht verwenden? Manche Menschen fühlen sich sofort erleichtert, wenn sie sich einmal so richtig ausheult haben. All ihr Ärger und ihre Traurigkeit, die sich in diesen Menschen angesammelt haben, werden zusammen mit den Tränen hinaus geschwemmt. Weinen ist also das beste Heilmittel. Das Weinen raubt dem Körper aber auch sehr viel Qi und Blut, und zwar weil das giftige Qi sehr viel davon benötigt. Menschen, die geweint haben fühlen sich deshalb immer sehr müde und schläfrig. Qi und Blut sollten also anschließend rechtzeitig ergänzt werden. Trotzdem sollten Sie jedoch nicht immer weinerlich sein, so wie das bekannte Fräulein Lin, deren Qi und Blut nach zu häufigem Weinen komplett verbraucht war (Fräulein Lin ist eine Figur des klassischen chinesischen Romans „Der Traum der roten Kammer“, das um seine verlorene Liebe zu viel trauerte und letztendlich daran zugrunde ging). Alles muss eben angemessen sein, zu viel ist genauso schlecht wie zu wenig.

Da wir gerade über das Leberfeuer und den Ärger reden, kommen wir gar nicht um den wunderbaren Tai-Chong-Punkt (LR3) auf dem Lebermeridian umhin.

Der Tai-Chong-Punkt ist der Ursprung des Lebermeridians und bedeutet soviel wie „Ursprüngliche Energie des Meridians“. Das heißt, dass wir an diesem Punkt die Eigenschaften und Funktionen der Leber erkennen können. Ich verehre diesen Punkt stets, weil er ist wie ein Greis mit autoritärer Ausstrahlung ist, der außerdem viel Toleranz und Weisheit besitzt. Er hat die Fähigkeit, uns immer wieder neue Energie einzuflößen, uns den Ärger zu nehmen und uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dieser Punkt kann uns in gefährlichen Situationen sogar Mut geben und uns unsere Beherrschung bewahren lassen. Kein Wunder, dass Herr Wu Qing Zhong in seinem Buch „Wie gehe ich mit meinem Körper um“ (chinesischer Originaltitel „身体使用手册“ – vom Übersetzer) den Punkt in höchsten Tönen lobt.

Dass der Punkt wirklich so eine derartige Wirkung besitzt, glauben viele nicht. Sie meinen vielleicht, dass ich übertreibe. Ich weiß aber, dass ich diesen Punkt mit seiner großartigen Wirkung immer noch nicht gut genug kenne, weil es mir mit meinem begrenzten Wissen nicht möglich ist. In der TCM wird die Leber als aufrichtiger General bezeichnet. „Die Leber ist ein starkes Organ und lässt sich nicht unterjochen“. Dies bedeutet, dass dieses Organ sehr viel Yang-Energie besitzt. Aufgrund seiner feurigen Energie ist es sehr temperamentvoll. Es kann nicht unterdrückt werden. „Die Leber ist verantwortlich für unsere Sehnen und in ihr kann leicht Zug entstehen.“ Wie wir sehen, haben viele Menschen, die an einer Nachkrankheit des Schlaganfalls leiden, gekrümmte Hände oder Füße. Der Volksmund (chinesischer Volksmund – vom Übersetzer) sagt hier, dass sich die Sehnen verkrampft haben und dies ein Zeichen ist, dass die Leber geschädigt wurde. In den Medizinbüchern heißt es außerdem: „Die Augen sind der Spiegel der Leber.“ Augenprobleme werden also hauptsächlich von der Leber verursacht: Mangelndes Leberblut verursacht Trockenheit und unklares Sehen. Bei zu viel Leberfeuer entstehen ein erhöhter schmerzhafter Augeninnendruck und eine Rötung der Augen.

„Die Seele versteckt sich in der Leber.“ So steht es in den Medizinbüchern und ein Sprichwort besagt: „Die Seele ist nicht Zuhause.“ Dies bedeutet, dass die Seele nicht brav in der Leber bleibt, sondern immer wieder versucht zu flüchten. Zum Beispiel können sich manche Menschen nicht konzentrieren, sie sind ziellos und unmotiviert, so als ob sie ihre Seele verloren hätten. Diese Menschen können eigentlich nichts dafür, denn sie werden durch ihr schwaches Leber-Qi beeinflusst. Andere Menschen wiederum haben oft Albträume in der Nacht und wachen zwischen 2 und 3 Uhr morgens auf. Es gelingt ihnen kaum wieder einzuschlafen. Daran ist das angestaute giftige Qi in der Leber Schuld. Der Tai-Chong-Punkt ist der große Retter für all diese Probleme und wir müssen ihn richtig schätzen und zu nutzen wissen. Er kann uns bei Fieber, Nervosität, aber auch bei Ohnmacht und Krämpfen helfen.

Vor allem Menschen, die sich bei Ärger und Streitigkeiten zurückziehen und bei Traurigkeit ihre Tränen herunterschlucken sowie Menschen, die oft schlecht gelaunt sind, besorgt sind oder über ihren Kummer schlecht hinwegkommen können sich diesen Punkt zu Nutze machen. Aber für alle anderen Menschen, die ihre Wut jederzeit loswerden, ihren Ärger gleich vergessen und sofort wieder lachen können, hat dieser Punkt keinerlei Bedeutung. Sie können diesen Punkt für sich allein massieren, aber die Wirkung ist besser, wenn Sie die Stelle vom Tai-Chong-Punkt bis zum Xing-Jian-Punkt (LR2) massieren.




Blog-Info:


Montag, 26. September 2011

Zhongli 1 K 2-2, Der Lungenmeridian – Der empfindlichste Meridian des Körpers

Zum Inhalt:

Viele Menschen suchen sehr gerne nach geheimen Rezepten oder Wundermethoden, aber das Gold, das im Buch „Nei Jing“ überall herumliegt, will keiner haben.


Wenn Sie beginnen, sich mit der TCM-Meridianlehre vertraut zu machen, starten Sie am besten immer mit Lungenmeridian. Qi und Blut strömen von 3 bis 5 Uhr in der Nacht gegen den Lungenmeridian. Wenn sich um diese Uhrzeit Krankheitssymptome bemerkbar machen, sollten Sie gleich überlegen, ob das Problem an der Lunge liegen könnte. Ich behandelte einmal eine Frau, die im Winter immer um 4 Uhr morgens schwitzte und unruhig war. Tagsüber fror sie jedoch immer. Die Diagnose ihrer Ärzte war, dass der Körper äußerlich von Kälte umgeben war, Sie innerlich aber Feuer hatte. Das ist das typische „Feuer unter dem Eis“. Meiner Meinung nach lag aber der Auslöser der Erkrankung an einem zu geringen Qi in der Lunge. Die Lunge war nämlich zu schwach, um mit dem inneren Feuer die Kälte vertreiben zu können. Die Lunge konnte nur von 3 bis 5 Uhr in der Nacht das Feuer durch das Schwitzen heraus treiben, da der Lungenmeridian um diese Uhrzeit am stärksten ist. Deshalb verschrieb ich der Frau das Arzneimittel Bu-Zhong-Yi-Qi-Tang (eine Kräutermischung für die Stärkung des Qi – vom Übersetzer), damit die Lunge mit Qi gestärkt wird und die Kälte heraus treiben kann. Wenn der Auslöser klar ist, reicht eine einzige Verabreichung.


Das Buch „Nei Jing“ (Innere Meridiane – vom Übersetzer) besagt, dass die Lunge der „Boss“ aller Meridiane ist. Dadurch können Sie die Wichtigkeit des Meridians erkennen. In der tatsächlichen Anwendung jedoch achten nur sehr wenige auf diesen Meridian. Der Behandlungsumfang ist oft auf Erkältung, Husten und durch Husten entstandenes Asthma beschränkt. Wenn alle Anfänger diesen Meridian nur so kennenlernen, dann können sie wahrscheinlich den wahren Lungenmeridian gar nicht richtig kennen.


Der Lungenmeridian hat eine viel stärkere und umfangreichere Wirkung. Er kann sowohl die Stauung des Lebermeridians auflösen als auch die Feuchtigkeit und die Gifte aus dem Bauch heraus treiben. Außerdem kann er noch eine geschwächte Niere stärken. Husten und Asthma sind nur ein kleiner Behandlungsumfang des Lungenmeridians. Beide Krankheiten werden selten direkt durch den Lungenmeridian verursacht, sie entstehen meist, wenn an anderen Organen ein Problem vorliegt. Beide durch Leberfeuer entstandene Erkrankungen nennt man „Holzfeuer schadet dem Metall (Holz ist das Element für die Leber und Metall das Element für die Lunge - vom Übersetzer)“. In diesem Fall können die Erkrankungen durch das Löschen des Leberfeuers behandelt werden. Entstehen die beiden Erkrankungen durch eine schwache Niere nennt man „Niere speichert das Qi nicht“. In diesem Fall sollte das Qi der Niere gestärkt werden. Wenn der Auslöser der beiden Erkrankungen eine schwache Milz ist, dann bezeichnen wir dies als „Feuchtgift umgibt die Lunge“. Dann sollten wir die Milz stärken und das Feuchtgift heraus treiben. Mancher Husten kommt von einer Erkältung. Ist dies der Fall, müssen Sie die Kälte auf dem Blasenmeridian beseitigen. Oftmals ist eine Erkrankung mit hustenartigem Asthma sehr hartnäckig und unsere Vorfahren sagten schon, dass die Innere Medizin kein Asthma heilen kann oder will. Der Grund dafür ist, dass viele Mediziner bei der Heilung der Behandlung dieser Erkrankung immer bei der Lunge anfangen oder sich bemühen nur den Hustenschleim zu lösen. Den wirklichen Auslöser beseitigen sie nicht rechtzeitig und somit wird die Erkrankung chronisch. Die Lunge ist eigentlich ein sehr empfindliches Organ und sollte nicht direkt, sondern schonend behandelt werden. Genau wie unsere Vorfahren bereits sagten: Die Lunge sollte stets mittels Regulierung der anderen Organe behandelt werden.


Das Buch „Nei Jing“ besagt: „Alle Arten von Qi ordnen wir der Lunge zu“. Der gesamte Inhalt dieses Buches gilt in der TCM als „Gesetz“. Wir sollten dieses Buch sehr genau lesen und verstehen. Dieser zuvor genannte Satz will uns sagen, dass die Lungenfunktion durch Folgendes gestärkt werden kann: Die Stärkung des schwachen Qis, des Qis, das sich in die falsche Richtung bewegt, das Heraustreiben der giftigen Luft und das Einatmen der frischen Luft. An so einem guten Behandlungsrezept kann doch nicht einfach leichtsinnig vorbeigehen. Viele Menschen suchen sehr gerne nach geheimen Rezepten oder Wundermethoden, aber das Gold, das im Buch „Nei Jing“ überall herumliegt, will keiner haben.


An dieser Stelle möchten viele von Ihnen vielleicht wissen, wie die Lungenfunktion reguliert werden kann. Dies interessiert Sie am meisten. In dem Buch „Nei Jing“ ist diese Frage schon sehr ausführlich beantwortet worden: „Die Aufgabe der Lunge ist es, heraus zu treiben und zu senken. Die Lunge ist die Quelle unserer Körperflüssigkeiten und hat die Nase als Ausgang. Die Lunge ist auch für unsere Haut und unsere Haare zuständig. Der Lunge ordnen wir alle Arten von Qi und unseren psychischen Ballast zu. Dies äußert sich in verschiedenen Formen: Traurig sein, Nasenschleim besitzen, […].“ Hier wird nicht nur die Funktion der Lunge dargestellt, sondern es wird auch die konkrete Behandlungsmethode erwähnt. Manche von Ihnen fragen sich vielleicht: Wo denn? Warum finde ich keine? Ich gebe Ihnen hier ein Beispiel. Vorhin haben wir folgenden Satz erwähnt: „Der Lunge ordnen wir alle Arten von Qi und unseren psychischen Ballast zu“. Wenn jemand also lange Zeit depressiv ist und den psychischen Ballast nicht abwerfen kann, wie sollte er behandelt werden? Es war einmal ein älterer Mann, der über 70 alt war. Er hatte sich gerade mit seiner Frau gestritten und Kälte hatte sich daraufhin in seinen Körper geschlichen. Seine Symptome waren Schmerzen im Achselbereich. Die Klinik hatte ihm Schmerztabletten verschrieben, die auch eine Qi-Stauung in der Leber beseitigen sollte. Nach der Einnahme dieser Tabletten waren die Beschwerden immer noch da und außerdem fing er noch an zu Husten. Ich empfahl ihm, die Nase-Reizen-Methode. Er wandte sie sofort an und nieste 10 Mal hintereinander weg bis er auf der Stirn Schweiß bekam. Die Schmerzen unter den Achseln waren rasch gelindert. Danach sollte er ein paar Tong-Xuan-Li-Fei-Wan-Kügelchen (Kräutermischung zur Regulierung der Lunge – vom Übersetzer) einnehmen, um den Schleim zu lösen. Er hatte insgesamt 4 Kügelchen eingenommen und binnen einem Tag verschwanden alle Symptome. Diese Methode habe ich komplett dem Buch „Nei Jing“ entnommen.


Wenn Sie die Worte „Traurig sein“ in dem zuvor genannten Satz lesen und gleich an Lin-Dai-Yu denken (eine Hauptfigur aus dem Buch-Klassiker „Die rote Kammer“, die zart und sehr sensibel ist – vom Übersetzer) und wenn Sie die Worte „Haut und Haare“ lesen und gleich an Pickel denken, dann ist Ihnen ein schöner Anfang für das Erlernen der TCM gelungen. Wenn wir ein Buch lesen, sollten wir es genau lesen und dabei mitdenken.


Also zurück zur Lunge. Zur Behandlung des Asthmas ist der Yu-Ji-Punkt (LU10) sehr wichtig, Sie müssen ihn lediglich massieren. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die eingeatmete Luft nicht genug ist oder dass Sie die Luft nicht richtig einatmen können, können Sie den Tai-Yuan-Punkt (LU9) massieren. Dieser Punkt ist der Hauptpunkt des Lungenmeridians und hilft am besten zur Stärkung des Qis (beide befinden sich auf der Daumenaußenseite – vom Übersetzer).
Der Chi-Ze-Punkt (LU5) ist der beste Punkt zur Stärkung der Niere. Die Massage dieses Punktes kann das überschüssige Lungen-Qi senken und das Qi der Niere stärken (der Punkt liegt auf der Knickstelle zwischen Oberarm und Unterarm. Der Kong-Zui-Punkt (LU6) ist am besten geeignet für die Behandlung von Husten und Mandelentzündung, welche durch eine Erkältung entstanden sind. Ich möchte noch einen Punkt mit einer speziellen Wirkung vorstellen, nämlich den Shao-Shang-Punkt (LU11) (dieser Punkt befindet sich neben dem Daumennagel an der äußeren Seite – vom Übersetzer). Der Punkt ist speziell gegen Halsentzündung und Halsschmerzen. Hier kann man mit einer „Dreiecksnadel“ auf den Punkt einstechen und erhält eine sofortige Wirkung.


Jedes Leben hat ein Ende, aber wir lernen nie aus. Das Lernen sollte aber nicht einfach nur eine Ansammlung von Wissen sein, sondern wenn Sie Eines lernen, können Sie gleichzeitig Mehreres verstehen. Wenn Sie 1 Glas Wasser aus einem Fluss trinken, kennen Sie den ganzen Fluss. Wenn Sie 1 Blatt sammeln, kennen Sie den ganzen Herbst.

Blog-Info:



  • Eine Abbildung des Lungenmeridians 足太阴肺经 finden Sie unter http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/fjtx.html.


  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".


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Samstag, 11. Juni 2011

Zhongli 1 K 3-16, Bei Ärger, Aufregung oder schlechter Laune massieren Sie den Tai-Chong-Punkt (LR3)

Der Tai-Chong-Punkt (LR3) befindet sich auf dem Lebermeridian zwischen der 1. und 2. Zehe, ca. 1 - 1,5 cm von der Trennung der Zehen entfernt. Der Punkt liegt jedoch nicht an der Oberfläche, sondern tief zwischen den Knochen.

Einmal
, es war im August, machte ich eine Dienstreise nach Hong Kong und nutzte so die Gelegenheit, einen früheren Kollegen zu besuchen. 3 Jahre zuvor war er vom chinesischen Inland nach Hong Kong gezogen, um dort eine Privatpraxis aufzumachen. Ein Hong Konger Millionär, dessen Rheuma durch die Akupunktur-Methoden meines Kollegen geheilt worden war, sponserte die Praxis. Sie ist dort ziemlich bekannt geworden und alle Patienten sind wohlhabende Geschäftsleute. Die Privatpraxis befindet sich in einem zweistöckigen Haus in den Bergen. Jeder weiß, dass so eine Lage in der teuren Stadt Hong Kong fast unbezahlbar ist. Die Innenarchitektur ist in einem eher klassischen Stil gehalten. Es ist also eine wirklich gehobene Praxis.

Mein Kollege Wen An eilte mir entgegen, um mich zu begrüßen, verschwand dann aber gleich wieder. Sein Assistent sollte mir etwas Gesellschaft leisten. Ich trank Tee und merkte, dass ich zu einer ungünstigen Zeit gekommen war. Ich wollte gerade gehen, als Wen An auf mich zu rannte und sich mehrmals bei mir entschuldigte. Er sagte, er wolle mich am Abend einladen. Ich sagte scherzhaft: „Du hast so viele Patienten, dass Du ständig zwischen den Behandlungszimmern hin und her rennen musst!“ Er antwortete seufzend: „Ach wo! Obwohl, … da ist eine Patientin mit Beinschmerzen, bei der ich völlig ratlos bin.“ Ich kenne das Niveau meines Kollegen. Meistens brauchte er nur eine einzige Nadel und schon waren die Schmerzen an Rücken und Bein verschwunden. Was ist heute mit ihm los? Er sah, dass ich nicht ganz verstand, klopfte mir auf die Schulter und sagte: „Na mein Freund, kannst Du vielleicht einmal versuchen, sie zu behandeln? Sie ist eine wichtige Patientin von mir.“ Ich sagte: „Wenn Du ihr schon nicht helfen kannst, wie dann ich?“ Er bestand darauf: „Versuch‘s doch mal. Wenn Du sie auch noch behandelst, habe ich wenigstens eine Erklärung ihr gegenüber.“

Er führte mich also zum Behandlungsraum. Seine zwei Assistenten behandelten gerade die Beine der Patientin mit der Schröpfmethode. Ich ließ zuerst die Schröpfköpfe abnehmen und half dann der Kranken, sich aufzusetzen. Es handelte sich um eine etwas dickere Dame, die bereits die 50 überschritten hatte. Ihre Unzufriedenheit stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Mein Kollege stellte mich der Dame auf überschwängliche Art und Weise vor. Sie musterte mich streng und fragte: „Sind sie überhaupt kompetent?“ Ihr Misstrauen war unverkennbar, ihr Gesicht ausdruckslos.

Ich bin nur selten so unhöflichen Patienten begegnet. Trotzdem sagte ich lächelnd: „Sie sind ja nicht tot krank! Da braucht es keine grosse Heilkunst!“ Sie erwiderte: „Was wissen Sie denn schon, was ich habe?“ Ich versuchte, möglichst entspannt zu wirken und fuhr lächelnd fort: „Wenn ich erst einmal Ihren Puls gefühlt habe, weiß ich Alles.“

Ihre Gesichtsmuskeln schienen sich nun etwas zu entspannen, und sie hielt mir ihre Hände hin. Beim Fühlen ihres Pulses spürte ich, dass die Ader, die der Leber zugeordnet ist, straff wie ein Seil gespannt war. Die Ader für die Niere schlug nur sehr schwach, die Ader für Lunge und Blase war ganz in Ordnung. Ich sagte mit sehr sicherer Stimme: „Ihre äußeren Symptome sind die Schmerzen in den Beinen. Die Ursache selbst liegt aber nicht in den Beinen, sondern in der Leber. Sie wurden bestimmt zuerst verärgert und haben sich in der Nacht dann erkältet. Heute kamen dann die Schmerzen hinzu.“

Nachdem sie das hörte, fing sie gleich an zu lachen. Sie stimmte sofort zu. „Ja, genau! Gestern Nachmittag habe ich mich mit meinem Geschäftspartner heftig gestritten. Ich konnte abends nicht mal mehr was essen. In der Nacht hatte ich dann einen sehr unruhigen Schlaf. Ich spürte eine unglaubliche Hitze in mir und stellte die Klimaanlage auf sehr hohe Stufe. Heute Morgen war mein Bein eiskalt und es wurde so schlimm, dass ich nicht mehr laufen konnte. Auch Ihr Kollege teilte mir vorhin mit, dass ich Kälte abbekommen habe. Er hat mich mit Akupunktur behandelt, aber das hat gar nichts gebracht, das Schröpfen hat dann die Schmerzen nur noch verschlimmert!“

Ich tröstete sie: „Mein Kollege hat Alles richtig gemacht, nur wusste er nicht, dass Sie sich leicht aufregen. Deshalb hat er den „Ärger-weg-Punkt“ nicht akupunktiert.“ „Was? Es gibt einen „Ärger-weg-Punkt“? Erzählen Sie Märchen? Wo ist der denn?“ Diese starke Frau verhielt sich nun wie ein neugieriges Kind. Sie nahm meine Hand, um mich auf diese Weise zu bitten, ihr den Punkt zu zeigen.

Es gibt natürlich keinen tatsächlich so benannten „Ärger-weg-Punkt“. Was ich ihr zeigte, war ein Punkt auf der Oberschenkel-Innenseite, nämlich der sogenannte Yin-Bao-Punkt (LR9). Ich erklärte ihr: „Wenn Sie sich aufregen, spannt sich die Leber an. Das nennen wir normalerweise Leberfeuer. Zugleich wird auch der gesamte Lebermeridian davon beeinflusst. Das Leberfeuer stört den Blut- und Energiekreislauf (Kreislauf des Qi – vom Übersetzer). Dies bedeutet, dass das Bein nicht ausreichend mit Blut und Qi versorgt wird und sich deshalb nicht mehr gegen die Kälte wehren kann. Die kalte Luft der Klimaanlage nutzte die Gelegenheit aus, in Ihren Körper einzudringen. Kein Wunder, dass Ihr Bein jetzt weh tut. Gegen die Schmerzen am Bein schlage ich vor, dass wir die Stauung im Lebermeridian wegmassieren, damit Blut und Qi wieder nach unten hin weiterfließen können.

Ich ließ sie zuerst selbst den besagten „Ärger-weg-Punkt“ erspüren. Sie bemerkte dort einen harten Knoten. Mit meiner Handfläche massierte ich vom Yin-Bao-Punkt aus den Lebermeridian entlang nach unten. Zu Beginn schrie sie wegen der Schmerzen, aber schon nach zwei Minuten beruhigte sie sich wieder. Dann ließ ich sie das Behandlungsbett verlassen. Sie lief zwei Runden durch das Zimmer und machte anschließend sogar noch eine Kniebeuge. Die Schmerzen waren wie weggeblasen. In diesem Moment war sie überglücklich und lud mich sogar zu sich nach Hause ein.

Ich lehnte dankend ab, und begleitete sie zur Tür. Als ich zurück ins Wohnzimmer kam, fragte mich mein Kollege etwas verwirrt: „Ich habe bei ihr vorhin alle Punkte akupunktiert, die die Meridiane freimachen und die Kälte austreiben können, aber ihre Waden blieben trotzdem eiskalt. Du hast nur den Yin-Bao-Punkt massiert und ihre Füße wurden gleich warm. Wie kommt das?“

Ich erklärte ihm: „Ihr Schienbein war eiskalt, weil ihr Blut- und Energiekreislauf (Kreislauf des Qi – vom Übersetzer) nicht in Ordnung waren und die Stauung auf dem Lebermeridian lag. Du hast mit Intensität den Blasenmeridian freigemacht. Daraufhin hat sich der andere Meridian nur noch mehr angespannt. Das ist wie bei einem fest gespannten Seil, je fester du ziehst, desto fester spannt es sich. Wir müssen einen Knoten finden und in unserem Fall befindet sich der Knoten direkt am Yin-Bao-Punkt. Wenn wir diesen Knoten weichmassieren können, entspannen sich alle Meridiane.“

Abends traf ich mit Wen An auf ein Bier. Das war eine richtige Feier für ihn. Er sagte: „Ich habe viele Patienten, die eine kranke Leber haben. Weißt Du gute Lösungen?“ Ich hob das Glas und sagte: „Weniger saufen und sich nicht aufregen. Das ist die beste Lösung.“Herr Wu Qing Zhong hat in seinem Buch „Handbuch für den menschlichen Körper“ betont, dass man den Tai-Chong-Punkt (LR3) massieren solle. Das ist wirklich ein wertvoller Vorschlag. Das Massieren dieses Punktes kann Stauungen lösen und schlechte Laune vertreiben. Er ist auch sehr gut für die Pflege von Leber und Milz, auch ist er ein echter Schatz für Menschen, die sich oft aufregen. Er ist der wirkliche „Ärger-weg-Punkt“. Mit dieser Aussage verwirre ich Sie möglicherweise. Eben noch habe ich den Yin-Bao-Punkt als „Ärger-weg-Punkt“ bezeichnet und jetzt behaupte ich, dass der Tai-Chong-Punkt dieselbe Wirkung hat. Welcher ist nun der Richtige? Ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt, dies zu erklären. Man muss wissen, woher die Krankheit kommt. In diesem Fall können beide Punkte den Ärger, die Aufregung oder die schlechte Laune beseitigen.




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Mittwoch, 8. Juni 2011

Zhongli 1 K 3–12, Fünf leicht zu erlernende und sofort wirkende TCM-Methoden (TCM = Traditionelle Chinesische Medizin – vom Übersetzer)

Zum Inhalt:


Wir gehen zum Arzt, wenn wir krank sind. Das ist nun einmal notwendig. Aber ist es doch eigentlich besser, den Krankheiten vorzubeugen. Die Frage ist: Wie beugen wir vor? Wir können ein paar einfache, aber dennoch wirkungsvolle Methoden erlernen. Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar dieser Methoden empfehlen.


Eines der größten Probleme der modernen Zeit ist unsere Gesundheit. Wir sind immer von Kranken umgeben, mal sind es unsere Eltern, mal unsere Kinder, mal ist es der Ehepartner, mal sind es die Freunde, mal die Nachbarn oder manchmal sind wir selbst krank. Viele Leute leiden jahrelang oder gar ihr Leben lang an einer Krankheit. Wenn nur einer in der Familie krank ist, ist die ganze Familie um ihn besorgt. Die Gesunden können dem Kranken kaum helfen und können nur auf den Arzt hören. Es ist traurig, wenn wir unserem lieben Familienmitglied nur beim Leiden zusehen können. Tatsache ist, dass wir bei Krankheiten eben nicht die Ratlosen spielen müssen. Wir können hier wirklich Einiges tun.

Wir gehen zum Arzt, wenn wir krank sind. Das ist nun einmal notwendig. Aber ist es doch eigentlich besser, den Krankheiten vorzubeugen. Die Frage ist: Wie beugen wir vor? Wir können ein paar einfache, aber dennoch wirkungsvolle Methoden erlernen. Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar dieser Methoden empfehlen.

1. Das Schaben
Die erste Methode, die ich Ihnen empfehlen möchte, ist das Schaben, da es für die Vorbeugung am geeignetsten ist. Das Schaben ist auch unter den sechs Standardmethoden der TCM die Methode, die an erster Stelle steht. Gegen leichte Erkrankungen, vor allem im Anfangsstadium, ist diese Methode die erste Wahl. Beispiele für Erkrankungen dieser Art sind: Erkältung, Hitzschlag, akute Magen- und Darmbeschwerden, Nacken-, Schulter- und Rückenprobleme, Hautkrankheiten (hier sollten Sie allerdings nicht direkt auf der Problemzone schaben) usw. Auch die Anwendung der Schabetechnik selbst ist extrem einfach. Sie brauchen nur ein kleines Brettchen (Schaber – vom Übersetzer) aus Kuhhorn, hartem Plastik oder Porzellan (Hauptsache flach und nicht scharf) und eine Flasche Massageöl. Schaben Sie schräg zur Körperoberfläche (ca. 45°) an dem Meridian entlang, der wahrscheinlich von der Krankheit betroffen ist oder bei dem eine Blockade vorliegt. Sie müssen nicht besonders kräftig schaben. Über die Schabetechnik werde ich in einem anderen Kapitel noch ausführlicher schreiben. Die roten Punkte, die nach dem Schaben auf der Haut zum Vorschein kommen, mögen Ihnen vielleicht Angst machen, der Betroffene fühlt sich auf jeden Fall sehr erleichtert. Die Haut ist nicht verletzt, Sie können also bedenkenlos baden oder duschen. Nach ein paar Tagen verschwinden die Punkte dann.

2. Das Schröpfen
Man hört immer wieder eine Redensart aus dem (chinesischen – vom Übersetzer) Volksmund, die da besagt: „Mit Akupunktur und dem Schröpfen ist eine Krankheit bereits halb geheilt.“ Dies zeigt, dass die Methode sehr tief in der Kultur verankert und weit verbreitet ist, auch dass sie eine große Heilwirkung besitzt. Heutzutage kann man sich im Kurbad oder in einer Massagepraxis schröpfen lassen. Ich empfehle denjenigen, die das Schröpfen erlernen möchten, Schröpfgläser mit Pistole zu kaufen. Diese neue Version ist sehr einfach und praktisch. Das Vakuum wird nicht mehr mit dem Feuer erzeugt (die Pistole erzeugt das Vakuum durch Absaugen der Luft – vom Übersetzer). Für welche Krankheiten ist diese Methode also geeignet? Das Schröpfen eignet sich sehr gut für die Behandlung eines Hexenschusses. Die Gläser können direkt auf der Schmerzstelle aufgesetzt werden. Sie stellen sehr schnell eine Linderung des Schmerzes fest. Diese Methode ist außerdem noch praktisch für Schmerzstellen, auf denen man nicht schaben kann und wo der Schmerzpunkt sehr tief unter der Haut liegt, wie z.B. bei chronischen Schulterschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Leber- oder Gallenproblemen.

Das Schröpfen ist noch einfacher als das Schaben. Sie müssen nur einen Satz Vakuumgläser (mindestens 8) vorbereiten und ein Meridianbild in ihrer Nähe haben. Für die Behandlung gibt es keine strengen Tabus. Bei denjenigen unter Ihnen, die beim Schröpfen schnell Bläschen auf der Haut bekommen, sollte die Behandlung lediglich nicht zu lang andauern, und die Gläser sollten sich nicht zu fest ansaugen. Die Bläschen, die beim Schröpfen entstehen, sind eigentlich ein gutes Zeichen. Vielen macht dies nur etwas Angst.

3. Die Fußreflexzonenmassage
Wenn Sie das Schaben und das Schröpfen nicht erlernen wollen, aber bereits die Methode der Fußreflexzonenmassage beherrschen, können Sie trotzdem 70 % der alltäglichen Krankheiten vorbeugen oder diese lindern. Diese wunderbare Wirkung der Fußmassage ist noch lange nicht von allen anerkannt, weil Fachärzte diese nicht besonders schätzen und diejenigen, die die Methode anwenden, meistens keine medizinischen Kenntnisse haben. Denn Letztere sind eher „Handwerker“, die nur ein paar einfache Tricks in ihrer Ausbildung an die Hand bekommen haben. Diese sehr individuelle und interessante Fußmassage ist zu einer routinemäßigen Arbeit geworden. Schade! Eine Anwendung der Fußreflexzonenmassage ist bei folgenden Erkrankungen sinnvoll: Mangelnde Blutversorgung des Herzens, Magen- und Darmprobleme, Leber- und Gallenerkrankungen, Zuckerkrankheiten, Infektion im Harnorgan und verschiedene Entzündungen. Einmal sagte ich einem 14-jährigen Jungen, der nach einer Hirntumoroperation an einer Folgekrankheit litt, dass er in der Fußreflexzone eine kleine Fläche in Erbsengröße massieren solle. Er massierte diese Stelle zwei monatelang und das linke Auge, das sich laut den Ärzten nie wieder öffnen könne, wurde wieder völlig gesund. Eine winzig kleine Reflexzone hatte sein Auge gerettet.

4. Akupressur auf bestimmten Akupunkturpunkten
Diese Methode ist ebenfalls sehr leicht zu erlernen. Sie müssen nur die ungefähren Verlaufslinien der Meridiane und noch dazu die häufig anzuwendenden ca. 20 Punkte kennen. Dann haben Sie immer eine Lösung parat, egal ob bei Magen- und Darmproblemen, Kopfschmerzen, Erkältung, Menstruationsbeschwerden usw. Die Wirkung der Akupressur ist zu vergleichen mit der der Akupunktur. Hier ein Beispiel: Eines Tages war der Aufzug in dem Haus, in dem ich wohne, defekt. Ich musste zu Fuß hochgehen. Im dritten Stock sah ich den alten Herrn Zhang, der im 6. Stock wohnt. Er trug in der rechten Hand einen Gemüsekorb und hielt sich mit der linken Hand am Geländer fest. Er stand da, war sehr blass und bekam kaum noch Luft. Ich weiß, dass er Herzprobleme hat. Darum nahm ich seine linke Hand und massierte den Lao-Gong-Punkt (PC8) auf der Handinnenseite eine Minute lang. Herr Zhang atmete tief aus und sagte, ihm ginge es viel besser. Wir gingen dann zusammen ohne Unterbrechung weiter bis in den 6. Stock. Ich habe sehr viele solche Fälle erlebt. Ich hoffe, dass ich Sie damit überzeugen konnte.

5. Daoyin: Eine Energie-Regulierungsmethode
Diese Methode ist der westlichen Homöopathie sehr ähnlich. Sie ist noch etwas vielseitiger und das Praktizieren dieser Methode ist noch sicherer. Zum Beispiel reizt man bei Erkältung die Nase, um zu niesen. Das Niesen bewirkt, dass die Kälte aus dem Körper heraus getrieben wird. Bei Durchfall lässt man den Kranken alle Giftstoffe aus dem Körper heraus treiben. Bei Übelkeit hilft man dem Kranken, alles zu erbrechen. Bei Fieber verhilft man dem Kranken dazu, möglichst viel zu schwitzen. Insgesamt ist zu beachten, dass die Symptome wirklich ganz klar definiert sein müssen. Daher empfehle ich Ihnen nicht, diese Methode einfach so zu anzuwenden. Ich stelle hier diese Methode vor, um Sie mit traditionellen Heilungsmethoden ein bisschen vertraut zu machen.


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Donnerstag, 5. Mai 2011

Zhongli 1 K 4-9, Die Behandlung von 80 % der Frauenkrankheiten sollte mit der Normalisierung der Menstruation beginnen

Zum Inhalt:



Die Behandlung von Menstruationsproblemen beginnt bei Leber, Milz und Niere. Ich stelle Ihnen jetzt 2 wichtige Meridianpunkte vor. Wenn Sie diese 2 Punkte jeden Tag ein paar Minuten lang massieren, ist die Wirkung sehr bald zu erkennen.

80% der Frauenkrankheiten stehen direkt oder indirekt in Zusammenhang mit einer unregelmäßigen Menstruation. Ist die Menstruation wieder normalisiert, verschwinden viele Krankheiten von allein ohne jegliche medizinische Behandlung. Ignorieren Sie jedoch Menstruationsprobleme, kann dieses kleine Problem viele andere Probleme verursachen, die das ganze Leben möglicherweise stark beeinflussen. Die häufigsten Menstruationsprobleme sind Bauchschmerzen, Spannungen in der Brust vor der Periode, Kopfschmerzen, Unregelmäßigkeit der Periode, zu lang anhaltende Periode sowie Rückenschmerzen. Wenn Sie solche Probleme frühzeitig genug erkennen und rechtzeitig behandeln, sind sie leicht zu heilen.

Die Behandlung von Menstruationsproblemen beginnt bei Leber, Milz und Niere. Ich stelle Ihnen jetzt 2 wichtige Meridianpunkte vor. Wenn Sie diese 2 Punkte jeden Tag ein paar Minuten lang massieren, ist die Wirkung sehr bald zu erkennen.

1. San-Yin-Jiao (SP6)

San-Yin-Jiao ist der allerwichtigste Punkt für Frauen. Er ist sehr wertvoll und gleichzeitig eine Universallösung gegen Frauenkrankheiten. Dieser Punkt kann sogar in beide Richtungen regulieren, das heißt, er kann sowohl Wege freimachen als auch blockieren. Er kann auch den Blutkreislauf anregen oder beruhigen. Egal welche Körpereigenschaften jemand hat, der San-Yin-Jiao kann immer einen positiven Beitrag leisten. Dieser Punkt ist außerdem sehr leicht zu finden, er liegt nämlich auf der Unterschenkel-Innenseite, ca. 7 Zentimeter vom Knöchel entfernt. Wenn Sie auf diesen Punkt drücken, werden Sie merken, dass diese Stelle empfindlicher als benachbarte Stellen ist.

2. Ci-Liao-Xue (BL32)

Der Ci-Liao-Xue befindet sich auf dem Gallenmeridian auf dem Rücken, in der Nähe des Steißbeines. Er ist genauso wichtig für die Vorbeugung und Behandlung von Frauenkrankheiten. Bei gynäkologischen Problemen – egal ob es sich um die Gebärmutter, die Eierstöcke oder etwas anders handelt – kann Ihnen dieser Punkt sehr helfen. Wenn Sie auf diesen Punkt drücken, empfinden Sie einen gewissen Schmerz. Massieren Sie diese Stelle dann häufig, lassen die Schmerzen allmählich nach. Sie werden sehen, dass auch die Symptome der eigentlichen Krankheit ebenfalls langsam abnehmen. Dieser Punkt ist eine Art Auslöseknopf zur Regulierung von Frauenkrankheiten.

Das Massieren der 2 oben genannten Punkte ist einfach und wirksam. Wir bezeichnen dies als „Behandlung von Außen“. Wenn Sie gleichzeitig auch die inneren Organe behandeln, wird die Wirkung verstärkt. Wie behandeln Sie die inneren Organe? Sie können einige TCM-Medikamente für Ihre Hausapotheke kaufen, z.B. Xiao-Yao-Wan und Jia-Wei-Xiao-Yao-Wan. Das kleine fertige Kügelchen, die man in jeder Apotheke (in China – vom Übersetzer) bekommt. Diese zwei Medikamente sind sehr bekannt und wirksam gehen Menstruationsprobleme. 70% der Frauen mit Menstruationsproblemen kann damit geholfen werden. Sie haben auch eine gute vorbeugende Wirkung gegen Hyperplasie im Brustgewebe.

Xiao-Yao-Wan, allein der Name verrät uns schon viel: Die Kügelchen machen uns fröhlich und helfen uns, aus Tiefphasen der Periode herauszukommen. Die Menstruationsprobleme, Brustgewebe-Hyperplasie sowie die Wechseljahreskomplexe stehen in direktem Zusammenhang mit den depressiven Erscheinungen vor der Periode.

Was ist der Unterschied zwischen Jia-Wei-Xiao-Yao-Wan und Xiao-Yao-Wan? „Jia-Wei“ heißt im Chinesischen „zusätzliche Zutaten“. Das heißt, das Medikament Jia-Wei-Xiao-Yao-Wan enthält im Vergleich zum Xiao-Yao-Wan zusätzlich noch die Wurzelrinde der Päonie und der Gardenie (Yasmin-ähnlich). Diese 2 Zutaten dienen dazu, das Blut abzukühlen und das innere Feuer zu vertreiben. Wenn Sie glauben, dass Sie ein „Feuer“-Typ sind, oft Durst haben und kalte Getränke mögen, können sie Jia-Wei-Xiao-Yao-Wan nehmen. Ansonsten nehmen Sie das normale Xiao-Yao-Wan.

Üblicherweise nehmen Sie die Kügelchen 3 bis 4 Tage vor der Periode ein. Wenn die Periode da ist, können Sie aufhören, die Kügelchen einzunehmen. Verspüren Sie dabei ein angenehmes Gefühl, können Sie sie auch zwei Tage länger einnehmen. Sie werden merken, dass die Menstruation sehr frei und natürlich ist.

Außer diesen 2 wichtigen Kügelchen-Medikamenten kann ich Ihnen noch einige andere empfehlen, die ebenfalls sehr wirksam sind.

Da die Menstruation ein Menge Qi und Blut aus dem Körper hinausbefördert, haben viele Frauen nach der Periode ein schwindeliges und schwaches Gefühl, manche haben auch Schmerzen in der Taille und im Bein. In diesem Fall können Sie in der Endphase der Periode Liu-Wie-Di-Huang-Wan einnehmen. Wenn Sie während der Periode frieren, können Sie Shi-Quan-Da-Bu-Wan nehmen. Dieses stärkt den durch die Menstruation abgeschwächten Körperzustand.

Manche Frauen haben eine besonders langgezogene Periodenphase, in der die Blutung lange Tage anhält. Die Ursache sind meist Milzprobleme und ein schwaches Qi. Frauen mit diesem Problem können jeden Tag Bu-Zhong-Yi-Qi-Wan einnehmen und zusätzlich noch ein paar rote Datteln essen. Während der Periode sollten Sie dann noch Ba-Zhen-Pulver (2 Tütchen) und San-Qi-Pulver (1 Fläschchen) einnehmen. Kaufen Sie San-Qi-Pulver von der Marke Tong-Ren-Tang, damit die Heilwirkung garantiert ist.

Wenn die Blutmenge jedes Mal zu klein ist oder sich die Periode immer wieder verschiebt, können Sie häufig chinesischen Weißdorn kochen und dann die Flüssigkeit trinken. Frauen mit kalter Körpereigenschaft können noch etwas braunen Zucker hinzugeben.
Behandeln Sie Ihren Körper mit der oben genannten Methode und den oben erwähnten Medikamenten, wird das Menstruationsproblem größtenteils gelindert. Der ganze Körper wird gesund und vor allem kosmetisch gesehen können Sie sehr davon profitieren. Ich wünsche allen Frauen für jeden Monat Glück.



Blog-Info:


Sonntag, 6. Februar 2011

Zhongli 1 K 3-2, Alle chronischen Krankheiten können mit der „Brust- und Bauchmassage" gelindert werden

Zum Inhalt:

Wenn bei einer chronischen Krankheit nach langer Zeit keine Heilung eintritt, und Sie nicht mehr wissen, was Sie noch tun sollen, dann suchen sie die blockierten Punkte im Bauchbereich und massieren Sie sie frei. Sie werden dann feststellen, dass dies die chronische Krankheit tatsächlich lindert.

Vor ein paar Tagen traf ich ein paar alte Freunde von mir. Als wir zusammen etwas aßen, sagte ein Freund zu mir: „Die Übungen, die Du in Deinem Blog vorgestellt hast, sind zu kompliziert. Alle haben mit Meridianen und Punkten zu tun. Mir wird schwindelig, wenn ich das sehe. Und ich kann die genauen Punkte auch nicht finden. Hast Du noch einfachere Methoden, die man einfach, ohne sie erlernen zu müssen, anwenden kann?“ Ich prustete sofort los und scherzte: „Du fauler Kerl! Du bist zu wählerisch. Wenn man Dir ein Fladenbrot um den Hals hängt, willst Du nicht einmal selbst abbeißen. Menschen wie Du können nur verhungern.“ Er lachte auch mit und sagte: „Manche Menschen sind eben so!“

Ich dachte darüber nach und fand, dass er gewissermaßen Recht hatte. Viele Menschen verstehen wirklich nichts von TCM. Sie verfügen über keine TCM-Grundkenntnisse. Was ich einfach finde, ist für viele unverständlich. Ich kenne noch einfachere Methoden, die jeder beherrschen kann. Ich fürchte nur, dass diese zu einfach sind und von den Menschen nicht ernst genommen werden. Viele haben eine falsche Einstellung und glauben, dass Dinge wertvoller wären, wenn sie schwierig zu verstehen sind. Tatsache jedoch ist, dass uns der Alltag bereits unbezahlbare Schätze bereitstellt.

Hier stelle ich Ihnen eine ganz einfache, alltagstaugliche Methode vor. Sie heißt „Brust- und Bauchmassage“ (Tui Fu Fa).

Tui Fu bedeutet im Chinesischen „den Bauch von oben bis unten massieren“. Massieren Sie mit Ihren Fingern, Ihren Handinnenflächen oder Ihren Fäusten von der Brustmitte aus bis unterhalb des Bauchnabels. Ist diese Methode einfach genug? Jetzt sagen bestimmt alle ja, aber ich möchte trotzdem nochmals betonen, dass diese Methode die beste Übung ist. Sie sollten sie auf keinen Fall aufgrund ihrer Einfachheit unter ihren Wert schätzen. Sonst wäre es so als ob Sie einen Schatz wirklich wie Dreck behandeln würden.

Diese Methode ist eigentlich nicht meine Erfindung. Sie existierte schon in alten Zeiten. Ich kann hier aber ein Geheimnis verraten, welches in keinem anderen Buch steht. Das Geheimnis ist, dass man für alle chronischen Krankheiten die entsprechenden Blockaden im Bauchbereich finden kann. Wenn also bei einer chronischen Krankheit lange keine Heilung eintritt, und Sie nicht mehr wissen, was Sie noch tun sollen, dann suchen sie die blockierten Punkte im Bauchbereich. Es können harte Brocken, harte Schmerzpunkte, vielleicht aber auch Wasseransammlungen oder Luftblasen sein. Sie sollten diese Stellen für eine Weile langsam massieren, bis sie verschwinden. Sie werden dann feststellen, dass dies die Krankheit langsam tatsächlich lindert, möglicherweise verschwindet sie sogar komplett.

Wenn Sie keine chronische Krankheit haben, beim Massieren aber an einer bestimmten Stelle eine Blockade spüren, sollten Sie diese unbedingt sofort freimassieren. Denn Sie ist bestimmt eine versteckte Gefahr für die Zukunft.

Wie und wann sollten Sie massieren? Am besten jeden Tag nach dem Aufstehen einmal und vor dem Schlafengehen ein zweites Mal. Wenn Sie einmal nichts zu tun haben, können Sie diese Massage auch anwenden. Manche Menschen fangen bei der Massage gleich an aufzustoßen und Blähungen abzulassen. Das ist das beste Ergebnis, denn dieses Phänomen bedeutet, dass die klare, saubere Luft hochkommt und die giftige Luft herausgelassen wird. Bei anderen wiederum ist ein Gluckern im Bauchbereich zu hören. Dieses Wasser ist das sogenannte „giftige Wasser“, das schon seit längerer Zeit im Bauch ist. Wenn Sie dieses giftige Wasser nicht rechtzeitig herauslassen, können allerlei Probleme entstehen. Ich nenne Ihnen ein paar Beispiele: Wenn das Wasser den Meridian entlang zum Kopf hinaufsteigt, bekommen Sie möglicherweise Kopfschmerzen und/oder Ihnen ist schwindelig. Bleibt das Wasser unter den Poren, entzündet sich die Haut. Begegnet das Wasser dem Leberfeuer, bildet sich viel Schleim. Wenn das Wasser auf eine gerade schwache Milz, bekommen Sie Durchfall. Nehmen Sie dies also ernst.

„Ist der Magen nicht in Harmonie ist, wird der Schlaf unruhig.“ Dieser chinesische Spruch verrät uns, dass wir keinen guten Schlaf erwarten können, wenn der Magen nicht in Ordnung ist. Manche Menschen schlafen lange Jahre schlecht. Sie haben keinen tiefen Schlaf, wachen leicht auf oder schlafen erst gar nicht ein. Manche haben immer Alpträume. Viele wiederum müssen Schlaftabletten einnehmen. Dieser Kummer ist schwer zu ertragen. Ich kann diesen Menschen nur vorschlagen, die oben genannten Übungen dauerhaft zu machen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sie sich dann schnell von den langen schlaflosen Nächten verabschieden können und so lange schlafen werden, bis die Sonne aufgeht.

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Mittwoch, 30. Juni 2010

Zhongli 1 K 2-3, Der geheimnisvolle Dreifache-Erwärmer-Meridian: Der General unserer Gesundheit

Zum Inhalt:

Welche Funktion besitzt der Dreifache Erwärmer? Er ist vergleichbar mit dem Moderator einer Hochzeit, dem Gestalter eines Abendballs, dem Vorstandsvorsitzenden eines Vereins oder einem Projektleiter. Der Dreifache Erwärmer leitet all unsere Organe, damit diese harmonisch zusammenwirken können.

Wir bezeichnen die inneren Organe oft als die „5 Vollen Organe“ (Herz, Leber, Milz, Lunge, Niere – vom Übersetzer) und die „6 Hohlorgane“. Welche sind die 6 Hohlorgane? Menschen, die keine TCM-Grundkenntnisse besitzen, können vielleicht nur 5 Hohlorgane nennen, nämlich Magen, Dickdarm, Dünndarm, Blase und Galle. Welches ist nun das 6. Hohlorgan? Das ist der Dreifache Erwärmer. Unsere 5 Hohlorgane sind wie Gefäße, die manchmal voll und manchmal leer sind, wie z. B. der Magen und der Darm. Das Organ Dreifacher Erwärmer ist wie ein großes „Gefäß“, dass alle Vollen Organe und alle Hohlorgane zusammenfasst. Die alten Chinesen teilten den Dreifachen Erwärmer in 3 Teile: oberer, mittlerer und unterer Erwärmer. Der obere Erwärmer ist für Herz und Lunge zuständig, der mittlere für Milz, Magen, Leber und Galle und der untere Erwärmer für Niere, Blase, Dünn- und Dickdarm.

Welche Funktion besitzt der Dreifache Erwärmer? Er ist vergleichbar mit dem Moderator einer Hochzeit, dem Gestalter eines Abendballs, dem Vorstandsvorsitzenden eines Vereins oder einem Projektleiter. Der Dreifache Erwärmer leitet all unsere Organe, damit diese harmonisch zusammenwirken können. Über seine Form streiten sich die Chinesen bereits seit je her. Einige Mediziner unserer heutigen Zeit versuchen ihn mit dem Lymphsystem, dem Endokrinum (Hormonhaushalt – vom Übersetzer) oder dem Mikrokreislauf-System zu vergleichen. Diese Systeme können jedoch die tatsächliche Funktion des Dreifachen Erwärmers nicht darstellen. Meiner Meinung nach müssen wir den Dreifachen Erwärmer nicht unbedingt mit einem anatomischen Organ vergleichen.

In dem Buch-Klassiker „Der gelbe Kaiser“ heißt es folgendermaßen: „Der Dreifache Erwärmer ist ein Organ, das verantwortlich für den Transport des gesamten Qis im Körper ist. Er ist wie ein Finanzminister, der Qi und Blut rational im Körper verteilt. In dem Buch „Zhong-Cang-Jin“ („Die versteckten Meridiane“ – vom Übersetzer) von Hua Tuo aus der Han-Dynastie steht ein wichtiger Absatz über den Dreifachen Erwärmer. Dadurch können wir die Wichtigkeit des Dreifachen Erwärmers erkennen. Ich übersetze diesen Absatz einmal in die moderne Sprache:
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1) Weg für den Transport der Körperflüssigkeiten
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Dies steht auch in einem anderen Buch „Ling-Shu-Jing“ („Die wunderbaren Meridiane“ – vom Übersetzer). Dreifacher-Erwärmer-Kranke haben einen aufgeblähten Bauch. Der untere Teil ihres Bauches ist sehr hart. Die Kranken können kein Wasser lassen und fühlen sich sehr unwohl dabei.
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2) Verdauung der Nahrung
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„Jiao“ heißt „verbrennen“. Beim Verbrennen „kocht“ der Körper die Nahrung (dies entspricht der Verdauung – vom Übersetzer). Die Funktion des Dreifachen Erwärmers ist sehr wichtig und sollte theoretisch bei Behandlungen große Erfolgsbeiträge leisten. In Wirklichkeit ist dies aber nicht der Fall. Der Grund hierfür ist, dass viele Mediziner den Dreifachen Erwärmer oder seine Funktion nicht genau kennen. Bisher hat kaum jemand versucht, ihn zu erforschen und genau deshalb wissen wir auch nur sehr wenig über ihn Bescheid. Wenn man ihn nicht kennt, kann man ihn natürlich auch nicht für eine Behandlung nutzen. Also kommt man gar nicht erst auf die Idee, die inneren Krankheiten mit dem Dreifachen Erwärmer zu behandeln.

Das ist auch nicht die alleinige Schuld unserer modernen Gesellschaft, denn unsere Vorfahren haben uns nicht sehr viele Beispiele zur Behandlung mit dem Dreifachen-Erwärmer-Meridian hinterlassen. Sogar allgemeine Erklärungen und Interpretationen zu diesem Thema sind selten zu finden. Der berühmte Arzt namens Sun-Yi-Kui aus der Ming-Dynastie hat ein paar Sätze über das Thema geschrieben: „Der obere Erwärmer ist verantwortlich für die Verdauung, seine Behandlungsstelle ist der Tan-Zhong-Punkt (RN17), auf dem Ren-Meridian. Der mittlere Erwärmer ist zuständig für "faul gewordene" Nahrung im Körper. Die Behandlungsstelle liegt neben dem Bauchnabel. Der untere Erwärmer hat den Zuständigkeitsbereich Urin und Stuhl. Die Behandlungsstelle liegt unterhalb des Bauchnabels.“ Unsere Vorfahren waren eher sparsam mit ihren Worten über den Dreifachen Erwärmer. Aus heutiger Sicht sind diese Sätze leer. Ich glaube aber, dass unsere Vorfahren uns ein Fenster geöffnet haben, die Landschaft dahinter müssen wir aber schon selbst anschauen. Manche Menschen können durch dieses Fenster tief in die Landschaft eintauchen, viele wollen jedoch, dass ihnen alle Details gezeigt werden: Unter den Wolken in der Ferne befindet sich ein Gebirge, vor ihm fließt ein Fluss und über den Fluss führt eine Brücke. Wenn das so ist, dann nützen selbst 2 geöffnete Fenster nichts.

Sie können sich mit der Meridianlehre eher tiefgehend oder eher oberflächlich beschäftigen, sie werden jedoch nie alle Schätze der Meridianlehre heben können. Es ist hingegen gar nicht schwer, dem roten Faden zu folgen, um an die Frucht heranzukommen. Beobachten Sie, woher die Symptome kommen und finden Sie heraus, auf welchem Meridian sie sich befinden. Sie müssen die Punkte auf dem Meridian reizen und alle Symptome werden gelindert.

Nun wieder zurück zum Dreifachen-Erwärmer-Meridian. Der Endpunkt des Dreifachen-Erwärmer-Meridians heißt Si-Zhu-Kong (SJ23). Der Punkt befindet sich dort, wo unsere Lachfalten im Augenwinkel sind. Viele Frauen haben an dieser Stelle Altersflecken. Sie können diese Flecken vermeiden und reduzieren, wenn Sie den Dreifachen-Erwärmer-Meridian oft reizen oder massieren. Dieser Meridian umkreist fast das gesamte Ohr und deshalb können wir über ihn fast alle Ohrenerkrankungen behandeln. Taubheit, Tinnitus und Ohrenschmerzen können durch das Reizen der Meridianpunkte gelindert werden. Der Meridian verläuft vom Ohr aus nach unten, führt an der Nackenseite vorbei und kreuzt im Schulterbereich den Dünndarm-Meridian. Mit dem Dreifachen-Erwärmer-Meridian und dem Dünndarm-Meridian zusammen können Sie Schulterschmerzen behandeln. Ausserdem kann der Dreifache-Erwärmer-Meridian noch andere Erkrankungen im Halsbereich wie z. B. Lymphknoten- und Schilddrüsenentzündung bekämpfen. Da der Meridian an der Schulter entlang weiter nach unten bis hin zur Armunterseite führt, kann mit seiner Hilfe auch Zervikobrachialgie behandeln werden. Der Merdian verläuft dann weiter über den Ellenbogen und am Unterarm entlang. Mit dem Dreifachen-Erwärmer-Meridian können Sie deshalb auch Ellenbogen und Arm behandeln.

Ich kenne eine Dame mittleren Alters, die plötzlich einen Tinnitus im rechten Ohr bekam, nachdem Sie mit ihrem Mann heftig gestritten hatte. Sie war so traurig, weil ihr Mann einen Seitensprung gemacht hatte. Sie hörte das Tinnitus-Geräusch Tag und Nacht und konnte gar nicht einschlafen. 3 Tage lang wurde sie mit westlicher Medizin behandelt, aber erfolglos. Ein Freund brachte sie zu mir, als Sie dröhnende Kopfschmerzen und sehr schlechte Laune hatte. Zu Beginn wollte ich den Tai-Chong-Punkt (LR3) auf dem Lebermeridian akupunktieren, um das Leberfeuer zu löschen. Ich drückte mit meinem Finger auf diesen Punkt, sie reagierte jedoch überhaupt nicht darauf. Da war mit klar, dass das Leberfeuer bereits im Kopf angelangt war. Deshalb konnte der Tai-Chong-Punkt nicht mehr helfen. Ich nahm eine Dreikantnadel, stach dreimal hintereinander in den Bai-Hui-Punkt (DU20) und es kamen 10 ml Blut heraus. Die Frau fühlte sich sofort erleichtert, aber ihr Tinnitus war noch da. Ich nahm anschließend den Schaber und schabte vom Jiao-Sun-Punkt (SJ20) über den Yi-Feng-Punkt (SJ17) bis zum Tian-You-Punkt (SJ16). Zum Vorschein kam ein dunkellila-farbener Streifen. Als ich […] den Tian-You-Punkt (SJ16) erreichte, war das Tinnitus-Geräusch plötzlich verschwunden. Dadurch können wir erkennen, dass der Dreifache-Erwärmer-Meridian der Ausgang des Leberfeuers ist. Ich kenne viele Frauen, die das Wechseljahre-Syndrom haben. Sie alle haben einen empfindlichen Dreifachen-Erwärmer-Meridian.

Außerdem hat der Dreifache-Erwärmer-Meridian noch andere überraschende Wirkungen. Zum Beispiel kann der Zhong-Zhu-Punkt (SJ3) gegen Wadenkrämpfe, der Zhi-Gou-Punkt (SJ6) gegen Rippenschmerzen durch Verrenkung, der Ye-Men-Punkt (SJ2) gegen Halsschmerzen und einen trockenen Mund helfen.

Ich erinnere mich an einen Frühlingsausflug mit 10 Freunden in einem Omnibus. Da der Weg wahrscheinlich etwas uneben war, holperte der Bus ziemlich über die Straße. Plötzlich konnte eine Mitfahrerin wegen Taillenschmerzen nicht mehr sitzen. Wir hielten sofort an und erfuhren, dass sie im Taillenbereich wegen Wirbelsäulenproblemen dreimal operiert worden war. Das alte Problem war also wieder aufgetaucht. Wir waren jedoch sehr weit von der Stadt entfernt und wussten nicht, was wir machen sollten. Alle richteten ihre Blicke auf mich. Der Raum im Wagen war aber zu klein, um behandeln zu können und eine Massage konnte man dort nicht durchführen. Ich überlegte mir ganz schnell, was als Alternative dienen könnte. Welche Meridianpunkte am Oberkörper können auch bei Problemen im Taillenbereich helfen? Mir fiel gleich ein Satz ein: „Der Dreifache Erwärmer ist ein anderer Gesandter des Yuan Qi (ursprüngliches Qi des Menschen – vom Übersetzer).“ Und ich glaubte, dass ich die Lösung gefunden hatte. Yuan Qi, also das ursprüngliche Qi, geht vom Ming-Men-Punkt (DU4) auf dem Du-Meridian aus. Der Ming-Men-Punkt befindet sich genau auf der Stelle, wo sich die Wirbelsäule im Taillenbereich befindet. Ich suchte also sofort den wichtigen Punkt Yang-Chi (SJ4) auf dem Dreifachen-Erwärmer-Meridian und machte in seiner Nähe Schmerzpunkte ausfindig. Auf ihren beiden Handrücken fand ich dann die Punkte, die ihr am meisten schmerzten und ich fing an, diese zu massieren. 5 Minuten später waren die Schmerzen verschwunden. Klar ist, dass diese Methode nur im Notfall dient und nicht den Auslöser der Krankheit beseitigen kann. An diesem Tag war diese Methode unsere Rettung, denn wir hatten somit einen sehr guten Ausflug und mussten nicht zurück.

Ich habe noch einen anderen Bekannten, der sich bei Aufregung oder Nervosität immer bedrückt fühlt. Manchmal geht ihm dies beim Lesen oder Fernsehgucken so. Manchmal fühlt er sich ganz ohne Grund schlecht, kann nicht richtig atmen, sein oberer Bauchbereich ist angespannt und im Brustbereich fühlt er sich so, als ob sein Brustkorb eingeschnürt wäre. Mehrere Untersuchungen ergaben keinerlei Ergebnisse und es schien, als ob er sich aus der Nervosität heraus alles einfach nur eingebildet habe. Einmal, als wir beide gemeinsam auf einer Party waren, haute ich ihn spielerisch mit meiner Faust an seinem Oberarm an. Er zeigte jedoch eine kummervolle schmerzhafte Miene und schrie dabei: „Hei, Kumpel, muss es denn so kräftig sein?! Machst Du Kung-Fu mit mir?!“ Dabei hatte ich eigentlich gar keine Kraft aufgewandt und auch alle anderen fanden, dass er wirklich übertrieb. Wir sahen dann aber, dass er sich nicht verstellte, sondern wirklich unter dem Schmerz litt. Ich drückte auf die Stelle, an der ich ihn angehauen hatte, und er schrie sofort vor Schmerzen. Doch kurz darauf lachte er: „Kumpel, Du bist ja wunderbar! Vorhin fühlte ich noch eine große Anspannung im Brustbereich und meine Atmung war schwerfällig. Dein Stoß hat alles gelöst. Während er das sagte, fing er an, die Stelle selbst zu massieren. In diesem Moment fiel mir auf, dass die Stelle, an der ich ihm den Schmerz zugefügt hatte, genau auf dem Dreifachen-Erwärmer-Meridian liegt. Die Stelle heißt Xiao-Luo (SJ12). Auf diese Weise konnte ich feststellen, dass seine Anspannung im Brustbereich von einer Stauung des Qi im oberen Bereich des Meridians herrührte. Das Ergebnis ist sehr erfreulich, denn meine Schuld konnte seinen Kummer lösen. Vor allem aber ich dadurch die wunderbare Wirkung des Dreifachen-Erwärmers besser kennengelernt.

Ich sammle jeden Tag neues Wissen, aber ich finde, dass viele Menschen, die ein umfangreiches Wissen besitzen, nicht denken. Ich beschäftige mich jeden Tag mit vielen verschiedenen Dingen, aber ich bekomme, auch wenn ich mir viel Mühe gebe, keine Erleuchtung. Manchmal bekomme ich aber einige unerwartete wunderbare Ideen, wenn ich halb im Traum, halb wach, halb in der Wirklichkeit und halb in der Phantasie bin. So etwas strebe ich an.
Blog-Info:
  • Eine Abbildung des Dreifachen-Erwärmer-Meridians finden Sie unter: http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/sjjtx.html.
  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".
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