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Donnerstag, 17. November 2011

Zhongli 1 K 1-10, Die angeborene Körpereigenschaft ist unwichtig. Viel wichtiger hingegen ist die Harmonie zwischen Yin und Yang

Zum Inhalt:

Unser Körper ist nicht von Anfang an in kompletter Yin-Yang-Harmonie. Entweder haben wir zu viel Yang oder zu viel Yin. Was ist besser? Eigentlich ist keines von beiden besser oder schlechter. Menschen mit zu wenig Wärme bekommen bestimmte Krankheiten und Menschen mit zu viel Wärme bekommen wiederum andere Krankheiten. Was wir dagegen tun können, ist klar: Menschen der ersten Gruppe sollten ihrem Körper mehr Wärme zuführen und Menschen der zweiten Gruppe, sollten das Feuer in ihrem Körper reduzieren. Die Yin-Yang-Harmonie, die wir mit Bemühung und Pflege unseres Körpers gewinnen, ist die Garantie für Gesundheit.

Viele meiner Freunde und Bekannten möchten immer gerne wissen, welche Körpereigenschaft sie haben (einige erklärende Informationen zum übergeordneten Thema „Yin und Yang“ finden Sie unter "Yin-Yang-Lehre/-Harmonie" in unserem Glossar – vom Übersetzer). Sie sticheln mich deshalb häufig ungeduldig damit, dass ich doch einmal einen Artikel über die Körpereigenschaften schreiben solle. Ich wollte eigentlich erst über das Thema schreiben, wenn ich genügend überlegt und ausreichend recherchiert habe, da das Thema ziemlich groß und kompliziert ist. Man kann es nicht in ein paar Sätzen beschreiben. Mir ist auch bewusst, dass das Thema die Leser verwirren kann, wenn ich es zu fachlich und ausführlich vorstelle. Das ist ähnlich wie bei der mathematischen Aufgabe 1+1 = 2, die jeder für einfach hält, aber wenn man fragt, warum das so ist, dann sieht man sich einer fast unlösbaren mathematischen Aufgabe gegenüber. Mit diesen Gedanken fange ich nun doch heute an, einen Artikel in vereinfachter Form zu schreiben, damit die Leser einen groben Einblick in das Thema „Körpereigenschaft“ gewinnen können. Denn das Erlernen der TCM ist ein langer allmählicher Vorgang. Der Lernprozess muss ebenfalls ein Prozess des Selbsterlebens sein, sonst erlernen Sie nur das Oberflächliche und nicht die Essenz der TCM.

Viele wollen wissen, welche Körpereigenschaft Sie haben. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen Test an die Hand, mit dem Sie feststellen können, welche Körpereigenschaft Sie haben. Ich ordne die Eigenschaften der TCM-Theorie entsprechend ein und nenne Ihnen auch vereinfacht nur 2 Eigenschaften, nämlich die kalte und die warme Eigenschaft, denn die Eigenschaften der Menschen sind sehr vielfältig. Wenn ich die Eigenschaften hier zu ausführlich erkläre, verwirre ich Sie vielleicht.

Kalte Eigenschaft (kein ausreichendes Yang-Qi) - Die häufigsten Indizien dafür, dass Sie diese Eigenschaft besitzen, sind: Sie haben zu wenig Feuer, sind kälteempfindlich, lieben Wärme, trinken ungerne oder lediglich gerne Heißes, haben oft Durchfall oder einen weichen Stuhlgang, Ihre Hände und Füße sind kalt, Sie sind direkt nach dem Aufstehen müde, in Herbst und Winter läuft Ihre Nase und sie haben Husten, Sie mögen gerne Ingwer und Porree, Sie essen ungerne Birne und Lotus-Wurzeln, Sie haben einen dünnen Zungenbelag und eine blasse Zunge, Ihr Körper gibt relativ viel Wasser ab (über das Schwitzen oder Wasserlassen – vom Übersetzer), Sie haben eine blasse oder gelbliche Gesichtsfarbe, Ihr Körper ist dick (aber nicht sehr fest), Sie mögen Ruhe und sind gerne allein, Ihr Puls ist relativ langsam.

Warme Eigenschaft (schwaches Yin, feurig) - Die häufigsten Indizien dafür, dass Sie diese Eigenschaft besitzen, sind: Sie mögen gerne Kälte, schwitzen viel, trinken gerne (vor allem Grünen Tee), mögen Wind und Klimaanlagen, essen gerne Eis und mögen kalte Getränke, haben einen bitteren Geschmack im Mund, Ihr Urin ist eher gelblich, Ihr Stuhl fest oder Sie haben Verstopfung, Sie haben oft Durst, Ihre Augen sind eher trocken und rot, Sie leiden an Schlaflosigkeit, Ihr Zungenbelag und Ihre Hautfarbe sind rötlich, Ihr Puls schlägt relativ schnell, Sie haben einen stärkeren Körpergeruch, Ihre Menstruation kommt häufig vorzeitig mit großer Menge und dunkler Farbe.

Genauer gesagt, gibt es jedoch wenige, die exakt zu der einen oder anderen Eigenschaft gehören. Die meisten besitzen eine Eigenschaft, die zwischen beiden liegt. Manche tendieren zur warmen und manche zur kalten Eigenschaft, andere wiederum tendieren zu einer Eigenschaft, die innerlich warm und äußerlich kalt oder oben warm und unten kalt oder sogar manchmal warm und manchmal kalt ist.

Bei einer Behandlung sollten die verschiedenen Eigenschaften als allererstes und auch genau berücksichtigt werden, die Symptome sind ihnen gegenüber eigentlich zweitrangig. Ich habe zum Beispiel einmal ein 18-jähriges Mädchen behandelt, die einen feuerroten Ausschlag im ganzen Gesicht und außerdem noch sehr hartnäckige Halsschmerzen hatte. Sie war bei vielen Ärzten und ihr wurde gesagt, dass sie zu viel Feuer habe. Daher enthielten alle Rezepte, die sie von den Ärzten bekommen hatte, Kräuter, welche eine bittere und kalte Eigenschaft besitzen und ihr Feuer austreiben können. Sie hatte also verschiedene mittels dieser Rezepte gekochte TCM-Kräutersuppen eingenommen, Suppen gegen Leberfeuer, Herzfeuer, Lungen- und Magenfeuer, Herz- und Magenfeuer, Magen- und Nierenfeuer und gegen Feuer und Entgiftung. Ich stellte fest, dass ihr Puls nur 64 Mal pro Minute schlug und ihre Zungenfarbe sehr hell und blass war, sie hatte eine typische kalte Eigenschaft. Ich fragte sie auch nach ihren Essgewohnheiten und fand heraus, dass sie am liebsten Ingwer aß, ungern trank und vor allem keine kalten Getränke mochte. Außerdem fror sie sehr häufig. Ich verschrieb ihr daher eine fertige Chinesische Medizin, die eine warme Eigenschaft hatte. Sie heißt Fu-Zi-Li-Zhong-Wan und ist speziell gegen Magenkälte. Das Mädchen sollte hiervon eine Woche lang 3 x 2 Kügelchen am Tag einnehmen. Als die 1 Woche vergangen war, erzählte mir die 18-jährige, dass diese Kügelchen ganz lecker seien, sowohl süß als auch scharf (für mich und andere ist diese Medizin eigentlich schwer runterzuschlucken) und sich ihre Halsschmerzen auch gebessert hätten. Außerdem fühle sie auch eine angenehme Wärme im Bauch, auch ihr Ausschlag sei deutlich weniger geworden.

Kann bei einer Behandlung die Körpereigenschaft des Patienten festgestellt werden, dann kann man auch die Wurzel der Krankheit herausfinden. Bei kalter Eigenschaft können sich beim Kranken zwar auch warme Symptome zeigen, diese sind aber nicht wirklich der warmen Eigenschaft zuzuordnen. Sie sind kein Zeichen dafür, dass der Kranke zu viel Yang-Qi hat. Bei der Behandlung sollten Sie keinesfalls Kräuter verwenden, die eine zu kalte Eigenschaft besitzen. In diesem Fall sollten Sie sie möglichst wenig bis gar nicht und stattdessen Kräuter mit warmer Eigenschaft verwenden. Menschen mit warmer Eigenschaft sind auch manchmal erkältet und frieren, aber sie sollten nicht zu viele Kräuter mit warmer Eigenschaft zu sich nehmen. Dieser Typ Mensch braucht nur ein wenig Medizin, welche die äußere Kälte wegnimmt, denn sie können im Vergleich zum „kalten Typ“ die äußere Kälte viel besser mit ihrem eigenen inneren Feuer austreiben. Wenn ein Patient mit kalter Eigenschaft und warmen Symptomen mit Anti-Feuer-Kräutern behandelt wird, dann rauben ihm die eingenommenen Kräuter seine restliche Wärme (Yang-Qi – vom Übersetzer). Und wenn ein Patient mit warmer Eigenschaft und kalten Symptomen mit wärmeergänzenden Kräutern behandelt wird, dann ist dies, wie wenn wir zusätzliches Holz ins Feuer werfen. Auf diese Weise können wir nie eine Harmonie herstellen.

Die Körpereigenschaft ist wie der Charakter, beide sind schwierig zu ändern. Unter der Eigenschaft mit einem schwachen Yang ist zu verstehen, dass derjenige zu viel Kälte im Körper hat, unter der Eigenschaft mit einem schwachen Yin, dass derjenige zu viel Wärme besitzt. Menschen der ersten Gruppe können zwar nach dem Sport oder durch eine andere Art der Wärmezufuhr an Yang-Qi gewinnen und hören damit auf zu frieren, haben aber innerlich immer noch die gleiche angeborene Eigenschaft. Sobald sie keinen Sport mehr treiben oder sich erkälten, taucht diese Eigenschaft sofort wieder auf. Daher ist ein ununterbrochenes Training oder eine Wärmeergänzung für diese Menschen sehr gut. Menschen der zweiten Gruppe können durch eine Krankheit oder eine schlechte Umgebung an Yang-Qi verlieren und fangen an zu frieren, ihr Körper selbst hat jedoch immer noch ausreichend Yang-Qi. Diese Patienten sollten daher wärmespendende Kräuter einnehmen, natürlich in angemessenem Maße.

Unser Körper ist nicht von Anfang an in kompletter Yin-Yang-Harmonie. Entweder haben wir zu viel Yang oder zu viel Yin. Was ist besser? Eigentlich ist keines von beiden besser oder schlechter. Menschen mit zu wenig Wärme bekommen bestimmte Krankheiten und Menschen mit zu viel Wärme bekommen wiederum andere Krankheiten. Was wir dagegen tun können, ist klar: Menschen der ersten Gruppe sollten ihrem Körper mehr Wärme zuführen und Menschen der zweiten Gruppe, sollten das Feuer in ihrem Körper reduzieren. Die Yin-Yang-Harmonie, die wir mit Bemühung und Pflege unseres Körpers gewinnen, ist die Garantie für Gesundheit.

Ich habe hier sehr viel geschrieben und denke, es ist gut, wenn sie alles verstanden haben, es macht aber auch nichts aus, wenn sie noch nicht alles verstehen, da das Erlernen der TCM ein Prozess ist, der ohne die Schritte „Kennenlernen – Mitdenken – Verstehen“ nicht auskommt.
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Blog-Info:
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Montag, 5. September 2011

Luan K 4-3, Sojamilch stärkt die Nieren

Zum Inhalt:


Sojamilch kann uns helfen, gesünder zu leben. Sie sollten jedoch wissen, wie man sie am besten zubereitet.


Dem Buch „I Ging“ (in chinesischem Pinyin „Yi Jing", deutscher Buchtitel „Buch der Wandlungen“ – vom Übersetzer) zufolge, hat Sojamilch die Kan-Gua-Eigenschaft. Da auch die Nieren der Kan-Gua-Eigenschaft zugeordnet werden, kann Sojamilch unsere Nieren sehr gut stärken. Im chinesischen Volksmund heißt es, dass die Sojamilch von Fürst Liu An aus der Han-Dynastie erfunden wurde. Einmal war seine Mutter, die Kaiserin Dou, krank. Deshalb reiste Liu An, als das Goldstück seiner Mutter, schnell zu ihr und begleitete sie Tag und Nacht. In der damaligen Zeit bereitete er die Sojamilch für seine Mutter noch aus frisch eingeweichten Sojabohnen zu. Bereits kurz darauf ging es ihr schon viel besser. So war es, dass sich die Sojamilch allmählich im ganzen Land verbreitete.
Sojamilch war damals also der große Beitrag eines Kindes zur Gesundheit seiner innig geliebten Mutter.


Die Sojamilch hat eine milde Eigenschaft und schmeckt leicht süß. Laut dem Buch „Ben Cao Gang Mu“ (wörtliche Übersetzung des Titels: „Das große Lexikon aller Kräuter“; ein in China sehr bekanntes Buch – vom Übersetzer) kann Sojamilch unserem Körper Wasser entziehen, Luft aus ihm heraus treiben, Sommergrippe lindern und den Körper entgiften.
Gerade ältere Menschen sollten regelmäßig Sojamilch trinken. Täglich ein Glas Sojamilch kann dazu beitragen, Osteriopose und Verstopfung zu vermeiden. Auch Frauen sollten jeden Tag ein Glas Sojamilch trinken. Sie können so dem Krebs vorbeugen, die Alterung ihrer Haut verlangsamen und ihre Schönheit länger erhalten.
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Sojamilch kann Ihnen jedoch nur Gesundheit spenden, wenn Sie wissen, wie man sie am besten zubereitet.


Wenn Sie regelmäßig Sojamilch trinken, sollten Sie sich am besten ein Gerät für die Zubereitung kaufen und die Milch selbst machen. Es ist nicht empfehlenswert, verschiedene Bohnenarten miteinander zu vermischen, verwenden Sie lediglich die Sojabohne für die Herstellung der Milch. Denn jede Bohnenart hat eine andere Wirkung. Wenn Sie verschiedene Bohnen miteinander vermischen, beeinflussen diese sich möglicherweise gegenseitig auf negative Weise. Es ist unwichtig, ob die Milch dicker oder dünner ist. Sie können sie ganz nach Ihrem Geschmack zubereiten.


Mengen Sie der Sojamilch am besten keinen Zucker bei. Wenn Sie jedoch ungesüßte Sojamilch nicht mögen, können Sie stattdessen auch einen Reisbrei mit frischer Sojamilch machen. Geben Sie hierzu gewaschene Reiskörner und Sojamilch in einen Topf und lassen Sie die Milch auf großer Flamme kochen bis es sprudelt. Drehen Sie dann die Flamme herunter und lassen Sie die Milch weiterkochen bis der Reis gar ist. Wenn nicht mehr genügend Sojamilch übrig ist, können Sie auch ein bisschen Wasser dazugeben. Rühren Sie den Brei ab und zu um, damit er nicht anbrennt.


Der Brei aus Sojamilch und Reis hat einen überraschend guten Geschmack. Das cremige Gefühl im Mund werden Sie so schnell nicht vergessen.


Da wir gerade von Sojamilch sprechen, möchte ich auch gleich noch die anderen Sojabohnenprodukte erwähnen wie zum Beispiel Tofu. Tofu ist anders als Sojamilch, denn um aus Sojamilch Tofu machen zu können, muss eine Salzlauge beigemengt werden, welche allerdings nicht besonders gut für den Magen ist. Sojamilch hingegen kann jeder trinken, aber diejenigen, die Magenprobleme haben, sollten nicht zu viel Tofu essen.
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Übersetzung von DD und PE, Artikel aus Buch: "Gesund bleiben mit der chinesischen Weisheit aus 'I Ging' ", Autorin: Luan Jia Qin
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Blog-Info:




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Montag, 13. Dezember 2010

Zhongli 1 K 3-8, Die Schönheit fängt mit dem Fünf-Farben-Brei an

Zum Inhalt:

Der Fünf-Farben-Brei ist der einfachste, günstigste und effektivste Weg zur Schönheitspflege. Laozi sagte, der wirkliche Sinn liegt im Zufall. Anscheinend ist die Lösung tatsächlich in unserem Alltag zu finden. Wenn wir bodenständig sind, unseren Alltag wahrnehmen und richtig leben, finden wir ganz sicher den Weg zur Schönheit.

Immer mehr Frauen bitten mich um Schönheitstipps. Ich bin oft sprachlos und weiß nicht, was ich Ihnen antworten soll. Das Schaben, das ich immer wieder empfehle, finden viele furchtbar. Mit der Akupressur haben viele Probleme, da sie die Akupunkturpunkte nicht genau finden. Die Wirkung der Fußreflexzonenmassage erscheint vielen zu langsam. Ich habe das Gefühl, dass ich diesen Menschen nicht mehr weiterhelfen kann. In der Vergangenheit habe ich das Thema Schönheit nicht wirklich ernst genommen und mich deshalb auch nicht genauer damit befasst. Mir fehlt die nachgewiesene Methode. Ich merke jetzt, dass 9 von 10 Frauen immer wieder das Thema Schönheit ansprechen. Die Schönheit ist für Frauen das Leben. Und dabei übertreibe ich nicht einmal.

Interessant ist, dass Dinge auftauchen, sobald man über sie nachdenkt.

Ich erinnere mich an eine Freundin von uns, mit der ich lange keinen Kontakt hatte. Sie ist eine TV-Moderatorin. Als ich sie kennenlernte, war sie schon über 40 Jahre alt. Ich hielt sie aber für eine junge Frau Anfang 20. Das hätte sehr peinlich werden können. Sie sah deshalb so jung aus, weil ihre Haut sehr straff und fein und ihre Haare dunkel und glanzvoll waren. Ich fragte sie, ob sie verheiratet sei und es stellte sich heraus, dass ihr Kind bereits auf dem Gymnasium war. Ich machte grosse Augen. Sie besuchte mich, um von mir Ratschläge für ihre Gesundheit einzuholen. Ich glaubte aber in diesem Moment, dass ich eher sehr viel von Ihr lernen konnte. Sie meinte, das sei ganz einfach: Man solle viel schlafen, singen und Fleisch essen. Punkt. Ich glaubte aber nicht, dass es so einfach sei. Ich bohrte also weiter und sie sagte letztendlich: „Sie sind so bescheiden und herzlich, also verrate ich Ihnen mein eigenes Rezept“, und so verriet sie mir ihr Geheimnis: Ein Fünf-Farben-Schönheitsbrei (Sojabohnen, Mungbohnen, rote Bohnen, schwarze Bohnen und lila-farbener Reis). Als ich hörte, dass die Zutaten so alltäglich waren, nahm ich es nicht besonders ernst und vergaß die Sache gleich wieder. Jetzt, da ich mich mit dem Thema Schönheitspflege auseinandersetze, fange ich an, mehr über diesen Brei in Erfahrung zu bringen.

Sojabohnen: leicht süß, mild; wirkt in Milz-, Lungen- und Dickdarmmeridian; stärkt Qi und Milz, beseitigt Qi-Stauungen, fördert außerdem die Blutproduktion und Blasenentleerung, hilft bei Ödemen.

Mungbohnen: leicht süß; kühle Eigenschaft; wirkt in Herz-und Magenmeridian; gut gegen Glut und Lebensmittelvergiftung, fördert die Blasenentleerung, hilft bei Ödemen, regt den Appetit an.

Schwarze Bohnen: leicht süß, mild; wirkt in Milz- und Magenmeridian; pflegt das Yin, fördert die Blutproduktion, gut für den Kreislauf, sorgt für gesunde Haare, hilft bei Erkältung und Lebensmittelvergiftung.

Rote Bohnen (klein): leicht süß, sauer (pH), mild; wirkt in Milz-, Leber- und Gallenmeridian; fördert die Blutproduktion und Blasenentleerung, hilft bei Ödemen, stärkt die Milz. In einem alten alten Buch „Eigenschaften aller essbaren Pflanzen“ steht: „Fördert das Abklingen von Ödemen und hilft, bei regelmäßigem und dauerhaftem Verzehr, das Körpergewicht zu reduzieren.

Lila-farbener Reis: leicht süß, warme Eigenschaft; wirkt in Herz-, Milz- und Nierenmeridian; beruhigt, stärkt die Milz und fördert die Blutproduktion.

Zusammenfassend kann man sagen, dass das „Bohnen-Reis-Rezept“ für alle inneren Organe gut ist. Es kombiniert kühle und warme Eigenschaften und ist aus diesem Grunde weder zu kalt noch zu heiß für den Körper, also sehr ausgeglichen. Man kann es wirklich als ein tolles Rezept für Schönheit und ein langes Leben betrachten. Ich fragte die Frau nach der Herkunft des Rezeptes und sie sagte, sie habe es selbst nach dem Zufallsprinzip zusammengestellt.

Als letztes stelle ich Ihnen ein wunderbares Getränk aus dem Buch „Seltsame Rezepte – seltsame Wirkungen“ vor: 500 g frischer Ingwer, 250 g Datteln, 100 g Salz, 150 g Lakritze, 25 Nelkenblätter, 25 g Adlerholzpulver, 500 g Fenchel. Alles zermahlen und gründlich durchmischen. Jeden Tag 3 Tassen Tee mit dieser Mischung trinken. Glauben Sie mir, dieser Tee ist fantastisch und macht Sie schöner und schöner.


P.S.: Die Zubereitung des Fünf-Farben-Breis (von DD)

Weichen Sie zunächst alle Bohnen in einer Schüssel mit Wasser über mehrere Stunden ein. Geben Sie anschließend Wasser und Bohnen in einen Topf und bringen Sie alles zum Kochen. Sobald das Wasser zu sprudeln anfängt, lassen Sie die Bohnen auf niedriger Flamme ca. 60 - 90 Minuten lang weiterkochen bis sie mehlig und weich sind. Am besten geben Sie etwas Klebreis oder Milchreis hinzu, damit der Brei cremiger wird. Zum Servieren können Sie auch ein bißchen Zucker oder Salz hinzufügen.

Meine persönliche Erfahrung mit dem Kochen und Essen des Breis: Das Kochen gestaltet sich sehr einfach. Wenn das Wasser erst einmal sprudelt und die Bohnen auf niedriger Flamme weiterkochen, können Sie sich in Ruhe Ihren sonstigen Tätigkeiten widmen. Ich esse diesen Brei jeden Tag zum Frühstück und er schmeckt mir sehr gut. Andere interessante Erfahrungen machen Sie dann selbst. :-))

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Dienstag, 2. November 2010

Zhongli 1 K 4-13, Abnehmen soll eine erfreuliche und einfache Angelegenheit sein

Viele Menschen leiden jeden Tag unter ihrem Übergewicht, sind sehr oft verunsichert oder haben Minderwertigkeitskomplexe. Sie sind unter Menschen sehr schweigsam oder machen sich über sich selbst lustig. Ich finde es wirklich schade, dass allein ihr Gewicht und ihre Figur diese Menschen und ihr Leben so stark beeinflussen können, und zwar von der Ehe, über die Arbeit bis zur Familie oder sogar ihr gesamtes Schicksal. Vor allem nimmt ihnen ihr Übergewicht ihre Lebensfreude, das Glück, die Chancen und Erfolge, die jeder Mensch haben könnte. Mit diesem Artikel würde ich gerne den Menschen, die Übergewicht haben, eine ganz neue Lebenseinstellung und Lebensart vermitteln, mit der sie diesen psychischen Druck beseitigen und Selbstvertrauen und Schönheit zurückgewinnen können, die eigentlich uns allen gehören.
Warum wird man dick? Dafür gibt es viele Gründe, man kann zum Beispiel genetisch so veranlagt sein oder auch bestimmte Lebens- und Essgewohnheiten haben. Auch könnte es an Gesundheitsproblemen (sowohl körperlichen als auch psychischen) usw. liegen. Aber eine Parallele haben alle: nämlich schlechtes Absorbieren von Nährstoffen und ein schlechte Verdauung.

Sie denken bestimmt, dass ich mich hier vertippt habe: An der Stelle „schlecht“ müsste „gut“ stehen. Aber ich habe mich nicht vertippt, ich meine wirklich „schlecht“. Denn alle sind davon überzeugt, dass Übergewicht durch ein gutes Absorbieren von Nährstoffen kommt und der Überschuss an absorbierten Nährstoffen im Körper bleibt. Diese falsche Annahme führt dazu, dass wir beim Abnehmen keinen Erfolg haben. Manche sagen: „Ich habe einen besonders guten Appetit. Ich esse alles, werde aber nie richtig satt. Kann man deshalb behaupten, dass ich eine schwache Milz und einen schwachen Magen habe?“

In der TCM gibt es dafür einen Fachausdruck: „Starker Magen, schwache Milz“. Die Bedeutung ist eindeutig: Man kann essen, aber nicht verdauen. Der Magen nimmt die Nahrung an, die Milz transportiert und verdaut. Bei der Verdauung bringt die Milz die Nährstoffe zu allen Stellen des Körpers und bildet daraus Qi und Blut. Manchmal essen wir viel, aber die Milz arbeitet nicht gut genug. Das Essen kann sich nicht in die feinen Nährstoffe zersetzen. Das ist wie in einer Fabrik. Man hat sehr viele Rohstoffe gekauft, aber die Maschinen sind zu schlecht und produzieren entweder halbfertige Sachen oder qualitativ schlechte Sachen, die man nicht gebrauchen kann. Wenn man meint, dass das Übergewicht die gut absorbierten und übriggebliebenen Nährstoffe sind, ist das einfach falsch. Es ist nur ein Haufen von minderwertigen Produkten. Wenn der Körper Energie braucht, ist dieser Haufen kein Vorrat dafür, denn der Haufen kann nicht mehr in Qi und Blut umgewandelt und dem Körper zur Verfügung gestellt werden. Ganz im Gegenteil: Sie stehen der Produktion neuen Qis und Blutes im Weg.

Wieder ziehen wir das Beispiel mit der Fabrik heran: das Lager ist eigentlich für fertige, qualitativ gute Produkte gedacht. Nehmen wir einmal an, dass es mit halbfertigen und schlechten Produkten gefüllt ist. Diese Produkte werden nie Profit bringen, besetzen aber jahrelang das Lager, sodass die hochwertigen Produkte nicht als Vorrat gelagert werden. Der Körper ist genauso. Die unnütze überschüssige Masse besetzt die Stellen für normale Muskeln. Viele Giftstoffe und altes Blut besetzen diesen Platz, sodass kein frisches Qi und Blut entstehen kann. Daher ist es beim Abnehmen das Ziel, altes Blut loszuwerden und neues Blut zu produzieren.

Die traditionellen Methoden für das Abnehmen sind nach dem Prinzip entwickelt, Energieaufnahme zu reduzieren und Energiefreisetzung zu fördern. Man glaubt, dass man abnimmt, wenn mehr Energie freigesetzt als aufgenommen wird. Es hört sich logisch an, aber dabei übersieht man einen entscheidenden Punkt: Wie wird der Überschuss an Fett zersetzt und vom Körper hinausbefördert? Es wird nämlich sehr viel Energie und Blut benötigt, um das Fett in seine kleinsten Bestandteile zu zersetzen, die durch das Blut transportiert werden können. Genau wie das Beispiel vorhin mit der Fabrik: Die Kosten für eine Fabrik sind sehr hoch, sie benötigt viel Manpower und Material, um die halbfertigen und schlechten Produkte zu sortieren, und zu transportieren. Manche müssen weggeworfen werden, andere können wiederum recycelt werden. Nur so kann das Lager freigeräumt werden, damit eine Lagerung der neuen, qualitativ hochwertigen Produkte möglich ist. Ohne großes Kapital ist dieser Vorgang gar nicht denkbar. Das heißt, man benötigt Energie (Kapital), um den Überschuss beseitigen zu können. Woher holt sich der Körper die Energie? Natürlich aus der Nahrung. Wenn man zum Abnehmen eine Diät macht und mit der aufgenommenen Energie nur den normalen Tagesbedarf deckt, wann hat der Körper dann einmal ausreichend Energie, um den Überschuss abtransportieren zu können? Manche Leute sagen, sie haben eine Zeit lang gehungert und ihr Gewicht hat sich tatsächlich reduziert. Der Körper aber ist nicht mehr so fest, die Haut hat viele Falten und man fühlt sich schwächer. Das ist doch klar: Der Körper zersetzt den Qi- und Blutvorrat, der sowieso nicht ausreichend war. (…) Der wirkliche, unnütze Überschuss wurde dabei gar nicht beseitigt. Das Ergebnis davon ist, dass das Gewicht schnell wieder zurückkommt. Man wird sogar noch dicker als zuvor.

Sind Muskeln wirklich so wichtig? Natürlich. Die Muskeln sind sozusagen ein Energielager, in dem der Körper sein Qi und Blut speichert, verteilt und reguliert. Wenn man ständig mit Hungern abnimmt, wird das Lager abgerissen und dessen Inhalt für den Energiebedarf der inneren Organe mitgenommen. Wo bleibt noch Raum für Qi und Blut, die die Gesundheit in Stand halten? Je kleiner der Raum, desto niedriger ist die Speicherkapazität. Eine Gewichtszunahme ist also eigentlich vorprogrammiert. Wir müssen daher unsere Energielager, nämlich die Muskeln, schätzen und schützen, wenn wir langfristig Gesundheit und eine tolle Figur haben wollen.

Es gibt noch einen schlimmeren Fall: Durch die Einnahme mancher Diätprodukte wird der Stoffwechsel extrem beschleunigt und der Körper wird schnell mager. Das ist wie als ob der Fabrikbesitzer seine schlechten Produkte loswerden will und dabei auch noch die ganze Fabrik verliert. Diese Methode zum Abnehmen verursacht oft funktionale Probleme der Schilddrüse, schadet auch dem Herzmuskel und führt manchmal sogar zu einer Ermattung der Niere.
Manche wiederum leiden an Essstörungen, da sie fürchterliche Angst vor Übergewicht haben. Die Nebenwirkungen der Magersucht sind gefährlich und manchmal tödlich.
Wir wissen nun, warum man dick wird. Die nächste Frage ist: Wie sieht der Abnahmeplan aus? Ich kann Ihnen allen sagen: Dieser Vorgang kann einfach und erfreulich sein.

1. Wir sollten Nahrungsmittel auswählen und essen, die uns schnell Qi und Blut geben können, unser Gewicht aber nicht beeinflussen, also Nahrung, die die Milz stärkt und schnell Blut produziert. Welche Lebensmittel sind das? Yamswurzeln, Hiobstränensamen und Stachelseerosen! Dies sind die 3 Besten für diesen Zweck und sollten nicht unterschätzt werden. Außerdem können Sie auch Rindfleisch, Lammfleisch, Garnelen, Meeresfrüchte und Eier bedenkenlos essen. Wenn Sie nie genug vom Fleisch kriegen können, dann essen Sie ruhig, soviel Sie können. Ihr Körper braucht dringend die Nährstoffe aus dem Fleisch, um Ihr Qi und Blut zu stärken. Sie müssen nur nach dem Essen ein Weißdorngelee-Kügelchen einnehmen, welches bei der Verdauung des Fleisches große Hilfe leisten kann. Wenn Qi und Blut ausreichend ergänzt werden, verschwindet das übermäßige Verlangen nach Fleisch. Bei Gemüse, Obst, allen möglichen Bohnen- und Nusssorten brauchen Sie sowieso keine Angst zu haben. Die folgenden 3 Lebensmittel sind zum Abnehmen besonders zu empfehlen:

Weißer Rettich – befördert die Gase aus dem Körper
Wachskürbis – befördert das Urin heraus
Datteln – helfen beim Stuhlgang und sind außerdem gut für die Blutproduktion

Lebensmittel aus Reis und Weizenmehl sollten Sie wenig oder gar nicht einnehmen. Schweinefleisch, fette Enten, Süßwasserfisch sollten Sie vermeiden. Kuchen, Süßigkeiten und Eis sollten Sie eher gar nicht essen. Bei manchen Lebensmitteln kommt es auf die Person an. Zum Beispiel ist Milch für Menschen mit Blähungen nicht zu empfehlen. Krebs sollten Menschen mit einer kalten Mageneigenschaft nicht essen. Wenn Sie hungrig sind und sich schwach fühlen, sollten Sie keinen Zucker essen. Der Körper braucht Energie und Blut, nicht Zucker. Die Nahrungsmittel aus Getreide sind Synonyme des Zuckers, daher sollten Sie vorsichtig damit sein. Sie könnten Nüsse, Obst, Datteln und Rindfleisch essen. Diese sind besser als Getreideprodukte. Mithilfe dieser Methode zum Abnehmen werden Sie bestimmt viel glücklicher und müssen nicht ständig auf alles aufpassen und darunter leiden. Ihr Qi und Blut werden allmählich mehr und ihre Energie wird sehr schnell gestärkt. Zu Beginn der Abnehmphase wird sich Ihr Gewicht nicht so stark reduzieren, es könnte sogar ein bisschen steigen. Sie sollten nicht enttäuscht sein, wenn Sie die Zahl auf der Waage sehen. Die Kilos, die hinzukommen, entstehen durch die Verdichtung in der Muskulatur und die Zunahme an Qi und Blut. Ihr Gewicht ist zwar höher, aber die anderen finden sie schlanker. Sie können sich dann selbst gratulieren.

2. Sie leben auf diese Art eine Zeit lang weiter. Wenn Sie genug Energie gesammelt haben, wird diese Energie in wundersamer Weise wirken: Sie fängt an, den Überschuss an Fett zu bekämpfen. Ab jetzt können Sie zusätzlich etwas tun: Massieren Sie Ihren Milzmeridian am Schienbein und Sie werden feststellen, dass die Punkte auf diesem Meridian besonders empfindlich sind.

Oft hat man keine Geduld und will sofortige Erfolge sehen. Daher sucht man am Anfang oft nach Diätprodukten, welche jedoch oft zu häufigeren Toilettengängen und einem aktiveren Kreislauf führen. Ich würde empfehlen, dass Sie, während Sie solche Produkte einnehmen, auch andere fertige TCM-Arzneimittel zusätzlich einnehmen, zum Beispiel Shi-Quan-Da-Bu-Wan und Bu-Zhong-Yi-Qi-Wan (fertige Kügelchen zur Stärkung des Qis). So wird der Durchfall der Milz und dem Magen nicht schaden, und Sie haben einerseits Gewicht verloren und andererseits Energie gewonnen. Insgesamt stellen Sie also einen positiven Kreislauf her.

Ein erfolgreicher Abnehmprozess ist für Übergewichtige ein Erlebnis, so wie für eine Raupe die Entwicklung zum Schmetterling das Höchste ist.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und noch mehr wünsche ich Ihnen ein leichtes, fröhliches Leben.

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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Chinesische Bocksdornfrüchte für Blut und Augen

Populärer auch bei uns in der westlichen Welt werden jetzt chinesische Bocksdornfrüchte. Wichtig, dass es die chinesischen sind, europäische Bocksdornfrüchte sind giftig.

Sie sehen aus wie zu klein geratene Rosinen mit einer kräftigen roten Farbe. Ihr Geschmack ist leicht süß. Nach der chinesischen Medizin nähren sie das Blut, das besonders für Frauen wichtig ist. Natürlich profitieren auch Männer davon. Sie stärken unter anderem die Nieren, die so wichtig sind für unsere Ursprungsenergie. Außerdem sind sie gut für das Augenlicht.

Ihr Zubereitung ist ganz einfach und lecker. Medizin muss also nicht immer bitter schmecken. Wenn es schnell gehen muss, koche ich sie einfach in Reis mit. Das sieht in dem weißen Reis mit den roten Sprenkeln sogar gut aus. Sie lassen sich auch lecker in Hühner- oder Rinderbrühe mitkochen.

Wer etwas besonderes für den Blutaufbau und die Augen tun will, macht eine kleine Kur. Dazu nimmt man einen Esslöffel chinesische Bocksdornfrüchte, überbrüht sie mit einem viertel Liter Wasser und lässt das Getränk zehn Minuten stehen. Fertig! Am besten wiederholt man diese Prozedur drei Mal am Tag einen Monat lang.

Es gibt sie noch unter vielen weiteren Namen, etwa lateinisch Fructus Lycii oder chinesisch Gou Qi Zi. In einem US-amerikanischen Naturkostladen habe ich sie auch unter den Bezeichnung Goji-Berries gesehen. In Deutschland sind die Früchte in Asia-Läden oder in Apotheken mit einer Abteilung für chinesische Kräuter zu finden.



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Mittwoch, 7. Januar 2009

TCM-Ernährungskalender: Den Jahreszeiten angepasst gesund essen

Nach den Feiertagen ist es wieder so weit: Nicht nur der Hosenbund, auch das schlechte Gewissen drückt nach all der Völlerei.

Auf der Hitliste der Vorsätze für das neue Jahr immer ganz oben: eine gesündere Lebensweise. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) setzt seit Jahrtausenden auf Nahrungsmittel, um die Gesundheit zu erhalten oder wiederherzustellen. Ein mit Hilfe einer TCM-Expertin erstellter Ernährungskalender kann helfen, 2009 zu einem rundum gesunden Jahr werden zu lassen.

"Wer nicht den Jahreszeiten angepasst isst, führt seinem Körper Nahrung zu, die dieser nicht verträgt", befindet die aus China stammende TCM-Expertin Wen Shi Chun aus Wien. "So riskiert man Krankheiten", sagte sie in einem APA-Gespräch. Suche man Lebensmittel aber mit Bedacht aus, "erzielen sie Wirkungen wie Krankheitsvorbeugung und -behandlung, Immunsystemstärkung, Anti-Aging und allgemein eine Verbesserung des Wohlbefindens".

Die ganzheitlich angelegte TCM-Ernährungstheorie beachte nicht nur den einzelnen Menschen, sondern auch seine Umwelt und Faktoren wie das Klima. "Nachdem ich seit langem in Österreich lebe, habe ich einen Ernährungskalender speziell für die hiesigen Verhältnisse erstellt, der auf die Stärkung von Blut, Qi, Yin, Yang und der Organe abzielt", so Wen Shi Chun.

JANUAR: Das gesundheitliche Hauptproblem im ersten Monat des Jahres ist aus der Sicht der TCM ein Magen-Milz-Qi-Stau. Das sei, wenig überraschend, "auf das Festessen mit fettigen und süßen Speisen und großen Fleischmengen" zurückzuführen, dozierte Wen Shi Chun.
Neben leicht verdaulichem Essen sei es jetzt wichtig, wegen der Kälte die Nieren und die Magen-Yang-Energie zu stärken. Im Jänner sollten Maroni, Bohnen, Tofu, Sojaprodukte, Radieschen, Süßkartoffeln, Mandarinen, rote Datteln, Yamswurzel, Karotten und Weißdorn auf dem Speiseplan stehen. "In der kalten Winterjahreszeit nehmen außerdem Herzerkrankungen zu. Weißdorn, Buchweizen, Weizen, Mais, weiße Morcheln, Pinienkerne, Walnüsse, Honig und Äpfel stärken das Herz", empfahl die Expertin.

Im FEBRUAR lautet der TCM-Tipp "Hühnerfleisch". "Die Eigenschaften des Huhns sind vielfältig: Es stärkt Milz, Nieren, Lunge und das Immunsystem, wärmt den Körper und baut Muskeln auf. Außerdem befeuchtet und verschönert Hühnerfleisch die Haut", weiß Expertin Wen Shi Chun.

"Wegen der Kälte ist die Krankheitsanfälligkeit im Februar sehr hoch. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf Qi-Aufbau, um das Immunsystem zu stärken." Empfohlene Lebensmittel in diesem Monat sind außerdem Rindfleisch, Ginseng, Ingwer, rote Datteln, Fisolen, Yamswurzel, Klebereis, Honig, Walnüsse, Bärlauch, Sesam, Garnelen, Shrimps und Eier.

Der MÄRZ ist der Monat der Süßkartoffel - einem chinesischen Sprichwort zufolge eine "Frucht für ein langes Leben". "Jetzt ist die Zeit des Wetterübergangs, wo sich Kälte und Wärme vermischen. Es kommt vermehrt zu Atemwegproblemen und Allergiesymptomen", sagte die TCM-Fachfrau. Lungen- und Nieren-Milz-Qi gehörten aufgebaut. "Diese drei Organe sind wesentlich für das Immunsystem." In die Ernährung aufgenommen werden sollten neben der Süßkartoffel die Glockenwindenwurzel und die Astragaluswurzel sowie die weniger ausgefallen anmutenden Komponenten Milch, Eier, Hühnerfleisch, Champignons, Pilze, Morcheln, Zwiebeln, Knoblauch, Brokkoli, Erbsen, Kiwi und Orangen.

Für APRIL rät die TCM-Expertin besonders zu Bocksdorn (Goji Beeren), der Leber und Nieren schütze. "Dieser Monat ist nach der chinesischen Medizin die Zeit, wo das Organ Leber am meisten betroffen ist. Sie ist eng mit den Augen verbunden, daher leiden jetzt so viele Menschen unter juckenden, tränenden, brennenden und roten Augen." Bei der Ernährung solle auf die Leber stärkende Lebensmittel geachtet werden, wie Schweineleber, Hühnerleber, Chrysantheme, Paradeiser, Sellerie, Karotten, Tofu, Champignons, Birnen, Honig, Kandiszucker, Zwetschken, Pilze, Bambus, Entenfleisch und Fisch.

Der Gesundheitstipp im MAI lautet "Karotte". "Sie liefert nicht nur eine Fülle an Vitaminen, sondern stärkt Leber, Magen und Milz und ist eine großartige Unterstützung für das Immunsystem und eine Hilfe gegen Allergien. Ich empfehle, sie nicht roh zu essen, sondern im Wok zuzubereiten oder als Suppenbeilage. So wird sie besser vom Körper vertragen." Auch andere vitaminreiche Lebensmittel wie Chinakohl, Brokkoli, Paradeiser, Gurken, Orangen, Zitronen, Kiwi, Feigen, Bananen, Sesam, Kohl, Karfiol und Spinat sollen jetzt vermehrt verzehrt werden.

"Im JUNI wird es langsam heiß, die Yang-Energie im Körper beginnt zu steigen, der Kreislauf wird stärker beansprucht", sagte TCM-Expertin Wen Shi Chun. "Die Hauptaufgabe der Ernährung ist jetzt der Yin-Yang-Ausgleich im Körper und die Regulation des Kreislaufs, um Herz-Krankheiten vorzubeugen." Vorzüglich geeignet sei dafür grüner Tee, der Yin-Energie spende, entgifte, den Cholesterinspiegel sowie Blutfette, Blutdruck und die Verdauung reguliere.
Weitere empfohlene Lebensmittel seien Herz als Innerei, schwarze Morcheln, Weizen, Pinienkerne, Kaki (Sharonfrucht), Bananen, Feigen, schwarze Bohnen, Honig, Eier, Birnen, Tofu, Chinakohl, Buchweizen, Chrysantheme und Mais. Bei Herzerkrankungen rät die TCM-Praktizierende zur Vorbeugung zu einem Kräutertee aus Lotussamenwurzel mit Reishi-Pilzen.

Eine Wetterbesonderheit im JULI ist die Feuchtigkeit. "Die beiden schädlichen Einflüsse Hitze und Nässe können leicht über Milz und Magen Krankheiten hervorrufen. Jetzt ist die Zeit der Darmgrippe angebrochen", so Wen Shi Chun. Nicht auf den Teller sollen fette, süße und scharfe Lebensmittel. Empfehlenswert seien Wassermelone, Schweine-, Enten- und Putenfleisch, Sojamilch, Hiobstränensamen, Paradeiser, Gurken, Tofu, Melanzani, Spinat, Karotten, Birnen, Marillen, Pfirsiche, Zwetschken, Äpfel, Mungbohnen, grüner sowie Geißblatt- und Spitzwegerich-Tee.

AUGUST: "Wegen der Schweißausbrüche in den vergangenen Monaten und einer aus der Hitze resultierenden Appetitlosigkeit droht ein Nährstoffmangel", sagte die TCM-Expertin. "Ich empfehle, den Ernährungsschwerpunkt auf Soja und Fisch zu setzen." Also: Tofu und andere Sojaprodukte, alle Sorten von Fisch, Yamswurzel, Erdäpfel, Süßkartoffeln, Zwetschken, Walnüsse, Sesam, Honig, Milch, Erdnüsse, Lotuswurzelsamen, Bananen, Birnen, Pinienkerne und Bocksdorn.

TCM-Tipp: Tofu befeuchtet die Haut, stärkt das Immunsystem, schützt Magen und Lunge, senkt Cholesterin und hilft angeblich auch bei Diabetes und Herzerkrankungen.

Im SEPTEMBER lautet der TCM-Tipp "Birne". Das Kernobstgewächs befeuchte die Lunge, wirke schleimlösend und abhustend sowie gegen Verstopfung und schütze die Leber. "Der September ist ein Monat des Wetterübergangs. Besonders angegriffen wird die Lunge", sagte Wen Shi Chun. Kontraproduktiv seien scharfe Lebensmittel, gesund seien Orangen, Kiwi, Kaki, Chinakohl, Gurken, Paradeiser, Sesam, Sellerie, Honig, Pinienkerne, Entenfleisch, Mais, schwarze Morcheln und grüner Tee.

Häufige gesundheitliche Probleme im OKTOBER sind Halsschmerzen, trockener Husten und Grippesymptome. "Im Oktober ist die Trockenheit besonders ausgeprägt, die Lunge ist empfindlich", erläuterte TCM-Expertin Wen Shi Chun. "Ich empfehle nicht nur lungenbefeuchtende Ernährung wie schon im September, sondern auch säuerliche Lebensmittel, die die Leber stärken."

Denn "stehen Lungen-Yin und Lungen-Yang für längere Zeit im Ungleichgewicht, kann dies auch der Leber schaden". Vermehrt gegessen werden sollten Zitronen, Orangen, Ananas, Zwetschken, Weißdorn, Pilze, Hühnerleber, Marillen, Mandarinen, Kiwi, Mispelfrüchte und - der TCM-Tipp des Monats - Morcheln: Die Schlauchpilze sollen entgiftend, befeuchtend, abhustend und cholesterinsenkend wirken.

Im NOVEMBER setzt die Traditionelle Chinesische Medizin vor allem auf Ingwer. Die als Gewürz- und Heilmittel verwendete Pflanze erwärme den Körper, schütze den Magen und helfe gegen Verkühlungen. "In diesem Monat wird die körperliche Yang-Energie durch Kälte geschwächt. Körperstärkende Lebensmittel bereiten Sie auf den kommenden Winter vor: Ingwer, Zwiebeln, Knoblauch, Hühner-, Rind- und Entenfleisch, Klebereis, Maroni, Kürbis, rote Datteln, Buchweizen, Haferflocken, Fisch, Garnelen, Sesam und Walnüsse."

Der DEZEMBER ist in der TCM-Lehre der Ginseng-Monat. Die asiatische "Wurzel des Lebens" soll das Immunsystem und die Organe sowie das Qi stärken, Wärme schenken und die Konzentration verbessern. "Die Chinesen nennen den letzten Monat des Jahres den Monat 'zum Aufbauen', weil hier die Aufnahmekraft der Milz am stärksten ist", berichtete Wen Shi Chun. "Jetzt ist die beste Zeit, um das Immunsystem zu stärken."

Die TCM empfiehlt jetzt nährstoffreiche Lebensmittel, die den Körper "aufpeppen": Rind-, Hühner- und Lammfleisch, Eier, Garnelen, Shrimps, Maroni, Yamswurzel, Litchi und Mandarinen. Im Kampf gegen die Kälte sind auch scharfe Gewürze geeignet, etwa feuriger Paprika, Pfeffer, Ingwer und Knoblauch, aber auch Zimt, Nelken, Curry, Koriander und Zwiebel.
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