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Sonntag, 27. November 2011

Zhongli 2 K 1-3, Im Herbst ist es Zeit, die Lunge zu verwöhnen


Zum Inhalt:

Eigentlich ist die Lunge gesund, wenn von innen oder außen keine negativen Einflüsse auf sie einwirken. Wir brauchen sie doch nicht zu pflegen, wenn sie gesund ist. Der negative Einfluss kommt aber von der Kälte. Wenn die Kälte nicht rechtzeitig heraus getrieben wird, dringt sie durch die Poren tiefer in den Körper ein und verletzt die Lunge. Daher ist es eine wichtige Maßnahme, das Eindringen der Kälte zu vermeiden. Der innere negative Einfluss auf die Lunge geht vom Leberfeuer aus. Die Leber hat eine Holz-Eigenschaft und das Leberfeuer kann der Lunge schaden. Aber das große Leberfeuer, das rechtzeitig gelöscht wird, kann der Lunge nichts antun. Daher ist das Löschen des Leberfeuers auch eine Maßnahme der Lungenpflege.


Nach der TCM-Theorie der 5 Elemente hat die Lunge eine Metall-Eigenschaft. Im Herbst hat die Lunge am meisten Energie und funktioniert am besten. Wir sollten die Zeit ausnutzen, um die Lunge zu pflegen. Die Lunge hat nach der TCM-Theorie 2 Hauptfunktionen. Eine davon nennt sich „Xuan Fa“. Das heißt „heraustreiben“. Die andere heißt „Su Jiang“ und bedeutet „beherrschen und senken“. Das Heraustreiben bewältigt die Lunge durch Schwitzen, Husten und Schnupfen. Das Beherrschen und Senken zeigt sich auf zweierlei Arten: Bei der einen Art wird der Wasserkanal reguliert und das ganze Wasser in die Blase getrieben. Bei der anderen Art wird der Darm bewegt und der Stuhl hinausgetrieben. Die Funktion „beherrschen und senken“ zeigt sich aber nur durch Krankheitssypmtome. Das heißt, wenn die Funktion normal arbeitet, spürt man nichts. Wenn sie nicht normal arbeitet, dann bemerkt man sie erst. Viele Kranke, die an Verstopfung leiden, haben meistens keinen trockenen oder harten Stuhl, sondern der Körperzustand ist zu schwach und kann somit den Stuhl nicht nach unten befördern. Manche Kranke haben Probleme mit dem Wasserlassen, sie brauchen sehr lange, bis es ihnen gelingt. Diese beiden Probleme haben direkt mit dem „beherrschen und senken“ der Lunge zu tun. Das Beherrschen und Senken funktioniert in diesen Fällen nämlich nicht richtig.


Woher soll die Kraft für die Lunge herkommen, damit das „Heraustreiben“ und „Beherrschen und Senken“ gelingt? Sie soll natürlich von der zentralen Energiequelle kommen, nämlich von der Milz und der Lunge. Viele fertige TCM-Arzneimittel dienen genau dazu, die zentrale Energie zu stärken, z.B. Shen-Lin-Bai-Shu-Wan kann sowohl die Milz gesund halten, als auch die Lunge stärken, sie ist mild und neutral. Bu-Zhong-Yi-Qi-Wan trägt, wie der chinesische Name schon sagt, auch zur Stärkung der zentralen Energie bei. Sie ist aber nicht geeignet für Menschen mit schwacher Leber oder Niere. Der Lungenmeridian hat einen Punkt namens Zhong-Fu (LU1), nämlich auf der Brust, in Schulterhöhe – unter dem Schlüsselbein. Dieser Punkt ist der Mittelpunkt und Treffpunkt der zentralen Energie. Daher ist er sehr wichtig. Der Tai-Yuan-Punkt (LU9) ist der Basispunkt des Lungenmeridians und besitzt die Eigenschaft „Erde“. Aus Erde kann Metall entstehen. Daher ist dieser Punkt für die Stärkung von Schwachstellen am geeignetsten. Massiert man diese Stelle oder behandelt sie mit Moxa, ist die Wirkung sehr deutlich. Zur Stärkung der zentralen Energie ist der Brei mit Yamswurzeln und Hiobstränensamen auch sehr gut. Manche sagen vielleicht: „Ich möchte keine Arzneimittel nehmen, denn jedes Arzneimittel ist eigentlich auch Gift. Ich möchte auch keinen Brei essen, der schwierig zuzubereiten ist. Gibt es keine anderen Möglichkeiten, die Lunge zu pflegen? Eigentlich ist die Lunge gesund, wenn von innen oder außen keine negativen Einflüsse auf sie einwirken. Wir brauchen sie doch nicht zu pflegen, wenn sie gesund ist. Der negative Einfluss kommt aber von der Kälte. Wenn die Kälte nicht rechtzeitig heraus getrieben wird, dringt sie durch die Poren tiefer in den Körper ein und verletzt die Lunge. Daher ist es eine wichtige Maßnahme, das Eindringen der Kälte zu vermeiden. Der innere negative Einfluss auf die Lunge geht vom Leberfeuer aus. Die Leber hat eine Holz-Eigenschaft und das Leberfeuer kann der Lunge schaden. Aber das große Leberfeuer, das rechtzeitig gelöscht wird, kann der Lunge nichts antun. Daher ist das Löschen des Leberfeuers auch eine Maßnahme der Lungenpflege. Der Yu-Ji-Punkt (LU10) ist der Feuerpunkt des Lungenmeridians. Eine Massage auf diesem Punkt kann den Husten lindern, der durch das Leberfeuer verursacht wurde. Wenn Sie immer wieder mal den Lebermeridian vom Tai-Chong-Punkt (LR3) bis zum Xing-Jiang-Punkt (LR2) (zwischen dem großen und dem zweiten Zeh – vom Übersetzer) massieren und das Leberfeuer löschen, hat das Feuer gar keine Möglichkeit, dem Metall zu schaden. So ist die Lunge natürlich gut geschützt.


Manche haben von Natur aus keine ausreichende Lungenenergie. Ihr Körper ist nicht vital und sie frieren sehr oft. Diese Menschen sprechen sehr leise und schwach. Wenn sie sich bewegen, sind sie schnell außer Atem. Sie haben das Gefühl, dass sie beim Einatmen zu wenig Sauerstoff bekommen. Dies bedeutet, dass die Niere die Energie nicht aufnehmen kann. Die Niere ist die Wurzel der Energie. Die Behandlung angeborener Schwächen sollte bei der Niere beginnen. Erwärmen Sie hierzu mit Moxa den Ming-Men-Punkt (DU4) (auf dem Rücken im Gürtelbereich – vom Übersetzer), den Shen-Shu-Punkt (BL23) (auch auf der gleichen Höhe, etwas weiter rechts vom Mittelpunkt – vom Übersetzer), den Guan-Yuan-Punkt (RN4) (unter dem Bauchnabel – vom Übersetzer) und den Tai-Xi-Punkt (K13) (auf der Fußinnenseite über dem Knöchel – vom Übersetzer). Die Methode mit Moxa erwärmt die Meridiane und macht sie frei. Sie können diese Methode im Herbst sehr gut für die Stärkung der Lunge nutzen. Die Wirkung ist nachhaltig.


Andere Menschen haben wiederum ein brennendes Leberfeuer. Ihre Lunge ist nicht schwach. Sie regen sich sehr leicht auf, können aber ihre Laune beherrschen (das Metall besiegt das Holz). Diese Menschen sind oft bedrückt und bekommen beim Atmen nicht genug Sauerstoff. In diesem Fall können Sie den Chi-Ze-Xue (LU5) (etwas über der Armbeuge) drücken, da dieser Punkt die Niere stärkt. Auch gegen Bluthochdruck, Asthma und Bettnässen können Sie diesen Punkt nutzen.


Die oben genannten Methoden nutzen Sie je nach Körpereigenschaft. Zum Schluss stelle ich Ihnen aber noch eine einfachere Methode vor, mit der Sie obere und untere Bereiche freimachen können, nämlich die Nase und die Abgänge. Das heißt, das „Heraustreiben“ und „Beherrschen und Senken“ werden so auf einmal erfolgreich durchgeführt. Die Methode heißt „Nase reizen, niesen lassen“. Hier ein Beispiel: Wenn der Stuhl wegen mangelhafter Gesamtenergie nicht herauskommt, können Sie auf der Toilette die Nase zum Niesen anregen. Mit dieser Kraft kommt der Stuhl besser heraus. Kommt auch der Urin nicht richtig heraus, können Sie diese Methode auch anwenden. Diese Nies-Methode ist eine absolut wunderbare Methode, um die Lungenfunktion zu Trainieren. Probieren Sie sie einmal aus und erkennen sie ihre wunderbare Wirkung. Die Methode ist immer wirksam bei Allergien, Kälteschwäche, Depressionen, Hautproblemen usw. Sie nutzt einen Instinkt des Menschen aus. Daher besitzt sie fast übernatürliche Heilwirkungen.


Blog-Info:



  • Eine Abbildung des Lungenmeridians 足太阴肺经 finden Sie unter: http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/fjtx.html


  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".


  • Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen? Klicken Sie hierzu auf einen der Begriffe am unteren Rand dieses Beitrages.

Dienstag, 8. November 2011

Zhongli 1 K 2-8, Der Nierenmeridian: Ein Schatz des Lebens

Zum Inhalt:


Als Stärkungsmittel für die Nieren kennen die meisten nur Hirschgeweihsprosse, chinesischen Teufelszwirn (Frucht des Bocksdorns – vom Übersetzer), chinesischen Kernkeulenpilz und den Mutterkuchen. Sie sollten jedoch unbedingt wissen, dass die 3 Punkte Tai-Xi, Fu-Liu und Yong-Quan unbezahlbare Schätze unseres Lebens sind. Weil die Punkte aber so klein sind, übersehen sie die Menschen. Manche meinen, ich überschätze die Punkte. Meine Antwort darauf ist: Beim Wassertrinken kann nur der Trinkende selbst die Wassertemperatur feststellen.


Der Nierenmeridian ist ein Meridian, der das persönliche Glück eines Menschen bestimmt, und zwar sein ganzes Leben lang. Wollen wir unsere Lebensqualität erhöhen, dann müssen wir den Nierenmeridian trainieren und stärken. Die Niere ist das Fundament oder Kapital unseres Lebens, welches bei unserer Geburt vererbt wird. Wenn dieses Erbe bei unserer Geburt nicht groß genug ist, muss es auf jeden Fall nach der Geburt ergänzt werden. Geschieht dies nicht, sind wir vor einer Verschlechterung unseres Gesundheitszustandes ab Lebensmitte nicht gefeit. Eine schnelle Alterung unseres Körpers ist dann nicht mehr aufzuhalten. Unser Körper braucht Bewegung, die Meridiane aber brauchen Training, denn sie agieren als unsichtbare Hand und treuer Bodyguard. Unser Körper sowie unsere Organe können nach Verschleiß und Verletzung von den Meridianen regeneriert werden. Unser Körper ist also wie eine Tag und Nacht laufende Maschine, die jederzeit verschleißen und kaputt gehen kann. Pflegen und warten wir sie jedoch regelmäßig, entfernen wir immer wieder den Schmutz und ölen wir sie von Zeit zu Zeit, dann bleibt sie bzw. unser Körper funktional intakt und ist sogar wie neu. Mithilfe dieser Wartung und Pflege des Körpers haben wir seine natürliche Entwicklung positiv verändert und unsere ungemein große, aber versteckte Energie aufgedeckt. Die Natur hat jedem von uns eine wahnsinnige Selbstheilungskraft mitgegeben, ob wir diese wecken und beherrschen wollen, liegt ganz allein in unserer Hand.


Hier in diesem Artikel erzähle ich Ihnen von 3 wichtigen Punkten auf dem Nierenmeridian: Tai-Xi (KI3), Fu-Liu (KI7) und Yong-Quan (KI1). Unterschätzen Sie diese 3 Punkte nicht, denn sie alle sind Meister ihres Faches.


Wir beginnen mit dem Tai-Xi-Punkt. Er liegt auf der Fußinnenseite in einer Kuhle, 3 cm vom Knöchel entfernt und ist ein Punkt, der eine große Kraft besitzt, das Qi zu ergänzen. Alle Symptome, die durch schwache Nieren verursacht wurden, wie z. B. Beschwerden im Lendenbereich, Schwindel, Tinnitus, Haarausfall, lockere Zähne, Asthma, eine geminderte Potenz (was Männern am meisten am Herzen liegt) und sich wiederholende Fehlgeburten können durch Reizen dieses Punktes behandelt werden. Sie können dabei eine deutliche Wirkung erzielen.


Ich kenne eine Frau Anfang 30, die an einem Kummer leidet, über den sie nicht offen sprechen kann. Sie leidet an Belastungsinkontinenz (den Urin bei Körperbelastungen nicht zurückhalten können – vom Übersetzer). Sie darf weder laufen, noch lachen, noch husten, denn bei jeder heftigeren Körperbewegung hat sie dieses Problem. Sie ist Angestellte in einer ausländischen Firma und sieht schön aus. Durch diese Krankheit aber fühlt sie sich sehr minderwertig und nimmt nie an Partys mit Kollegen teil. Sogar einen Freund will sie nicht haben. Alle meinten, sie sei kühl und stolz und nahmen deshalb Abstand von ihr. 3 Jahre lang nahm sie eine bestimmte flüssige chinesische Medizin ein und verspürte keinerlei Besserung. Ich habe alle Rezepte ihrer Medikamente gelesen und alle wurden ihr eigentlich korrekt verschrieben. Alle Rezepte dienen nämlich der Reduzierung des Urins und der Stärkung der Nieren. Das Problem ist aber, dass ihre Milz und ihr Magen eine zu kalte Eigenschaft besitzen und zu schwach sind. Die eingenommene Medizin wurde in Milz und Magen nicht richtig verdaut und konnte deshalb nicht vom Körper aufgenommen werden. Das erwünschte Resultat traf deshalb nicht ein. Ich empfahl ihr, zu Hause jeden Tag auf dem Rücken links und rechts des Shen-Shu-Punktes (BL23) auf dem Blasenmeridian je einen Schröpfkopf von einer weiteren Person platzieren zu lassen und dabei gleichzeitig die Tai-Xi-Punkte an ihren beiden Füßen 10 Minuten lang zu massieren. 10 Tage später rief sie mich an und erzählte mir, dass sie am 8. Tag beim Schröpfen auf dem Shen-Shu-Punkt eine große Wasserblase bekommen hatte und wagte nicht, dort weiter zu schröpfen. Außerdem waren die Tai-Xi-Punkte nach 8 Tagen Massage sehr empfindlich und jedwede Berührung schmerzte. Ich gratulierte ihr und sagte, dass ihre Nieren gut gestärkt wurden und sie die Behandlung vorläufig einstellen könne. Der Körper regele die Funktion nun von allein. 1 Woche später kam sie Freude strahlend zu mir nach Hause und berichtete, dass sie das Problem mit dem Urin gar nicht mehr habe. Eine Behandlung auf dem She-Shu- und dem Tai-Xi-Punkt gegen schwache Nieren, egal woher die Ursache kommt, ist die beste Lösung. Diese Kombination ist vor allem wirksam gegen Beschwerden im Lendenbereich, da mit der Reizung dieser Punkte die Nieren gestärkt werden können und die Behandlung unabhängig von der Verdauung von Medikamenten in Milz und Magen ist. Deshalb ist sie auf alle Fälle geeignet, sehr direkt und schnell.


Jetzt widmen wir uns dem Fu-Liu-Punkt. „Fu Liu“ bedeutet, dass das Blut wieder richtig fließen kann. Der Punkt liegt 2 cm oberhalb des Tai-Xi-Punktes. Die Behandlung auf diesem Punkt ist am geeignetsten für Blutstauung und Entzündung, wie z. B. Blasen-, Scheiden- und Prostataentzündung sowie die Nachkrankheit nach einer Fehlgeburt. Manche Akupunktur-Experten behaupten, dass das Stechen mit Nadeln auf diesem Punkt sehr wirksam für die Stärkung der Nieren ist. Die Wirkung ist vergleichbar mit der Einnahme von Liu-Wei-Di-Huang-Wan (eine fertige Mischung aus chinesischen Kräutern, die man in jeder chinesischen Apotheke erhalten kann – vom Übersetzer). Kranke, denen immer zu heiß ist, die immer Durst haben und in der Nacht unruhig schlafen, haben nun ihr Geheimmittel.


Der Yong-Quan-Punkt liegt in der Nieren-Reflexzone unten auf der Fußsohle und eine Massage auf diesem Punkt vor dem Schlafengehen kann das Leben verlängern, so sagten unsere Vorfahren bereits. Die besondere Fähigkeit des Punktes ist nämlich, dass er das Qi und das Blut nach unten weiterleiten kann. Krankheiten wie Bluthochdruck, Nasenbluten, Kopfschmerzen, überhöhter Augeninnendruck sowie Asthma entstehen aufgrund eines unregelmäßigen Qi- und Blutkreislaufes, wobei der Kreislauf eine übermäßige Qi- und Blutmenge in den oberen Teil des Körpers presst. Derartige Krankheiten können mithilfe dieses Punktes gelindert werden. Das Auftragen einer chinesischen Kräutermischung erzielt auf diesem Punkt eine optimale Wirkung. An Bluthochdruck leidende Menschen können zum Beispiel folgende Mischung selbst herstellen: Nehmen Sie 25 g Blätter des Kornel-Kirschbaumes und zermahlen Sie diese. Fügen Sie anschließend Essig hinzu und rühren Sie das Pulver zu einer Creme. Diese Creme sollten Sie dann vor dem Schlafengehen auf dem Yong-Quan-Punkt der beiden Füße auftragen und dann die Füße jeweils mit einer Mullbinde umwickeln. Nach ca. 20 Stunden ist der Blutdruck gesunken und bleibt auf diesem Niveau. An extremem Bluthochdruck leidende Menschen können diese Methode mehrmals wiederholen (mit der Übung „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ zusammen ist die Wirkung noch besser). Bei Nasenbluten können Sie eine Knoblauchmasse auf diesen Punkt auftragen, bei Nasenbluten im linken Nasenloch tragen Sie die Masse auf dem linken Fuß auf, bei Nasenbluten im rechten Nasenloch tragen Sie die Masse auf dem rechten Fuß auf, bei Nasenbluten in beiden Nasenlöchern tragen Sie die Masse auf beiden Füßen auf. Die auftragende Knoblauchmasse stoppt das Nasenbluten wirklich sofort. Mit dieser Methode können Sie auch eine chronische Nasenentzündung behandeln. Wenn Sie lediglich den Punkt massieren möchten, dann achten Sie bitte darauf, dass die Methode nur für diejenigen geeignet ist, die beim leichten Drücken auf diesen Punkt sofort einen deutlichen Schmerz empfinden. Wenn Sie bei heftigem Drücken auf diesen Punkt keinen deutlichen Schmerzen empfinden oder die Haut an dieser Stelle nicht elastisch genug ist, sollten Sie diese Massage weglassen und die andere Methode anwenden.


Die Massage auf den Punkten Tai-Xi und Fu-Liu wirkt sehr gut. Bei ihrer Anwendung gibt es keine Tabus. Die beiden Punkte können auch abwechselnd massiert werden, der empfindlichere von beiden sollte als erstes behandelt werden. Diese Massage kann Ihre Krankheit lindern oder wenn Sie gesund sind, kann das Massieren der Punkte Ihren Körper stärken. Wenn Sie gleichzeitig auf den Punkten Shen-Shu, Guan-Yuan (RN4, auf dem Ren-Meridian) und Qi-Hai (RN6, auch auf dem Ren-Meridian) schröpfen, dann haben Sie wirklich eine sichere, mildere Behandlungsmethode an der Hand, ähnlich wie wenn Sie die flüssige Kräutermischung Shi-Quan-Da-Bu-Wan einnehmen würden. Als Stärkungsmittel für die Nieren kennen die meisten nur Hirschgeweihsprosse, chinesischen Teufelszwirn (Frucht des Bocksdorns – vom Übersetzer), chinesischen Kernkeulenpilz und den Mutterkuchen. Sie sollten jedoch unbedingt wissen, dass die 3 Punkte Tai-Xi, Fu-Liu und Yong-Quan unbezahlbare Schätze unseres Lebens sind. Weil die Punkte aber so klein sind, übersehen sie die Menschen. Manche meinen, ich überschätze die Punkte. Meine Antwort darauf ist: Beim Wassertrinken kann nur der Trinkende selbst die Wassertemperatur feststellen. .



Blog-Info:



  • Eine Abbildung des Nierenmeridians (KI) finden Sie unter: http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/sjtx.html.


  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".


  • Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen? Klicken Sie hierzu auf einen der Begriffe am unteren Rand dieses Beitrages.

Sonntag, 11. September 2011

Zhongli 1 K 4–1, „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ und andere Übungen sind das Beste, was wir unseren Eltern schenken können








Zum Inhalt:


Immer, wenn ich die leidenden Kranken sehe, muss ich sagen: „Schätze die Gesundheit nicht erst dann, wenn sie verloren gegangen ist. Suche nicht erst dann die Hilfe, wenn es schon zu spät ist. Die Ausrede, dass wir keine Zeit haben, uns um unsere Gesundheit zu kümmern, ist sinnlos , denn ohne Gesundheit kann man gar nichts machen. Also: Warte nicht auf morgen, sondern handle jetzt gleich.“

Ich glaube, viele Menschen hatten als Kind den großen Wunsch, wenn sie erst einmal groß seien, den Eltern ein schönes Leben geben zu können. Im Nu sind wir erwachsen geworden. Wir haben eigene Familien gegründet, haben eigene Kinder, aber unsere Eltern haben schon graue Haare und sind nicht mehr so stark, wie sie es früher waren. Ich frage mich oft, wieviele alt gewordene Eltern wirklich das schöne Leben gerade genießen, was wir ihnen schon als Kinder so sehr wünschten. Viele sind wegen Krankheit bereits gestorben, sodass ihre Kinder keine Gelegenheit mehr haben, noch etwas für sie zu tun. Wir sind vielleicht erfolgreich oder sogar bekannt, wir haben ein gutes Leben mit gesunden Kindern. Aber wenn unsere Eltern das alles nicht sehen und sich darüber freuen können (was sie sich bestimmt sehr wünschen), ist das nicht traurig? Wenn unsere Eltern, die uns mit soviel Mühe und Liebe großgezogen haben, endlich glücklich und gesund das Rentnerleben genießen können, ist das natürlich unser größtes Glück.


Um das erzielen zu können, sollten wir unseren Eltern das schönste Geschenk bereiten: Die Methode, mit der Sie lange und gesund leben können. Senioren sind oft von Krankheiten wie Alzheimer, Hypotonie, Bluthochdruck, Hirnarterienproblemen, Herzproblemen, Diabetes, Rücken- und Knieschmerzen, schwachem Gehör, Verstopfung und Schlafstörungen betroffen. Zur Vorbeugung dieser Probleme habe ich einige Übungen. Heute stelle ich eine davon vor.

Ich habe ein paar Vorträge zum Thema Gesundheitspflege in einem Seniorenheim gehalten und den Senioren dort einige ganz einfache Übungen beigebracht. Sie hatten diese Kenntnisse sehr notwendig. Alle machten sorgfältig Notizen und hörten ganz genau zu. Jedesmal nach dem Vortrag blieben sie noch lange da und fragten mich dieses und jenes. Ich hatte den Eindruck, dass das Thema Gesundheit ihnen sehr am Herzen lag. Aber sie waren ratlos und wussten nicht was sie machen sollten.

Unter
den Methoden, die ich dort vorgestellt habe, war die Übung „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ am beliebtesten. Sie fanden die Übung einfach, aber wunderbar und sehr wirksam. Viele konnten am Anfang nicht einmal 5 Sekunden lang stehen, aber nach etwas Übung konnten sie sogar zwei Minuten lang auf einem Bein stehen und das Schwindelgefühl verschwand. Auch ihre Schlafqualität verbesserte sich deutlich. Sie sagten auch, dass sie viel klarer denken konnten und ihr Gedächtnis deutlich besser geworden sei. Ein Patient, der einen Schlaganfall erlitten hatte, machte 3 Monate lang diese Übung und konnte dann mit seinen Krücken ganze 5 Etagen hinaufgehen, wobei er nach dem Schlaganfall nur sehr mühsam stehen konnte. Das ist ein Wunder, oder?

Bluthochdruck ist aus Sicht der TCM eine Krankheit, bei der Ying und Yang unausgeglichen sind. Ying ist in diesem Fall zu schwach und Yang zu stark. Die Hahn-Übung kann das Blut sehr gut nach unten ableiten und das Qi zur "Zentrale" bringen. Es konzentrieren sich also das Qi und das Blut am Tai-Chong-Punkt (LR3) auf dem Lebermeridian, am Yong-Quan-Punkt (KI1) auf dem Nierenmeridian und am Tai-Bai-Punkt (SP3) auf dem Milzmeridian. So werden die Funktionen der Leber, Milz und Niere sehr schnell gestärkt. Ich könnte allein über Vorteile dieser Übung ein ganzes Buch schreiben und daher mit Sicherheit sagen: Wenn Sie jeden Tag eine Minute lang mit geschlossenen Augen diese Übung machen, dann können Sie Alzheimer „vergessen“.

Andere Mörder, die das Leben der Senioren bedrohen, sind Herzkrankheiten. Ich hatte einen Artikel namens „Der rettende Herzbeutelmeridian“ geschrieben, in dem ich erkläre, dass der Herzbeutelmeridian ein lebensrettender Strohhalm gegen die koronare Herzkrankheit ist. Der Herzbeutelmeridian hat nicht sehr viele Punkte und diese sind größtenteils auf der inneren Armseite. Viele an koronarer Herzkrankheit Leidende empfinden aber dort keine Schmerzen und verstehen nicht, warum. Die Erklärung ist einfach: Die Stelle, an der am leichtesten Blockaden entstehen, liegt am Bizeps. Die genaue Stelle ist bei jedem individuell. Sie können auf jeden Fall zwischen Tian-Quan-Punkt (PC2) und Qu-Ze-Punkt (PC3) drücken und suchen. Dort finden Sie bestimmt einen Schmerzpunkt, wobei dieser wirklich schmerzen sollte. Wenn Sie diesen Punkt massieren, bekommen Sie nach 3 Tagen einen blauen Flecken. Dieser Punkt kann bedrücktes Gefühl im Herzen lindern und deshalb ist die Massage an diesem Punkt eine sehr gute Methode zur Vorbeugung der koronaren Herzkrankheit. Noch besser ist es, wenn Sie die Punkte Qu-Ze (PC3), Xi-Men (PC4), Jian-Shi (PC5), Nei-Guan (PC6), und Lao-Gong (PC8) zusätzlich massieren. Auf diese Weise halten Sie diese Punkte wach. So sind wir nun befreit von der Gefahr, an der koronaren Herzkrankheit plötzlich zu sterben.

Nun
reden wir auch einmal über Diabetes bei Senioren. Alle Diabetiker sind sehr besorgt und achten fast nur auf ihren Zucker im Blut oder im Urin auf. Sie leben jeden Tag ängstlich. Wo ist hier die Lebensfreude? Vor kurzem kam ein älterer Freund sehr besorgt aus Amerika zurück. Er war 65 und stellte fest, dass der Zucker in seinem Blut bereits einen Wert von 17,5 erreicht hatte. Der Arzt behielt ihn gleich im Krankhaus und behauptete, dass es schon sehr schlimm sei. Denn er schien auch das diabetische Fußsyndrom zu haben. Schlimmstenfalls müsse ein Bein abgetrennt werden. Ich bin kein Spezialist für Diabetes, aber mein Freund kam extra auf mich zu. Ich war gerührt, dass er mir so großes Vertrauen schenkte. Nun hatte ich vor, ihn eine Woche lang zu behandeln, wenn nichts passierte, sollte er sich an jemanden anders wenden.


Diabetes wird in der TCM „Xiao Ke“ genannt (auf Chinesisch bedeutet es „extrem durstig“ – vom Übersetzer) und ist in 3 Stufen gegliedert. Bei der höchsten Stufe trinkt der Kranke sehr viel, bei der mittleren Stufe isst der Kranke sehr viel und bei der niedrigsten Stufe hat der Kranke sehr viel Urin. Mein Freund war auf der höchsten Stufe und trank jeden Tag mindestens 4 Liter Wasser. Aber er hatte auch sehr viel Urin. Er musste auch nachts 5 oder 6 mal auf die Toilette gehen. Sein Appetit war noch in Ordnung, nur seine Beine wurden dünner und dünner. Außerdem war er immer sehr müde. Ich ließ ihn jeden Tag aus den Ginseng-Scheiben, die er aus Amerika mitgebracht hatte, Tee machen und trinken. Außerdem sollte er noch Ji-Ju-Di-Huang Kügelchen (Rehmannia Glutinosa) und bei totaler Müdigkeit Ren-Shen-Sheng-Mei-Yin (eine fertige Ginseng-Flüssigkeit) einnehmen. Als Nahrungsergänzung sollte er jeden Tag zwei Schalen Brei aus Yamswurzeln und der Frucht der Stachelseerose essen. Vor dem Schlafengehen sollte er noch Wu-Zi-Yan-Zhong-Kügelchen einnehmen. Am Tag sollte er die Hahn-Übung machen sowie die Punkte Di-Ji (SP8), San-Yin-Jiao (SP6) und Gong-Sun (SP4) auf dem Milz-meridian und die Punkte Fu-Liu (KI7), Tai-Xi (KI3) auf dem Nierenmeridian massieren. Nach einer Woche kam er wieder zu mir und erzählte mir, dass sein Zuckerwert bereits auf 10 gesunken sei und er in der Nacht nur 2 mal auf die Toilette müsse. Außerdem brauche er nun nur noch einen Liter Wasser am Tag. Ich empfiehl ihm, noch weitere 2 Wochen die Arzneimittel zu einzunehmen und die Übungen zu machen. Ein paar Tage später rief er mich an, und sagte, sein Zuckerwert sei im normalen Bereich! Und er fühlte sich sehr gut! Sein Gewicht habe um 5 Pfund zugenommen und ein unerwarteter Erfolg war auch dabei: er könne jetzt nämlich viel besser sehen.


Die Symptome meines Freundes sind typisch für „Xiao Ke“. Die TCM beschreibt es als schwache Lunge und Niere bzw. mangelhaftes Qi in Milz und Niere. Bei meinem Freund war es akut und er war erst in der ersten Phase der Krankheit. Er wurde noch nicht mit Insulin behandelt. Wenn die Heilung rechtzeitig und richtig erfolgt, kann die Funktion der Bauchspeicheldrüse schnell wieder in Ordnung gebracht werden. Daher ließ ich ihn Brei aus Yamswurzeln und Stachelseerosen essen, um die Milz und die Niere zu stärken. Beide Bestandteile haben einen hohen Anteile an Stärke und werden von Westmedizinern als Tabu für Diabetiker vorgeschrieben. Aber die TCM glaubt, dass diese zwei Dinge sehr schnell Milz und Niere stärken können. Die TCM-Theorie kennt die Bauchspeicheldrüse nicht. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse wird als Teilfunktion der Milz betrachtet. Daher ist die Stärkung der Milz gleich die Reparatur der Bauchspeicheldrüse. Wenn man schon lange an Diabetes leidet und schon von Anfang an westliche Medizin eingenommen hat oder auch von der Insulin-Spritze abhängig ist, dann ist die eigene Hormonproduktions-
fähigkeit der Langer-Hans-Inseln fast komplett ruiniert. In diesem Fall muss man sehr vorsichtig mit der Behandlung durch den Brei sein, denn mit einer zu schwachen Kondition der Gesundheit wird eine Stärkung oder Ergänzung vom eigenen Körper abgelehnt. Sie könnten sogar eine Belastung für den Körper sein. Ich würde vorschlagen, dass Sie in diesem Fall zuerst mit den Meridianen beginnen und durch die Meridiane die Milz stärken.

Immer, wenn ich die leidenden Kranken sehe, muss ich sagen: "Schätze die Gesundheit nicht erst dann, wenn sie verloren gegangen ist. Suche nicht erst dann die Hilfe, wenn es schon zu spät ist. Die Ausrede, dass wir keine Zeit haben, uns um unsere Gesundheit zu kümmern, ist sinnlos, wenn ohne Gesundheit kann man gar nichts machen. Also: Warte nicht auf morgen, sondern handle jetzt gleich."


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Sonntag, 9. Januar 2011

Zhongli 1 K 2-12, Der Gallenmeridian: Ein Kanal zur Austreibung von Sorgen und Depressionen

Zum Inhalt:

Die meisten Menschen kommen schwierig aus ihrer Trägheit bestehend aus Sorgen, Angst und Unentschlossenheit heraus und ihr Körper und ihre Seele sind nicht miteinander im Einklang. Wenn wir der Eigenschaft von Leber und Galle folgen, bleiben beide mit Sicherheit gesund und stark und verschleißen nicht unnötig. Auch unser Körper und unsere Seele werden gesund und glücklich sein. Ich weiß jedoch, dass eine Einstellung schwierig zu ändern ist, das geht nicht von heute auf morgen. Was wir jedoch sofort tun können, ist den Tai-Chong-Punkt (LR3) zu massieren und den Gallenmeridian entlang zu klopfen. Auf diese Weise werden Sie sehr schnell wieder gesünder und Ihre Einstellung ändert sich. Wenn Sie dies tun, erreichen Sie auf jeden Fall das Ufer der Gesundheit und Fröhlichkeit. Ich weiß ganz genau, dass die effektivste Methode auch die Einfachste sein muss.

„Der gelbe Kaiser“ (Grundlagenwerk über die TCM, weitere Informationen siehe Glossar – vom Übersetzer) besagt, dass die Leber ein General ist, der sehr gut organisieren und planen kann. Die Galle hingegen ist ein aufrichtiger Frontkämpfer, der jederzeit bereit ist zu kämpfen. Die Menschen unserer modernen Gesellschaft sind mit zu vielen Sorgen und Überlegungen belastet, ihr psychischer Druck ist zu hoch. Eine Regulierung der biologischen Funktionen kann hier keine Abhilfe schaffen, zumindest glauben dies viele. Es sieht so aus, als könne uns lediglich ein Psychotherapeut weiterhelfen. Dem ist nicht so, denn Körper und Seele bilden eine Einheit, sie gehören zusammen. Darum verursachen auch manche psychische Probleme bestimmte biologische Krankheiten. Frauen, zum Beispiel, die launisch sind und sich häufig ärgern, sind am stärksten durch Erkrankungen an Gebärmutter, den Eierstöcken sowie der Brust gefährdet und Angst und Sorgen können bei Männern eine Potenzstörung hervorrufen. Menschen, die sich leicht aufregen, sind anfällig für Bluthochdruck und Herzerkrankungen und Menschen, die sehr nervös sind, haben oft Magengeschwüre.

Die gesellschaftliche Umgebung mit zunehmendem Konkurrenzdruck können wir nicht ändern und eine Belastung des Einzelnen ist daher kaum vermeidbar. Zur Sicherung unserer Existenz müssen wir jedoch in der Lage sein, Alles zu ertragen und sollten deshalb auch eine Lösung für uns selbst finden, wie wir am besten entspannen können. Wir können zum Beispiel einen Stapel verbrauchtes Papier zerreißen, Luftballons zum Platzen bringen, gegen einen Sandsack schlagen oder die Noppen einer Luftpolster-Verpackungsfolie zerdrücken. Mit all diesen Methoden können Sie Ihre schlechte Laune herauslassen, sie dienen Ihnen als psychische Behandlung. Wenn Körper und Seele zusammengehören, ist es dann möglich unsere psychische Verfassung durch eine Behandlung unseres Körpers zu beeinflussen? Die Antwort ist „Ja“. Unsere Urahnen praktizierten dies schon längst so, denn sie wussten: Die Leber plant und die Galle führt aus.

Jeder von uns macht sich vielerlei Sorgen um die Arbeit, die Zukunft, die Beziehung, vielleicht noch um das Geschäft, das Kind, die Gesundheit und die Liebe. Wenn all diese Dinge, um die wir uns immer kümmern, problemlos verlaufen – damit meine ich, dass, das was Sie sich wünschen, auch in Erfüllung geht – dann laufen Blut und Qi frei durch Ihren Körper, von Stauung keine Spur. Dies ist allerdings nur ein ideal, denn die Realität kann nie so perfekt sein, viele Pläne und Wünsche gehen nie in Erfüllung. Deshalb machen wir uns viele Gedanken und Sorgen, die sich dann an der Leber ansammeln. Die Galle kann diese aber nicht umwandeln und es entsteht zwischen Leber und Galle eine Stauung. Diese blockierte und unterdrückte Emotion beeinflusst die Verdauungs-, Blutversorgungs- und Entgiftungsfunktion der Leber und Galle, Sie werden also krank. In der TCM-Theorie heißt es ja auch stets: Alle Krankheiten entstehen durch Emotionen. Dies bedeutet, dass Emotionen der direkte Auslöser von Krankheiten sind. Wenn wir zum Beispiel unsere Arbeit nicht mögen, sie aber doch machen müssen, wenn wir unseren Chef nicht mögen, aber dennoch Überstunden machen müssen, wenn wir innerlich schimpfen wollen, äußerlich jedoch trotzdem lachen müssen, wenn wir absagen möchten, aber doch zusagen, dann erschöpft uns dies und unser Qi und Blut vermindert sich dabei erheblich. Mein Vorschlag ist daher, dass diejenigen, die sich oft Sorgen machen und misstrauisch sind sowie diejenigen, die emotional sehr unberechenbar sind, die Funktion ihrer Leber und Galle regulieren.

Wie können Sie die Funktion der Leber und Galle verbessern? Die einfachste, aber effektivste Methode ist das Klopfen auf dem Gallenmeridian, auf die Herr Wu Qing Zhong und Frau Zheng Yuqin großen Wert legen. Diese Methode ist wirklich wunderbar, alle können von ihr profitieren. Da Leber und Galle zwei Organe sind, die eine Außen-Innen-Beziehung besitzen, kann das giftige Qi vom Lebermeridian in den Gallenmeridian übergeleitet werden, wodurch sich der Druck am Lebermeridian reduziert. Durch das Ableiten des Lebergiftes kann sich der Gallenmeridian allerdings schnell blockieren, das angesammelte Lebergift kann also nicht abtransportiert werden. Daher müssen Sie den Gallenmeridian oft freimachen. Das Klopfen auf dem Gallenmeridian beschleunigt den Kreislauf von Qi und Blut und die Gesamtmenge, die am Gallenmeridian vorbeifließt, ist viel größer. Auf diese Weise kann der am Gallenmeridian angesammelte Druck des Lebermeridians deutlich reduziert werden. Das Klopfen am Gallenmeridian kann auch emotional große Veränderungen bewirken, Sie werden viel selbstsicherer und tapferer, auch Ihre Entscheidungsfähigkeit verbessert sich.

Der Gallenmeridian (an der Beinaußenseite) hat eigentlich keinen Ausgang. Daher kann sein giftiges Qi nur über den Darm abgeleitet werden. Manche Menschen haben nach dem Klopfen auf dem Gallenmeridian Kopfschmerzen, ein gespanntes Gefühl am Kopf, können nicht schlafen oder träumen viel. Dies liegt daran, dass das giftige Qi des Gallenmeridians nicht rechtzeitig durch den Darm abgeleitet worden ist und nun nach oben über den Dreifachen-Erwärmer-Meridian bis in den Kopf steigt. In diesem Fall müssen Sie lediglich den Yang-Ling-Quan-Punkt (GB34) auf dem Gallenmeridian kräftig pressen und die darüber liegende Haut etwas hin und her zu bewegen. Sie sollten dabei ein prickelndes Gefühl and den Zehen spüren. Dabei sollten Sie zeitgleich noch auf den Zhi-Gou-Punkt (SJ6) auf dem Dreifachen-Erwärmer-Meridian drücken und Ihre Beschwerden werden sich deutlich lindern.

Der Gallenmeridian hat noch viele weitere nützliche Punkte: der Feng-Shi-Punkt (GB31) zur Behandlung von Hautproblemen wie Juckreiz und Pickel, der Yang-Ling-Quan-Punkt (GB34) gegen Verspannungen und Schmerzen unter der Achsel, der Guang-Ming-Punkt (GB37) gegen die Alterssichtigkeit, der Shuan-Zhong-Punkt (GB39) für die Behandlung eines steifen Nackens, der Zu-Lin-Qi-Punkt (GB41) gegen die Schwindelligkeit. Die Punkte des Gallenmeridians sind meist empfindlich. Wenn Sie sie richtig nutzen, ist die Wirkung garantiert.

Die meisten Menschen kommen schwierig aus ihrer Trägheit bestehend aus Sorgen, Angst und Unentschlossenheit heraus und ihr Körper und ihre Seele sind nicht miteinander im Einklang. Wenn wir der Eigenschaft von Leber und Galle folgen, bleiben beide mit Sicherheit gesund und stark und verschleißen nicht unnötig. Auch unser Körper und unsere Seele werden gesund und glücklich sein. Ich weiß jedoch, dass eine Einstellung schwierig zu ändern ist, das geht nicht von heute auf morgen. Was wir jedoch sofort tun können, ist den Tai-Chong-Punkt (LR3) zu massieren und den Gallenmeridian entlang zu klopfen. Auf diese Weise werden Sie sehr schnell wieder gesünder und Ihre Einstellung ändert sich. Wenn Sie dies tun, erreichen Sie auf jeden Fall das Ufer der Gesundheit und Fröhlichkeit. Ich weiß ganz genau, dass die effektivste Methode auch die Einfachste sein muss.

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