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Montag, 21. November 2011

Zhongli 1 K 3-4, Schlafen bis Sie ganz natürlich aufwachen - Einfache Tipps gegen Schlaflosigkeit

Zum Inhalt:



Die Ursache für einen schlechten Schlaf kann unter anderem in Magen und Darm liegen. Darauf kommen wir normalerweise nicht einmal im Traum. Nehmen Sie, bevor Sie ins Bett gehen, 6 kleine Schröpfköpfe zur Hand. Setzen Sie einen von ihnen 7 cm oberhalb des Bauchnabels an, einen anderen 3 cm darunter. Die restlichen 4 setzen Sie auf die Oberseite einer ihrer Oberschenkel und zwar gleichmäßig auf den Magenmeridian. Lassen Sie die Schröpfköpfe für etwa 10 Minuten auf Ihrem Körper, anschließend entfernen Sie sie. Wenn Sie nun ins Bett gehen, fühlen Sie sich sehr ruhig und entspannt und werden schon bald darauf einschlafen.

Wir haben 5 Wochentage gearbeitet und wollen am Wochenende alle so lange schlafen bis die Sonne aufgeht. Viele können dies jedoch nicht genießen, obwohl jeder diese Fähigkeit von Natur aus besitzt. Manche wälzen sich im Bett hin und her, manche haben ständig Alpträume und andere wiederum haben einfach keinen tiefen Schlaf und wachen leicht auf. Viele sind nach dem Schlafen nicht richtig erholt. Die Schlaflosigkeit macht Ihnen furchtbare Sorgen. Niemand jedoch hat eine generelle Lösung für dieses Problem. Die westliche Medizin empfiehlt in diesem Fall immer Schlaftabletten, die TCM hingegen Kräutermischungen, aber keine der beiden kann das Problem vollständig beseitigen. Es bleibt den Patienten daher nichts anderes übrig als Schafe zu zählen und die Sterne anzustarren. Was für ein besorgniserregendes Bild!

Wir haben ganz einfache Tipps für einen guten Schlaf. Die Ursache für einen schlechten Schlaf kann unter anderem in Magen und Darm liegen. Darauf kommen wir normalerweise nicht einmal im Traum. Nehmen Sie, bevor Sie ins Bett gehen, 6 kleine Schröpfköpfe zur Hand. Setzen Sie einen von ihnen 7 cm oberhalb des Bauchnabels an, einen anderen 3 cm darunter. Die restlichen 4 setzen Sie auf die Oberseite einer ihrer Oberschenkel und zwar gleichmäßig auf den Magenmeridian. Lassen Sie die Schröpfköpfe für etwa 10 Minuten auf Ihrem Körper, anschließend entfernen Sie sie. Wenn Sie nun ins Bett gehen, fühlen Sie sich sehr ruhig und entspannt und werden schon bald darauf einschlafen. Die 6 Schröpfköpfe bewirken eine Erhöhung der Blutmenge in Magen und Darm. Denn sind Magen und Darm nicht ausreichend mit Blut versorgt, leisten sie nur ungenügende Verdauungsarbeit. Es entstehen Blähungen und alte Luft staut sich im Körper an. Diese Stauung belastet die Leber erheblich und beeinflusst zusätzlich die Sauerstoffversorgung für Herz und Gehirn. Ein chinesischer Spruch besagt: „Ist Dein Magen nicht in Harmonie, so ist Dein Schlaf unruhig.“

Ich denke, es ist nun klar, dass die Ursache für einen schlechten Schlaf unter anderem in Magen und Darm liegen kann. Das kann man sich wirklich schlecht vorstellen. Manche sagen dann sofort, Schlaflosigkeit wird von psychischen oder nervlichen Problemen und nicht nur von Problemen in Magen und Darm verursacht. Das stimmt schon! Nackenprobleme zum Beispiel können auch Schlaflosigkeit hervorrufen, Herzprobleme genauso. Ich möchte hier jedoch nur eine Einstellung vermitteln, und zwar dass wir bei Krankheiten immer die Wurzel des Problem aufspüren sollten.

Einmal traf ich jemanden, der einen Bandscheibenvorfall hatte. Sein Arzt für Akupunktur hatte ihn kurz davor an einigen Stellen des Blasenmeridians mit Nadeln behandelt, der Patient konnte sich danach aber trotzdem immer noch nicht wegen der Rückenschmerzen umdrehen. Ich sah, dass alle behandelten Stellen richtig waren, so wie es die TCM-Theorie vorschreibt. Aber warum hatte es nicht funktioniert? Ich fühlte seinen Puls und merkte, dass ein Blutstauung vorlag. Es konnte nicht nach unten fließen. Ich behandelte ihn deswegen mit einer Nadel auf dem Punkt Chi Ze, der sich auf dem Lungenmeridian befindet. Gleichzeitig schabte ich mit einer Schabescheibe seinen linken Herzmeridian entlang. Sofort bemerkte der Patient ein Knurren im Darm und eine warme Strömung durchlief die Innenseite seines Oberschenkels bis nach unten. Ich ließ die Nadel für 10 Minuten auf dem Punkt und zog sie anschließend wieder heraus. Der Patient stand auf und fühlte, dass die Schmerzen erheblich nachgelassen hatten. Es blieb lediglich noch ein gespanntes Gefühl zurück. Bei Schmerzen, die durch einen Bandscheibenvorfall verursacht wurden, behandelt man auf dem Herz- und Lungenmeridian. Dies ist ein Beispiel dafür, dass der Patient durch Suchen nach der Wurzel des Problems geheilt werden konnte.

Ein Freund meinte noch, dass die Ursachen der oben genannten Krankheiten nichts mit den von mir so bezeichneten „3 Giften“ (giftige Luft, giftiges Wasser, giftiger Stuhl) zu tun hätten. Das kann man nicht sagen, denn die 3 Giftigen sind generelle Krankheitsauslöser. Wenn wir die 3 Giftigen rechtzeitig beseitigen können, entstehen keine gewöhnlichen Krankheiten. Sind wir dennoch zufällig krank, ist der Körper in der Lage, rasch sich selbst zu heilen. Darüber hinaus ist die Energie stark genug und das Blut ausreichend. Mit diesen 2 Voraussetzungen bleiben Sie kerngesund. Der Körper hat zwar eine starke Fähigkeit zur Selbstheilung, diese funktioniert jedoch oft wegen der 3 Giftigen nicht richtig. Daher gilt für alle Krankheiten zunächst die grundsätzliche Methode, die 3 Giftigen zu beseitigen.

Es gibt dringende und weniger dringende Angelegenheiten. Auch gibt es akute und chronische Krankheiten. Wenn eine Krankheit akut ist, sollte man zuerst das Äußere heilen. Retten ist das Wichtigste. Bei chronischen Krankheiten sollte man nach der Wurzel suchen. Eine langsame Heilung bringt ewige Ruhe.



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Donnerstag, 17. November 2011

Zhongli 1 K 1-10, Die angeborene Körpereigenschaft ist unwichtig. Viel wichtiger hingegen ist die Harmonie zwischen Yin und Yang

Zum Inhalt:

Unser Körper ist nicht von Anfang an in kompletter Yin-Yang-Harmonie. Entweder haben wir zu viel Yang oder zu viel Yin. Was ist besser? Eigentlich ist keines von beiden besser oder schlechter. Menschen mit zu wenig Wärme bekommen bestimmte Krankheiten und Menschen mit zu viel Wärme bekommen wiederum andere Krankheiten. Was wir dagegen tun können, ist klar: Menschen der ersten Gruppe sollten ihrem Körper mehr Wärme zuführen und Menschen der zweiten Gruppe, sollten das Feuer in ihrem Körper reduzieren. Die Yin-Yang-Harmonie, die wir mit Bemühung und Pflege unseres Körpers gewinnen, ist die Garantie für Gesundheit.

Viele meiner Freunde und Bekannten möchten immer gerne wissen, welche Körpereigenschaft sie haben (einige erklärende Informationen zum übergeordneten Thema „Yin und Yang“ finden Sie unter "Yin-Yang-Lehre/-Harmonie" in unserem Glossar – vom Übersetzer). Sie sticheln mich deshalb häufig ungeduldig damit, dass ich doch einmal einen Artikel über die Körpereigenschaften schreiben solle. Ich wollte eigentlich erst über das Thema schreiben, wenn ich genügend überlegt und ausreichend recherchiert habe, da das Thema ziemlich groß und kompliziert ist. Man kann es nicht in ein paar Sätzen beschreiben. Mir ist auch bewusst, dass das Thema die Leser verwirren kann, wenn ich es zu fachlich und ausführlich vorstelle. Das ist ähnlich wie bei der mathematischen Aufgabe 1+1 = 2, die jeder für einfach hält, aber wenn man fragt, warum das so ist, dann sieht man sich einer fast unlösbaren mathematischen Aufgabe gegenüber. Mit diesen Gedanken fange ich nun doch heute an, einen Artikel in vereinfachter Form zu schreiben, damit die Leser einen groben Einblick in das Thema „Körpereigenschaft“ gewinnen können. Denn das Erlernen der TCM ist ein langer allmählicher Vorgang. Der Lernprozess muss ebenfalls ein Prozess des Selbsterlebens sein, sonst erlernen Sie nur das Oberflächliche und nicht die Essenz der TCM.

Viele wollen wissen, welche Körpereigenschaft Sie haben. In diesem Artikel gebe ich Ihnen einen Test an die Hand, mit dem Sie feststellen können, welche Körpereigenschaft Sie haben. Ich ordne die Eigenschaften der TCM-Theorie entsprechend ein und nenne Ihnen auch vereinfacht nur 2 Eigenschaften, nämlich die kalte und die warme Eigenschaft, denn die Eigenschaften der Menschen sind sehr vielfältig. Wenn ich die Eigenschaften hier zu ausführlich erkläre, verwirre ich Sie vielleicht.

Kalte Eigenschaft (kein ausreichendes Yang-Qi) - Die häufigsten Indizien dafür, dass Sie diese Eigenschaft besitzen, sind: Sie haben zu wenig Feuer, sind kälteempfindlich, lieben Wärme, trinken ungerne oder lediglich gerne Heißes, haben oft Durchfall oder einen weichen Stuhlgang, Ihre Hände und Füße sind kalt, Sie sind direkt nach dem Aufstehen müde, in Herbst und Winter läuft Ihre Nase und sie haben Husten, Sie mögen gerne Ingwer und Porree, Sie essen ungerne Birne und Lotus-Wurzeln, Sie haben einen dünnen Zungenbelag und eine blasse Zunge, Ihr Körper gibt relativ viel Wasser ab (über das Schwitzen oder Wasserlassen – vom Übersetzer), Sie haben eine blasse oder gelbliche Gesichtsfarbe, Ihr Körper ist dick (aber nicht sehr fest), Sie mögen Ruhe und sind gerne allein, Ihr Puls ist relativ langsam.

Warme Eigenschaft (schwaches Yin, feurig) - Die häufigsten Indizien dafür, dass Sie diese Eigenschaft besitzen, sind: Sie mögen gerne Kälte, schwitzen viel, trinken gerne (vor allem Grünen Tee), mögen Wind und Klimaanlagen, essen gerne Eis und mögen kalte Getränke, haben einen bitteren Geschmack im Mund, Ihr Urin ist eher gelblich, Ihr Stuhl fest oder Sie haben Verstopfung, Sie haben oft Durst, Ihre Augen sind eher trocken und rot, Sie leiden an Schlaflosigkeit, Ihr Zungenbelag und Ihre Hautfarbe sind rötlich, Ihr Puls schlägt relativ schnell, Sie haben einen stärkeren Körpergeruch, Ihre Menstruation kommt häufig vorzeitig mit großer Menge und dunkler Farbe.

Genauer gesagt, gibt es jedoch wenige, die exakt zu der einen oder anderen Eigenschaft gehören. Die meisten besitzen eine Eigenschaft, die zwischen beiden liegt. Manche tendieren zur warmen und manche zur kalten Eigenschaft, andere wiederum tendieren zu einer Eigenschaft, die innerlich warm und äußerlich kalt oder oben warm und unten kalt oder sogar manchmal warm und manchmal kalt ist.

Bei einer Behandlung sollten die verschiedenen Eigenschaften als allererstes und auch genau berücksichtigt werden, die Symptome sind ihnen gegenüber eigentlich zweitrangig. Ich habe zum Beispiel einmal ein 18-jähriges Mädchen behandelt, die einen feuerroten Ausschlag im ganzen Gesicht und außerdem noch sehr hartnäckige Halsschmerzen hatte. Sie war bei vielen Ärzten und ihr wurde gesagt, dass sie zu viel Feuer habe. Daher enthielten alle Rezepte, die sie von den Ärzten bekommen hatte, Kräuter, welche eine bittere und kalte Eigenschaft besitzen und ihr Feuer austreiben können. Sie hatte also verschiedene mittels dieser Rezepte gekochte TCM-Kräutersuppen eingenommen, Suppen gegen Leberfeuer, Herzfeuer, Lungen- und Magenfeuer, Herz- und Magenfeuer, Magen- und Nierenfeuer und gegen Feuer und Entgiftung. Ich stellte fest, dass ihr Puls nur 64 Mal pro Minute schlug und ihre Zungenfarbe sehr hell und blass war, sie hatte eine typische kalte Eigenschaft. Ich fragte sie auch nach ihren Essgewohnheiten und fand heraus, dass sie am liebsten Ingwer aß, ungern trank und vor allem keine kalten Getränke mochte. Außerdem fror sie sehr häufig. Ich verschrieb ihr daher eine fertige Chinesische Medizin, die eine warme Eigenschaft hatte. Sie heißt Fu-Zi-Li-Zhong-Wan und ist speziell gegen Magenkälte. Das Mädchen sollte hiervon eine Woche lang 3 x 2 Kügelchen am Tag einnehmen. Als die 1 Woche vergangen war, erzählte mir die 18-jährige, dass diese Kügelchen ganz lecker seien, sowohl süß als auch scharf (für mich und andere ist diese Medizin eigentlich schwer runterzuschlucken) und sich ihre Halsschmerzen auch gebessert hätten. Außerdem fühle sie auch eine angenehme Wärme im Bauch, auch ihr Ausschlag sei deutlich weniger geworden.

Kann bei einer Behandlung die Körpereigenschaft des Patienten festgestellt werden, dann kann man auch die Wurzel der Krankheit herausfinden. Bei kalter Eigenschaft können sich beim Kranken zwar auch warme Symptome zeigen, diese sind aber nicht wirklich der warmen Eigenschaft zuzuordnen. Sie sind kein Zeichen dafür, dass der Kranke zu viel Yang-Qi hat. Bei der Behandlung sollten Sie keinesfalls Kräuter verwenden, die eine zu kalte Eigenschaft besitzen. In diesem Fall sollten Sie sie möglichst wenig bis gar nicht und stattdessen Kräuter mit warmer Eigenschaft verwenden. Menschen mit warmer Eigenschaft sind auch manchmal erkältet und frieren, aber sie sollten nicht zu viele Kräuter mit warmer Eigenschaft zu sich nehmen. Dieser Typ Mensch braucht nur ein wenig Medizin, welche die äußere Kälte wegnimmt, denn sie können im Vergleich zum „kalten Typ“ die äußere Kälte viel besser mit ihrem eigenen inneren Feuer austreiben. Wenn ein Patient mit kalter Eigenschaft und warmen Symptomen mit Anti-Feuer-Kräutern behandelt wird, dann rauben ihm die eingenommenen Kräuter seine restliche Wärme (Yang-Qi – vom Übersetzer). Und wenn ein Patient mit warmer Eigenschaft und kalten Symptomen mit wärmeergänzenden Kräutern behandelt wird, dann ist dies, wie wenn wir zusätzliches Holz ins Feuer werfen. Auf diese Weise können wir nie eine Harmonie herstellen.

Die Körpereigenschaft ist wie der Charakter, beide sind schwierig zu ändern. Unter der Eigenschaft mit einem schwachen Yang ist zu verstehen, dass derjenige zu viel Kälte im Körper hat, unter der Eigenschaft mit einem schwachen Yin, dass derjenige zu viel Wärme besitzt. Menschen der ersten Gruppe können zwar nach dem Sport oder durch eine andere Art der Wärmezufuhr an Yang-Qi gewinnen und hören damit auf zu frieren, haben aber innerlich immer noch die gleiche angeborene Eigenschaft. Sobald sie keinen Sport mehr treiben oder sich erkälten, taucht diese Eigenschaft sofort wieder auf. Daher ist ein ununterbrochenes Training oder eine Wärmeergänzung für diese Menschen sehr gut. Menschen der zweiten Gruppe können durch eine Krankheit oder eine schlechte Umgebung an Yang-Qi verlieren und fangen an zu frieren, ihr Körper selbst hat jedoch immer noch ausreichend Yang-Qi. Diese Patienten sollten daher wärmespendende Kräuter einnehmen, natürlich in angemessenem Maße.

Unser Körper ist nicht von Anfang an in kompletter Yin-Yang-Harmonie. Entweder haben wir zu viel Yang oder zu viel Yin. Was ist besser? Eigentlich ist keines von beiden besser oder schlechter. Menschen mit zu wenig Wärme bekommen bestimmte Krankheiten und Menschen mit zu viel Wärme bekommen wiederum andere Krankheiten. Was wir dagegen tun können, ist klar: Menschen der ersten Gruppe sollten ihrem Körper mehr Wärme zuführen und Menschen der zweiten Gruppe, sollten das Feuer in ihrem Körper reduzieren. Die Yin-Yang-Harmonie, die wir mit Bemühung und Pflege unseres Körpers gewinnen, ist die Garantie für Gesundheit.

Ich habe hier sehr viel geschrieben und denke, es ist gut, wenn sie alles verstanden haben, es macht aber auch nichts aus, wenn sie noch nicht alles verstehen, da das Erlernen der TCM ein Prozess ist, der ohne die Schritte „Kennenlernen – Mitdenken – Verstehen“ nicht auskommt.
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Montag, 14. November 2011

Zhongli 1 K 4–7: Eine sofort wirkende Methode für die Behandlung von Kurzsichtigkeit

Laut TCM-Theorie spielen Leber und Niere in unserem Körper eine große Rolle. Die Leber öffnet das Auge, die Niere spendet dem Auge die notwendige Energie. Aus diesem Grunde behandeln TCM-Mediziner Augenerkrankungen, indem sie die Funktion der Leber und der Niere regulieren. Hierfür gibt es auch einige fertige TCM-Arzneimittel, diese sind aber nicht besonders wirksam gegen Kurzsichtigkeit, weil die Ursache der Kurzsichtigkeit eher die Ermüdung des Augenmuskels nach langer Beanspruchung ist. Das heißt, das Problem hat mit den inneren Organen nichts zu tun, sondern mit den an der Oberfläche liegenden Meridianen. Wenn uns dies klar geworden ist, kann das Problem der Kurzsichtigkeit gelöst werden.

Der Blasenmeridian im Nackenbereich reguliert und kontrolliert unmittelbar die Blutversorgung des Augenmuskels. Den Augenmuskel können wir leider nicht direkt kontrollieren, da wir keinen Zugang zu ihm haben. Aber wir können den Augenmuskel und den Nackenmuskel zusammenhängend betrachten. Regulieren wir die Funktion des Nackenmuskels, können wir das Augenproblem beseitigen oder lindern. Ist das nicht auch eine gute Lösung?
Sie müssen sich nur jeden Tag ein wenig Zeit nehmen, um Ihre Augen zu pflegen. Begeistern Sie jeden, den Sie kennen, von dieser Methode!

1. Drehen Sie zunächst die Augen in einem sehr langsamen Tempo im Uhrzeigersinn. Den Kopf sollten Sie dabei gar nicht bewegen. Wenn die Augen nach links gucken, sollte der Blick soweit wie möglich nach links gerichtet sein. Der Kopf bleibt jedoch immer in der gleichen Position. Gehen Sie gleichermaßen vor, wenn der Blick nach rechts, oben und unten gerichtet ist. Drehen Sie insgesamt 25 Kreise. Danach das Gleiche in die andere Richtung. Wenn Sie fertig sind, fühlen Sie hinten ein gespanntes Gefühl. Das ist das Wichtigste dabei. Sie sollten die Augen so lange drehen bis sich dieses Gefühl einstellt. Denn erst dann sind die Muskelnerven von Augen und Nacken miteinander verbunden.

2. Massieren Sie jetzt Ihren Nackenmuskel. Sie werden merken, dass das gespannte Gefühl sehr schnell verschwindet und die Augen sich sehr entspannt fühlen.

3. Nach einigen Wochen ununterbrochenem Training kann sich die Sehkraft in großen Maßen verbessert haben. Andere Augenerkrankungen können damit auch vorgebeugt werden.


Leserbrief 1

Ich habe einige Jahre Yoga geübt. Yoga umfasst ähnliche Übungen, wie diese hier vorgestellten. Sie sind wirklich sehr wirksam, wenn man sie kontinuierlich macht. Ich teile hier meine Erfahrungen mit Ihnen.

1. Jeden Tag eine halbe Stunde oder Stunde in die Ferne starren, z.B. einen Baum, ein Hausdach usw. aussuchen und anstarren.

2. Wenn die Augen müde sind, können Sie die Nasenspitze 5 Sekunden lang anstarren und dann 5 Sekunden lang in die Ferne gucken. Wiederholen Sie dies mehrere Male.

Leserbrief 2

Ich habe eine Behandlungsmethode gegen Kurzsichtigkeit bei Jugendlichen, die sehr einfach und wirksam ist. Viele Menschen haben diese Methode bereits angewendet und Erfolge erzielt: Kochen Sie schwarze Bohnen mit chinesischen roten Datteln im Verhältnis 1:1. Das Kind sollte ein bisschen von dieser Zubereitung jeden Tag ein paar Monate lang essen.

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Freitag, 11. November 2011

Zhongli 1 K 2-6, Der Lebermeridian und der Tai-Chong-Punkt: Dem Tai-Chong-Punkt sollten Sie den größten Respekt entgegenbringen

Zum Inhalt:



Für welchen Typ Mensch ist der Punkt am besten geeignet? Vor allem Menschen, die sich bei Ärger und Streitigkeiten zurückziehen und bei Traurigkeit ihre Tränen herunterschlucken sowie Menschen, die oft schlecht gelaunt sind, besorgt sind oder über ihren Kummer schlecht hinwegkommen können sich diesen Punkt zu Nutze machen. Aber für alle anderen Menschen, die ihre Wut jederzeit loswerden, ihren Ärger gleich vergessen und sofort wieder lachen können, hat dieser Punkt keinerlei Bedeutung. Sie können diesen Punkt für sich allein massieren, aber die Wirkung ist besser, wenn Sie die Stelle vom Tai-Chong-Punkt bis zum Xing-Jian-Punkt (LR2) massieren.

Eines Tages besuchte ich einen Freund, der mich sofort bat, den Puls seiner Frau zu fühlen. Er sagte, dass seine Frau im Ausland zum Doktor der Medizin promoviert habe und überhaupt nicht an TCM glaube. Er wollte, dass ich ihren Horizont erweitere.

Seine Frau machte sehr freundlich mit und streckte mir ihren Arm entgegen. Sie lächelte zwar ein wenig, ich las jedoch in ihren Blicken, dass sie mich herausfordern wollte. Ich erachte derartige Tests für sinnlos und wollte eigentlich ablehnen. Mein Freund aber klopfte mir auf die Schultern und sagte: „Bruder, Du musst heute unbedingt ihre Arroganz besiegen, ansonsten wird sie mir immer wieder vorwerfen, dass ich kopflos und abergläubisch sei, weil ich so sehr an die TCM glaube.“ Ich hörte dies und wusste darauf nichts anderes zu sagen als: „Na gut, dann schau‘ ich mal, was ich tun kann, aber in Ihnen, Frau Doktor, werde ich sicherlich meinen Meister finden.“ Wir saßen uns gegenüber und ich fühlte mit drei Fingern ihren Puls. Dabei schloss ich meine Augen, sie hingegen sah mich die ganze Zeit über lächelnd und prüfenden Blickes an. Witzig, der Akt des Pulsfühlens wurde nun zum Kampffeld zwischen westlicher und chinesischer Medizin erklärt.

Beim Pulsfühlen merkte ich, dass ihr Leberpuls sehr aktiv und ihr Herzpuls zu inkonstant war. Ich vermutete daher, dass sie ein hastiger Mensch sei, der sich schnell unheimlich aufrege. Ihr Milzpuls war eher gehemmt und schwach. Ich nahm deshalb an, dass sie sicherlich Magen- und Darmprobleme habe. Ihr Lungenpulsschlag war nicht kräftig und lang genug, weshalb ich vermutete, dass sie gelegentlich an Kopfschmerzen leide. Nach etwa 3 Minuten also wusste ich bereits alles über ihre Gesundheit. Ich stand auf und trank meinen Tee. Die Frau meines Freundes sah, wie ich mich gelassen und sicher verhielt. Sie schien ratlos und fragte ungeduldig: „Und, was habe ich für ein Problem?“ Ich antwortete ihr auf spaßige Weise: „Kein Problem. Sie haben nur zu viel Leberfeuer und sind zu launisch.“ Mein Freund erwiderte sofort: „Stimmt schon, ihre Laune … ändert sich von einem Moment auf den anderen. Außerdem schreit sie mich immer an.“ Sie hob leicht ihren Kopf und sagte etwas verächtlich: „Ist schlechte Laune auch eine Krankheit? So diagnostiziert ihr also.“ Ich trank meinen Tee weiter und sagte ganz geduldig zu ihr: „Schlechte Laune ist keine Krankheit, aber sie verursacht Kopfschmerzen und Bluthochdruck.“ Sie hob ihre Augenbrauen und nickte endlich ein bisschen: „Und was noch?“

„Schlechte Laune und Ärger führen sehr schnell zu einer Schädigung von Milz und Magen. Der Schulmedizin zufolge leiden Menschen mit diesen Symptomen häufig an Magenerkrankungen oder bekommen ein Geschwür am Zwölffingerdarm. Sie, Frau Doktor, wachen oft um 2 Uhr in der Nacht auf und können nicht mehr einschlafen. Von 9 bis 11 Uhr vormittags sind Sie dann tot müde und haben außerdem noch Kopfschmerzen. Von 11 Uhr vormittags bis abends sind Sie dann die ganze Zeit top fit.“ Während ich erzählte, wurden ihre Augen ganz groß: „Unglaublich, wunderbar, Wahnsinn!“ Während sie sich noch wunderte, hatte ich bereits ihr Haus verlassen.

Im gewissen Sinne ist es nicht schlecht, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, vor allem für Frauen. Jedesmal wenn meine männlichen Freunde sich darüber aufregten, wie grundlos launisch ihre Ehefrauen seien, tröste ich sie immer mit folgendem Satz: Betrachte die Laune als etwas Positives und akzeptiere sie. Ich erklärte ihnen, dass schlechte Laune meistens nicht von schlechtem Benehmen oder schlechter Erziehung kommt, sondern sie entsteht aus der giftigen Luft, die sich in unserem Körper befindet. Diese Luft sammelt sich an, dehnt sich aus und der Mensch „explodiert“ förmlich (er lässt seiner schlechten Laune freien Lauf – vom Übersetzer). Die Frage ist jedoch, wie entsteht diese giftige Luft? Ihre Entstehung ist emotional bedingt. Anfangs wirkt diese Luft als positive Energie, zirkuliert in unserem Körper und unterstützt den Blutkreislauf. Je besser unsere Leberfunktion, desto größer ist diese Energie. Unser Körper nutzt diese Energie als Antriebskraft für den ganzkörperlichen Stoffwechsel und die Regulierung unseres Geistes. Diese Energie ist sehr stark und wenn wir sie bei der Entstehung unterdrücken - z. B. unseren Ärger mit Vernunft im Zaum halten und dieser Energie nicht freien Lauf lassen - dann bleibt sie als Überschuss im Körper zurück. Das ist dann genau die im Volksmund (im chinesischen Volksmund – vom Übersetzer) genannte „Innere Glut“. Auch sagt der Volksmund hierzu: „Überflüssiges Qi führt zu Feuer“. Dieses Feuer findet keinen normalen Ausgang und gleicht daher einem wilden Pferd ohne Zügel, das in unserem Körper herumrennt wie es lustig ist. Gelangt dieses Feuer in unseren Kopf, bekommen wir Kopfschmerzen. Gelangt es in die vier Gliedmaßen, bekommen wir Rheuma. Wenn es in den Magen-Darm-Trakt eindringt, ist es der Auslöser für ein Geschwür. Wenn also unsere Ehefrauen anfangen loszuschreien, sollten wir Männer sie einfach schreien lassen. Starkes Leberfeuer ist sozusagen eine Gabe der Natur. Menschen, die diese Gabe besitzen, sind meistens mutig und besitzen sehr viel Energie. Viele von Ihnen sind sehr erfolgreich. Andere Menschen wiederum haben von Geburt an zu wenig Leberfeuer, Qi und Blut. Wenn sich diese Menschen ärgern, können sie ihrem Ärger oft nicht freien Lauf lassen. Folglich staut sich der Ärger zwischen den Organen an und bildet ein negatives Qi. Dieses negative Qi stört dann unseren normalen Kreislauf von Qi und Blut. Schlimmstenfalls bildet es an dieser Stelle eine Art Knoten oder sogar einen Tumor. Daher möchte ich hier noch einmal betonen, dass das giftige Qi unbedingt rechtzeitig aus unserem Körper heraus getrieben werden muss. Das Ablassen von Blähungen und Aufstoßen sind hierfür sehr, sehr geeignet.

Manche Frauen weinen häufig, und das ist auch gut so. Auf diese Weise werden sie ihre Traurigkeit los, denn das Weinen bewirkt, dass sich die angesammelten Giftstoffe auflösen. Eine wirklich tolle Sache! „Tränen sind das flüssige Ergebnis des Entgiftungsvorgangs unserer Leber“, so lautet es in alten chinesischen Medizinbüchern. Tränen sind somit ein natürliches Entgiftungsmittel, das uns die Natur gegeben hat. Mit ihrer Hilfe können wir unser Lebergift schnell auflösen. Warum sollten wir also dieses Mittel nicht verwenden? Manche Menschen fühlen sich sofort erleichtert, wenn sie sich einmal so richtig ausheult haben. All ihr Ärger und ihre Traurigkeit, die sich in diesen Menschen angesammelt haben, werden zusammen mit den Tränen hinaus geschwemmt. Weinen ist also das beste Heilmittel. Das Weinen raubt dem Körper aber auch sehr viel Qi und Blut, und zwar weil das giftige Qi sehr viel davon benötigt. Menschen, die geweint haben fühlen sich deshalb immer sehr müde und schläfrig. Qi und Blut sollten also anschließend rechtzeitig ergänzt werden. Trotzdem sollten Sie jedoch nicht immer weinerlich sein, so wie das bekannte Fräulein Lin, deren Qi und Blut nach zu häufigem Weinen komplett verbraucht war (Fräulein Lin ist eine Figur des klassischen chinesischen Romans „Der Traum der roten Kammer“, das um seine verlorene Liebe zu viel trauerte und letztendlich daran zugrunde ging). Alles muss eben angemessen sein, zu viel ist genauso schlecht wie zu wenig.

Da wir gerade über das Leberfeuer und den Ärger reden, kommen wir gar nicht um den wunderbaren Tai-Chong-Punkt (LR3) auf dem Lebermeridian umhin.

Der Tai-Chong-Punkt ist der Ursprung des Lebermeridians und bedeutet soviel wie „Ursprüngliche Energie des Meridians“. Das heißt, dass wir an diesem Punkt die Eigenschaften und Funktionen der Leber erkennen können. Ich verehre diesen Punkt stets, weil er ist wie ein Greis mit autoritärer Ausstrahlung ist, der außerdem viel Toleranz und Weisheit besitzt. Er hat die Fähigkeit, uns immer wieder neue Energie einzuflößen, uns den Ärger zu nehmen und uns wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dieser Punkt kann uns in gefährlichen Situationen sogar Mut geben und uns unsere Beherrschung bewahren lassen. Kein Wunder, dass Herr Wu Qing Zhong in seinem Buch „Wie gehe ich mit meinem Körper um“ (chinesischer Originaltitel „身体使用手册“ – vom Übersetzer) den Punkt in höchsten Tönen lobt.

Dass der Punkt wirklich so eine derartige Wirkung besitzt, glauben viele nicht. Sie meinen vielleicht, dass ich übertreibe. Ich weiß aber, dass ich diesen Punkt mit seiner großartigen Wirkung immer noch nicht gut genug kenne, weil es mir mit meinem begrenzten Wissen nicht möglich ist. In der TCM wird die Leber als aufrichtiger General bezeichnet. „Die Leber ist ein starkes Organ und lässt sich nicht unterjochen“. Dies bedeutet, dass dieses Organ sehr viel Yang-Energie besitzt. Aufgrund seiner feurigen Energie ist es sehr temperamentvoll. Es kann nicht unterdrückt werden. „Die Leber ist verantwortlich für unsere Sehnen und in ihr kann leicht Zug entstehen.“ Wie wir sehen, haben viele Menschen, die an einer Nachkrankheit des Schlaganfalls leiden, gekrümmte Hände oder Füße. Der Volksmund (chinesischer Volksmund – vom Übersetzer) sagt hier, dass sich die Sehnen verkrampft haben und dies ein Zeichen ist, dass die Leber geschädigt wurde. In den Medizinbüchern heißt es außerdem: „Die Augen sind der Spiegel der Leber.“ Augenprobleme werden also hauptsächlich von der Leber verursacht: Mangelndes Leberblut verursacht Trockenheit und unklares Sehen. Bei zu viel Leberfeuer entstehen ein erhöhter schmerzhafter Augeninnendruck und eine Rötung der Augen.

„Die Seele versteckt sich in der Leber.“ So steht es in den Medizinbüchern und ein Sprichwort besagt: „Die Seele ist nicht Zuhause.“ Dies bedeutet, dass die Seele nicht brav in der Leber bleibt, sondern immer wieder versucht zu flüchten. Zum Beispiel können sich manche Menschen nicht konzentrieren, sie sind ziellos und unmotiviert, so als ob sie ihre Seele verloren hätten. Diese Menschen können eigentlich nichts dafür, denn sie werden durch ihr schwaches Leber-Qi beeinflusst. Andere Menschen wiederum haben oft Albträume in der Nacht und wachen zwischen 2 und 3 Uhr morgens auf. Es gelingt ihnen kaum wieder einzuschlafen. Daran ist das angestaute giftige Qi in der Leber Schuld. Der Tai-Chong-Punkt ist der große Retter für all diese Probleme und wir müssen ihn richtig schätzen und zu nutzen wissen. Er kann uns bei Fieber, Nervosität, aber auch bei Ohnmacht und Krämpfen helfen.

Vor allem Menschen, die sich bei Ärger und Streitigkeiten zurückziehen und bei Traurigkeit ihre Tränen herunterschlucken sowie Menschen, die oft schlecht gelaunt sind, besorgt sind oder über ihren Kummer schlecht hinwegkommen können sich diesen Punkt zu Nutze machen. Aber für alle anderen Menschen, die ihre Wut jederzeit loswerden, ihren Ärger gleich vergessen und sofort wieder lachen können, hat dieser Punkt keinerlei Bedeutung. Sie können diesen Punkt für sich allein massieren, aber die Wirkung ist besser, wenn Sie die Stelle vom Tai-Chong-Punkt bis zum Xing-Jian-Punkt (LR2) massieren.




Blog-Info:


Dienstag, 8. November 2011

Zhongli 1 K 2-8, Der Nierenmeridian: Ein Schatz des Lebens

Zum Inhalt:


Als Stärkungsmittel für die Nieren kennen die meisten nur Hirschgeweihsprosse, chinesischen Teufelszwirn (Frucht des Bocksdorns – vom Übersetzer), chinesischen Kernkeulenpilz und den Mutterkuchen. Sie sollten jedoch unbedingt wissen, dass die 3 Punkte Tai-Xi, Fu-Liu und Yong-Quan unbezahlbare Schätze unseres Lebens sind. Weil die Punkte aber so klein sind, übersehen sie die Menschen. Manche meinen, ich überschätze die Punkte. Meine Antwort darauf ist: Beim Wassertrinken kann nur der Trinkende selbst die Wassertemperatur feststellen.


Der Nierenmeridian ist ein Meridian, der das persönliche Glück eines Menschen bestimmt, und zwar sein ganzes Leben lang. Wollen wir unsere Lebensqualität erhöhen, dann müssen wir den Nierenmeridian trainieren und stärken. Die Niere ist das Fundament oder Kapital unseres Lebens, welches bei unserer Geburt vererbt wird. Wenn dieses Erbe bei unserer Geburt nicht groß genug ist, muss es auf jeden Fall nach der Geburt ergänzt werden. Geschieht dies nicht, sind wir vor einer Verschlechterung unseres Gesundheitszustandes ab Lebensmitte nicht gefeit. Eine schnelle Alterung unseres Körpers ist dann nicht mehr aufzuhalten. Unser Körper braucht Bewegung, die Meridiane aber brauchen Training, denn sie agieren als unsichtbare Hand und treuer Bodyguard. Unser Körper sowie unsere Organe können nach Verschleiß und Verletzung von den Meridianen regeneriert werden. Unser Körper ist also wie eine Tag und Nacht laufende Maschine, die jederzeit verschleißen und kaputt gehen kann. Pflegen und warten wir sie jedoch regelmäßig, entfernen wir immer wieder den Schmutz und ölen wir sie von Zeit zu Zeit, dann bleibt sie bzw. unser Körper funktional intakt und ist sogar wie neu. Mithilfe dieser Wartung und Pflege des Körpers haben wir seine natürliche Entwicklung positiv verändert und unsere ungemein große, aber versteckte Energie aufgedeckt. Die Natur hat jedem von uns eine wahnsinnige Selbstheilungskraft mitgegeben, ob wir diese wecken und beherrschen wollen, liegt ganz allein in unserer Hand.


Hier in diesem Artikel erzähle ich Ihnen von 3 wichtigen Punkten auf dem Nierenmeridian: Tai-Xi (KI3), Fu-Liu (KI7) und Yong-Quan (KI1). Unterschätzen Sie diese 3 Punkte nicht, denn sie alle sind Meister ihres Faches.


Wir beginnen mit dem Tai-Xi-Punkt. Er liegt auf der Fußinnenseite in einer Kuhle, 3 cm vom Knöchel entfernt und ist ein Punkt, der eine große Kraft besitzt, das Qi zu ergänzen. Alle Symptome, die durch schwache Nieren verursacht wurden, wie z. B. Beschwerden im Lendenbereich, Schwindel, Tinnitus, Haarausfall, lockere Zähne, Asthma, eine geminderte Potenz (was Männern am meisten am Herzen liegt) und sich wiederholende Fehlgeburten können durch Reizen dieses Punktes behandelt werden. Sie können dabei eine deutliche Wirkung erzielen.


Ich kenne eine Frau Anfang 30, die an einem Kummer leidet, über den sie nicht offen sprechen kann. Sie leidet an Belastungsinkontinenz (den Urin bei Körperbelastungen nicht zurückhalten können – vom Übersetzer). Sie darf weder laufen, noch lachen, noch husten, denn bei jeder heftigeren Körperbewegung hat sie dieses Problem. Sie ist Angestellte in einer ausländischen Firma und sieht schön aus. Durch diese Krankheit aber fühlt sie sich sehr minderwertig und nimmt nie an Partys mit Kollegen teil. Sogar einen Freund will sie nicht haben. Alle meinten, sie sei kühl und stolz und nahmen deshalb Abstand von ihr. 3 Jahre lang nahm sie eine bestimmte flüssige chinesische Medizin ein und verspürte keinerlei Besserung. Ich habe alle Rezepte ihrer Medikamente gelesen und alle wurden ihr eigentlich korrekt verschrieben. Alle Rezepte dienen nämlich der Reduzierung des Urins und der Stärkung der Nieren. Das Problem ist aber, dass ihre Milz und ihr Magen eine zu kalte Eigenschaft besitzen und zu schwach sind. Die eingenommene Medizin wurde in Milz und Magen nicht richtig verdaut und konnte deshalb nicht vom Körper aufgenommen werden. Das erwünschte Resultat traf deshalb nicht ein. Ich empfahl ihr, zu Hause jeden Tag auf dem Rücken links und rechts des Shen-Shu-Punktes (BL23) auf dem Blasenmeridian je einen Schröpfkopf von einer weiteren Person platzieren zu lassen und dabei gleichzeitig die Tai-Xi-Punkte an ihren beiden Füßen 10 Minuten lang zu massieren. 10 Tage später rief sie mich an und erzählte mir, dass sie am 8. Tag beim Schröpfen auf dem Shen-Shu-Punkt eine große Wasserblase bekommen hatte und wagte nicht, dort weiter zu schröpfen. Außerdem waren die Tai-Xi-Punkte nach 8 Tagen Massage sehr empfindlich und jedwede Berührung schmerzte. Ich gratulierte ihr und sagte, dass ihre Nieren gut gestärkt wurden und sie die Behandlung vorläufig einstellen könne. Der Körper regele die Funktion nun von allein. 1 Woche später kam sie Freude strahlend zu mir nach Hause und berichtete, dass sie das Problem mit dem Urin gar nicht mehr habe. Eine Behandlung auf dem She-Shu- und dem Tai-Xi-Punkt gegen schwache Nieren, egal woher die Ursache kommt, ist die beste Lösung. Diese Kombination ist vor allem wirksam gegen Beschwerden im Lendenbereich, da mit der Reizung dieser Punkte die Nieren gestärkt werden können und die Behandlung unabhängig von der Verdauung von Medikamenten in Milz und Magen ist. Deshalb ist sie auf alle Fälle geeignet, sehr direkt und schnell.


Jetzt widmen wir uns dem Fu-Liu-Punkt. „Fu Liu“ bedeutet, dass das Blut wieder richtig fließen kann. Der Punkt liegt 2 cm oberhalb des Tai-Xi-Punktes. Die Behandlung auf diesem Punkt ist am geeignetsten für Blutstauung und Entzündung, wie z. B. Blasen-, Scheiden- und Prostataentzündung sowie die Nachkrankheit nach einer Fehlgeburt. Manche Akupunktur-Experten behaupten, dass das Stechen mit Nadeln auf diesem Punkt sehr wirksam für die Stärkung der Nieren ist. Die Wirkung ist vergleichbar mit der Einnahme von Liu-Wei-Di-Huang-Wan (eine fertige Mischung aus chinesischen Kräutern, die man in jeder chinesischen Apotheke erhalten kann – vom Übersetzer). Kranke, denen immer zu heiß ist, die immer Durst haben und in der Nacht unruhig schlafen, haben nun ihr Geheimmittel.


Der Yong-Quan-Punkt liegt in der Nieren-Reflexzone unten auf der Fußsohle und eine Massage auf diesem Punkt vor dem Schlafengehen kann das Leben verlängern, so sagten unsere Vorfahren bereits. Die besondere Fähigkeit des Punktes ist nämlich, dass er das Qi und das Blut nach unten weiterleiten kann. Krankheiten wie Bluthochdruck, Nasenbluten, Kopfschmerzen, überhöhter Augeninnendruck sowie Asthma entstehen aufgrund eines unregelmäßigen Qi- und Blutkreislaufes, wobei der Kreislauf eine übermäßige Qi- und Blutmenge in den oberen Teil des Körpers presst. Derartige Krankheiten können mithilfe dieses Punktes gelindert werden. Das Auftragen einer chinesischen Kräutermischung erzielt auf diesem Punkt eine optimale Wirkung. An Bluthochdruck leidende Menschen können zum Beispiel folgende Mischung selbst herstellen: Nehmen Sie 25 g Blätter des Kornel-Kirschbaumes und zermahlen Sie diese. Fügen Sie anschließend Essig hinzu und rühren Sie das Pulver zu einer Creme. Diese Creme sollten Sie dann vor dem Schlafengehen auf dem Yong-Quan-Punkt der beiden Füße auftragen und dann die Füße jeweils mit einer Mullbinde umwickeln. Nach ca. 20 Stunden ist der Blutdruck gesunken und bleibt auf diesem Niveau. An extremem Bluthochdruck leidende Menschen können diese Methode mehrmals wiederholen (mit der Übung „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ zusammen ist die Wirkung noch besser). Bei Nasenbluten können Sie eine Knoblauchmasse auf diesen Punkt auftragen, bei Nasenbluten im linken Nasenloch tragen Sie die Masse auf dem linken Fuß auf, bei Nasenbluten im rechten Nasenloch tragen Sie die Masse auf dem rechten Fuß auf, bei Nasenbluten in beiden Nasenlöchern tragen Sie die Masse auf beiden Füßen auf. Die auftragende Knoblauchmasse stoppt das Nasenbluten wirklich sofort. Mit dieser Methode können Sie auch eine chronische Nasenentzündung behandeln. Wenn Sie lediglich den Punkt massieren möchten, dann achten Sie bitte darauf, dass die Methode nur für diejenigen geeignet ist, die beim leichten Drücken auf diesen Punkt sofort einen deutlichen Schmerz empfinden. Wenn Sie bei heftigem Drücken auf diesen Punkt keinen deutlichen Schmerzen empfinden oder die Haut an dieser Stelle nicht elastisch genug ist, sollten Sie diese Massage weglassen und die andere Methode anwenden.


Die Massage auf den Punkten Tai-Xi und Fu-Liu wirkt sehr gut. Bei ihrer Anwendung gibt es keine Tabus. Die beiden Punkte können auch abwechselnd massiert werden, der empfindlichere von beiden sollte als erstes behandelt werden. Diese Massage kann Ihre Krankheit lindern oder wenn Sie gesund sind, kann das Massieren der Punkte Ihren Körper stärken. Wenn Sie gleichzeitig auf den Punkten Shen-Shu, Guan-Yuan (RN4, auf dem Ren-Meridian) und Qi-Hai (RN6, auch auf dem Ren-Meridian) schröpfen, dann haben Sie wirklich eine sichere, mildere Behandlungsmethode an der Hand, ähnlich wie wenn Sie die flüssige Kräutermischung Shi-Quan-Da-Bu-Wan einnehmen würden. Als Stärkungsmittel für die Nieren kennen die meisten nur Hirschgeweihsprosse, chinesischen Teufelszwirn (Frucht des Bocksdorns – vom Übersetzer), chinesischen Kernkeulenpilz und den Mutterkuchen. Sie sollten jedoch unbedingt wissen, dass die 3 Punkte Tai-Xi, Fu-Liu und Yong-Quan unbezahlbare Schätze unseres Lebens sind. Weil die Punkte aber so klein sind, übersehen sie die Menschen. Manche meinen, ich überschätze die Punkte. Meine Antwort darauf ist: Beim Wassertrinken kann nur der Trinkende selbst die Wassertemperatur feststellen. .



Blog-Info:



  • Eine Abbildung des Nierenmeridians (KI) finden Sie unter: http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/sjtx.html.


  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".


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Montag, 26. September 2011

Zhongli 1 K 2-2, Der Lungenmeridian – Der empfindlichste Meridian des Körpers

Zum Inhalt:

Viele Menschen suchen sehr gerne nach geheimen Rezepten oder Wundermethoden, aber das Gold, das im Buch „Nei Jing“ überall herumliegt, will keiner haben.


Wenn Sie beginnen, sich mit der TCM-Meridianlehre vertraut zu machen, starten Sie am besten immer mit Lungenmeridian. Qi und Blut strömen von 3 bis 5 Uhr in der Nacht gegen den Lungenmeridian. Wenn sich um diese Uhrzeit Krankheitssymptome bemerkbar machen, sollten Sie gleich überlegen, ob das Problem an der Lunge liegen könnte. Ich behandelte einmal eine Frau, die im Winter immer um 4 Uhr morgens schwitzte und unruhig war. Tagsüber fror sie jedoch immer. Die Diagnose ihrer Ärzte war, dass der Körper äußerlich von Kälte umgeben war, Sie innerlich aber Feuer hatte. Das ist das typische „Feuer unter dem Eis“. Meiner Meinung nach lag aber der Auslöser der Erkrankung an einem zu geringen Qi in der Lunge. Die Lunge war nämlich zu schwach, um mit dem inneren Feuer die Kälte vertreiben zu können. Die Lunge konnte nur von 3 bis 5 Uhr in der Nacht das Feuer durch das Schwitzen heraus treiben, da der Lungenmeridian um diese Uhrzeit am stärksten ist. Deshalb verschrieb ich der Frau das Arzneimittel Bu-Zhong-Yi-Qi-Tang (eine Kräutermischung für die Stärkung des Qi – vom Übersetzer), damit die Lunge mit Qi gestärkt wird und die Kälte heraus treiben kann. Wenn der Auslöser klar ist, reicht eine einzige Verabreichung.


Das Buch „Nei Jing“ (Innere Meridiane – vom Übersetzer) besagt, dass die Lunge der „Boss“ aller Meridiane ist. Dadurch können Sie die Wichtigkeit des Meridians erkennen. In der tatsächlichen Anwendung jedoch achten nur sehr wenige auf diesen Meridian. Der Behandlungsumfang ist oft auf Erkältung, Husten und durch Husten entstandenes Asthma beschränkt. Wenn alle Anfänger diesen Meridian nur so kennenlernen, dann können sie wahrscheinlich den wahren Lungenmeridian gar nicht richtig kennen.


Der Lungenmeridian hat eine viel stärkere und umfangreichere Wirkung. Er kann sowohl die Stauung des Lebermeridians auflösen als auch die Feuchtigkeit und die Gifte aus dem Bauch heraus treiben. Außerdem kann er noch eine geschwächte Niere stärken. Husten und Asthma sind nur ein kleiner Behandlungsumfang des Lungenmeridians. Beide Krankheiten werden selten direkt durch den Lungenmeridian verursacht, sie entstehen meist, wenn an anderen Organen ein Problem vorliegt. Beide durch Leberfeuer entstandene Erkrankungen nennt man „Holzfeuer schadet dem Metall (Holz ist das Element für die Leber und Metall das Element für die Lunge - vom Übersetzer)“. In diesem Fall können die Erkrankungen durch das Löschen des Leberfeuers behandelt werden. Entstehen die beiden Erkrankungen durch eine schwache Niere nennt man „Niere speichert das Qi nicht“. In diesem Fall sollte das Qi der Niere gestärkt werden. Wenn der Auslöser der beiden Erkrankungen eine schwache Milz ist, dann bezeichnen wir dies als „Feuchtgift umgibt die Lunge“. Dann sollten wir die Milz stärken und das Feuchtgift heraus treiben. Mancher Husten kommt von einer Erkältung. Ist dies der Fall, müssen Sie die Kälte auf dem Blasenmeridian beseitigen. Oftmals ist eine Erkrankung mit hustenartigem Asthma sehr hartnäckig und unsere Vorfahren sagten schon, dass die Innere Medizin kein Asthma heilen kann oder will. Der Grund dafür ist, dass viele Mediziner bei der Heilung der Behandlung dieser Erkrankung immer bei der Lunge anfangen oder sich bemühen nur den Hustenschleim zu lösen. Den wirklichen Auslöser beseitigen sie nicht rechtzeitig und somit wird die Erkrankung chronisch. Die Lunge ist eigentlich ein sehr empfindliches Organ und sollte nicht direkt, sondern schonend behandelt werden. Genau wie unsere Vorfahren bereits sagten: Die Lunge sollte stets mittels Regulierung der anderen Organe behandelt werden.


Das Buch „Nei Jing“ besagt: „Alle Arten von Qi ordnen wir der Lunge zu“. Der gesamte Inhalt dieses Buches gilt in der TCM als „Gesetz“. Wir sollten dieses Buch sehr genau lesen und verstehen. Dieser zuvor genannte Satz will uns sagen, dass die Lungenfunktion durch Folgendes gestärkt werden kann: Die Stärkung des schwachen Qis, des Qis, das sich in die falsche Richtung bewegt, das Heraustreiben der giftigen Luft und das Einatmen der frischen Luft. An so einem guten Behandlungsrezept kann doch nicht einfach leichtsinnig vorbeigehen. Viele Menschen suchen sehr gerne nach geheimen Rezepten oder Wundermethoden, aber das Gold, das im Buch „Nei Jing“ überall herumliegt, will keiner haben.


An dieser Stelle möchten viele von Ihnen vielleicht wissen, wie die Lungenfunktion reguliert werden kann. Dies interessiert Sie am meisten. In dem Buch „Nei Jing“ ist diese Frage schon sehr ausführlich beantwortet worden: „Die Aufgabe der Lunge ist es, heraus zu treiben und zu senken. Die Lunge ist die Quelle unserer Körperflüssigkeiten und hat die Nase als Ausgang. Die Lunge ist auch für unsere Haut und unsere Haare zuständig. Der Lunge ordnen wir alle Arten von Qi und unseren psychischen Ballast zu. Dies äußert sich in verschiedenen Formen: Traurig sein, Nasenschleim besitzen, […].“ Hier wird nicht nur die Funktion der Lunge dargestellt, sondern es wird auch die konkrete Behandlungsmethode erwähnt. Manche von Ihnen fragen sich vielleicht: Wo denn? Warum finde ich keine? Ich gebe Ihnen hier ein Beispiel. Vorhin haben wir folgenden Satz erwähnt: „Der Lunge ordnen wir alle Arten von Qi und unseren psychischen Ballast zu“. Wenn jemand also lange Zeit depressiv ist und den psychischen Ballast nicht abwerfen kann, wie sollte er behandelt werden? Es war einmal ein älterer Mann, der über 70 alt war. Er hatte sich gerade mit seiner Frau gestritten und Kälte hatte sich daraufhin in seinen Körper geschlichen. Seine Symptome waren Schmerzen im Achselbereich. Die Klinik hatte ihm Schmerztabletten verschrieben, die auch eine Qi-Stauung in der Leber beseitigen sollte. Nach der Einnahme dieser Tabletten waren die Beschwerden immer noch da und außerdem fing er noch an zu Husten. Ich empfahl ihm, die Nase-Reizen-Methode. Er wandte sie sofort an und nieste 10 Mal hintereinander weg bis er auf der Stirn Schweiß bekam. Die Schmerzen unter den Achseln waren rasch gelindert. Danach sollte er ein paar Tong-Xuan-Li-Fei-Wan-Kügelchen (Kräutermischung zur Regulierung der Lunge – vom Übersetzer) einnehmen, um den Schleim zu lösen. Er hatte insgesamt 4 Kügelchen eingenommen und binnen einem Tag verschwanden alle Symptome. Diese Methode habe ich komplett dem Buch „Nei Jing“ entnommen.


Wenn Sie die Worte „Traurig sein“ in dem zuvor genannten Satz lesen und gleich an Lin-Dai-Yu denken (eine Hauptfigur aus dem Buch-Klassiker „Die rote Kammer“, die zart und sehr sensibel ist – vom Übersetzer) und wenn Sie die Worte „Haut und Haare“ lesen und gleich an Pickel denken, dann ist Ihnen ein schöner Anfang für das Erlernen der TCM gelungen. Wenn wir ein Buch lesen, sollten wir es genau lesen und dabei mitdenken.


Also zurück zur Lunge. Zur Behandlung des Asthmas ist der Yu-Ji-Punkt (LU10) sehr wichtig, Sie müssen ihn lediglich massieren. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die eingeatmete Luft nicht genug ist oder dass Sie die Luft nicht richtig einatmen können, können Sie den Tai-Yuan-Punkt (LU9) massieren. Dieser Punkt ist der Hauptpunkt des Lungenmeridians und hilft am besten zur Stärkung des Qis (beide befinden sich auf der Daumenaußenseite – vom Übersetzer).
Der Chi-Ze-Punkt (LU5) ist der beste Punkt zur Stärkung der Niere. Die Massage dieses Punktes kann das überschüssige Lungen-Qi senken und das Qi der Niere stärken (der Punkt liegt auf der Knickstelle zwischen Oberarm und Unterarm. Der Kong-Zui-Punkt (LU6) ist am besten geeignet für die Behandlung von Husten und Mandelentzündung, welche durch eine Erkältung entstanden sind. Ich möchte noch einen Punkt mit einer speziellen Wirkung vorstellen, nämlich den Shao-Shang-Punkt (LU11) (dieser Punkt befindet sich neben dem Daumennagel an der äußeren Seite – vom Übersetzer). Der Punkt ist speziell gegen Halsentzündung und Halsschmerzen. Hier kann man mit einer „Dreiecksnadel“ auf den Punkt einstechen und erhält eine sofortige Wirkung.


Jedes Leben hat ein Ende, aber wir lernen nie aus. Das Lernen sollte aber nicht einfach nur eine Ansammlung von Wissen sein, sondern wenn Sie Eines lernen, können Sie gleichzeitig Mehreres verstehen. Wenn Sie 1 Glas Wasser aus einem Fluss trinken, kennen Sie den ganzen Fluss. Wenn Sie 1 Blatt sammeln, kennen Sie den ganzen Herbst.

Blog-Info:



  • Eine Abbildung des Lungenmeridians 足太阴肺经 finden Sie unter http://www.dce128.com/jt-dce/dce/dcre/fjtx.html.


  • Die einzelnen Meridiane und Akupunkturpunkte finden Sie unter "Meridiane A-Z".


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Samstag, 17. September 2011

Zhongli 1 K 1-8, Die Schulmedizin und die Traditionelle Chinesische Medizin sollten Freunde, aber kein Ehepaar sein

Zum Inhalt:


Meiner Meinung nach ist der Streit zwischen TCM und Schulmedizin sinnlos. Keine Medizin ist besser als die andere. Beide sind wie Chinesische Malerei und Ölmalerei, der Buddhismus und das Christentum, Kaffee und Tee oder Mathematiker und Dichter.


Die Anhänger der Schulmedizin sind davon überzeugt, dass die Schulmedizin eine Essenz der Wissenschaft und die Traditionelle Chinesische Medizin ein Aberglaube oder Esoterik ist. Sie sind der Meinung, dass die Chinesische Kräutermedizin möglicherweise wirke, aber die dahinter stehende Theorie rein erdacht sei. Manche behaupten sogar, dass die Chinesische Medizin lediglich ein Placebo sei. Für diese Menschen gleicht die mehrere tausend Jahre alte TCM einer Götterverehrung einer uralten Stammesgesellschaft. Die Schulmedizin kann jedoch viele Krankheiten der modernen Zeit nicht heilen. Hier kann die TCM einen großen Beitrag leisten, dies ist bereits eine bewiesene Tatsache.


Meiner Meinung nach ist der Streit zwischen TCM und Schulmedizin sinnlos. Keine Medizin ist besser als die andere. Beide sind wie Chinesische Malerei und Ölmalerei, der Buddhismus und das Christentum, Kaffee und Tee oder Mathematiker und Dichter. Alle sind sie einfach nur unterschiedlich, also weder besser noch schlechter. Wir können die TCM und die Schulmedizin nicht einfach so miteinander vermischen, genauso wenig wie Kaffee und Tee, die zusammen nur ein ekeliges Gemisch ergeben. Kombinieren wir Chinesische Malerei und Ölmalerei miteinander, erzielen wir nur eine Schmiererei. Außerdem haben Mathematiker und Dichter selten ein gemeinsames Thema. Gute Dinge können gemeinsam noch besser werden, aber manchmal zerstören sie sich auch gegenseitig. Daher glaube ich, dass die TCM und die Schulmedizin Freunde sein sollten, die zusammenarbeiten, aber doch eigene Vorteile nutzen. Sie müssen kein Ehepaar sein, das zueinander passt und jeden Tag miteinander im Einklang leben kann.


Im Folgenden ein praktisches Beispiel: Bei Bronchitis würde ein Schulmediziner dem Patienten entzündungshemmende Mittel verschreiben, um den Husten zu stoppen. Ein TCM-Arzt würde die Lunge behandeln, um den Schleim zu lösen. Nach der schulmedizinischen Behandlung klingt das Symptom schnell ab, die Bronchitis kommt jedoch bald wieder und kann nicht gründlich geheilt werden. Mit der TCM wird der Gesundheitszustand des Patienten verbessert, der Vorgang aber dauert lang, das Symptom verschwindet auch nicht für immer und die Bronchitis kann chronisch werden. Daher hat weder die eine noch die andere Medizin eine ideale Lösung gegen die Bronchitis. Genauso hören wir auch oft: Die Innere Medizin kann Asthma nicht heilen.


In einem Raum befinden sich viele Abfälle, dazu noch unzählige Fliegen. Der Schulmediziner behauptet, er habe spezielle Insektizide und brauche nur einmal zu sprayen, dann seien schon alle Fliegen getötet. Das kann er wirklich, aber die Abfälle im Raum beseitigt er nicht. Außerdem riechen andere Fliegen den Abfall und kommen schnell herbei. Es kommen vielleicht sogar mehr Fliegen als beim ersten Mal, denn der Raum stinkt noch mehr und ist schmutziger. Der Schulmediziner kann weitersprayen, aber die Fliegen haben langsam keine Angst mehr vor diesem Geruch. Die Schulmedizin kann hier also nur aufgeben. Ein TCM-Arzt analysiert anders. Er fragt sich: „Warum kommen genau hierher so viele Fliegen?“ Er sieht dann die Abfälle im Raum und glaubt, sobald die Abfälle weg sind, kommen die Fliegen nicht mehr. Also reinigt er den Raum und bringt die Abfälle heraus, die Fliegen lässt er einfach in Ruhe. Nach der Aktion des TCM-Arztes ist der Raum tatsächlich sauberer, aber die Fliegen sind nicht weniger geworden, denn sie vermehren sich auch. Die meisten Abfälle sind zwar weg, aber irgendein kleiner Rest kann den Fliegen für eine gewisse Zeit ausreichen. Der TCM-Arzt ist letztendlich auch müde, ungeduldig und macht Pause. Die Fliegen freuen sich darauf. Das ist der Grund, warum manche Krankheiten mit chronischen Entzündungen grundsätzlich nicht geheilt werden können.


Die TCM und die Schulmedizin können absolut zusammenarbeiten und ihre Vorteile gründlich nutzen. Der Schulmediziner kann zum Beispiel mit seinen speziellen Insektiziden die Fliegen im Raum töten und der TCM-Arzt die Abfälle sofort beseitigen, sodass die Fliegen keine Zeit und keine geeignete Umgebung mehr zur Vermehrung haben. Mit so einem Verfahren der Zusammenarbeit kann eine Krankheit schnell geheilt werden und unheilbare Krankheiten werden heilbar. Schade ist, dass sich die Schulmedizin und die TCM sich oft nicht vertragen. Ein toleranterer Arzt ist zwar nicht gegen die andere Medizin, er arbeitet aber auch nicht mit dem Kollegen der anderen Medizin zusammen. Darum muss dann der Patient zwischen dem Schulmediziner und dem TCM-Arzt hin- und herpendeln und ist oft orientierungslos. Der Konflikt zwischen der Schulmedizin und der TCM ist also ein Einstellungsproblem, welches mit der Medizin selbst nichts zu tun hat.


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Mittwoch, 14. September 2011

Zhongli 1 K 2-4, Der rettende Herzbeutelmeridian: Ein Wundermittel des Körpers

Zum Inhalt:


Diese zwei Beispiele ließen mich die wunderbare Wirkung dieses Meridianpunktes erleben. Wenn die Punkte bei bestimmten Krankheiten richtig angewendet werden, dann sind die Punkte hundertprozentige Wunderarzneimittel ohne Nebenwirkung.

Ich erzähle Ihnen jetzt vom Herzbeutelmeridian, der zwar wenige Punkte, aber dafür sehr viele Schätze besitzt. Auf ihm liegen ein paar sehr spezielle Punkte für die Behandlung bestimmter Erkrankungen. Diese Punkte sind einfach unersetzbar. Die Verlaufslinie des Meridians ist sehr leicht zu erkennen, sie benötigen lediglich ein Meridianbild. Der Xi-Men-Punkt (PC4), zum Beispiel, auf der Innenseite des Unterarms, ca. 10 cm vom Handgelenk entfernt (dies ist eine ungefähre Angabe seiner Position), hat eine wunderbare vorbeugende und heilende Wirkung gegen Angina Pectoris.


Ich erinnere mich noch ganz genau an einen bestimmten Oktobertag. Es war ziemlich kalt und die Tochter meines Nachbarn lief sehr besorgt auf mich zu und sagte, dass ihr Opa plötzlich auf den Boden gefallen war und nicht mehr aufstehen konnte. Ich rannte schnell hinüber und sah, dass der 80-jährige Opa sehr blass war und ihm Schweiß über die Stirn rollte. Er hatte seine rechte Hand auf die Brust gelegt und saß auf dem Boden an der Wand angelehnt. Sprechen konnte er in dem Moment gar nicht. Ich wusste gleich, dass seine Angina Pectoris wieder ausgebrochen war. Ich ließ die Enkelin sein Nitroglyzerin-Medikament holen. Sie fand es jedoch in der Aufregung nicht sofort und konnte einfach nur weinen. In diesem Moment fiel mir der wichtige Punkt Xi-Men ein. Ich krempelte seinen linken Ärmel hoch und drückte mit meinem linken Daumen ganz fest auf diesen Punkt. Gleichzeitig hielt ich seinen linken Arm mit meiner rechten Hand und bewegte dabei seine linke Hand kreisförmig im Uhrzeigersinn. Nach ungefähr 1 Minute atmete der ältere Mann lang aus und seine vier Körperglieder wurden langsam auch wieder warm. 5 Minuten später brachte ich ihn ins Bett. Währenddessen konnte er sich bereits wieder ganz munter mit mir unterhalten. Er erzählte, dass er eine warme Strömung vom linken Arm bis zur Brust gespürt hätte, als ich seinen Xi-Men-Punkt drückte. Die Anspannung auf dem Herzen war sofort gelöst.


Der Xi-Men-Punkt liegt einigermaßen tief. Deshalb sollten Sie den Punkt mit dem rechten Daumen besonders fest drücken und dabei die Hand kreisförmig im Uhrzeigersinn bewegen. Hierbei können Sie den Punkt deutlich spüren. Bitte warten Sie nicht, bis die Krankheit ausbricht. Sie können den Punkt ab und zu einmal massieren, um der Krankheit vorzubeugen.


Ich stelle Ihnen noch einen anderen wertvollen Punkt auf dem Herzbeutelmeridian vor, nämlich den Lao-Gong-Punkt (PC8), der sich in der Mitte der Handinnenfläche befindet. Der Name an sich ist bereits sehr interessant. Er bedeutet „Palast-zur-Erholung-nach-der-Ermüdung“. Das ist nämlich meine Interpretation, ursprünglich war dies nicht so gemeint, aber die Wirkung ist tatsächlich so. Mit dem Punkt können Sie das Herz schnell pflegen und stärken.


Normalerweise sollte für den Kranken das Arzneimittel Zhong-Yao-Sheng-Mai-Ying (ein flüssiges Arzneimittel zur unmittelbaren Stärkung des Herzens – vom Übersetzer) vorbereitet werden, wenn er mit der Schabemethode behandelt wird. Auf diese Weise kann als Nebensymptom begleitender Schwindel vermeiden werden. So etwas haben meist Menschen mit einer schwachen Herzfunktion. Früher schabte ich einmal eine Frau, die sich mittendrin plötzlich sehr schlecht fühlte und Herzrasen bekam. Anschließend wurde sie fast ohnmächtig. All ihre Familienmitglieder waren ratlos. Ich massierte ihren Lao-Gong-Punkt und 2 Minuten später kam bereits wieder zu sich. Sie erzählte mir, dass sie während der Massage ein sehr gemütliches Gefühl empfunden habe, ganz so als ob sie 2 Stunden geschlafen hätte. Sie war also wieder fit für das Weiterschaben.


Diese zwei Beispiele ließen mich die wunderbare Wirkung dieses Meridianpunktes erleben. Wenn die Punkte bei bestimmten Krankheiten richtig angewendet werden, dann sind die Punkte hundertprozentige Wunderarzneimittel ohne Nebenwirkung.


Der Lao-Gong-Punkt kann uns noch viel mehr helfen. Wenn Sie ein Vorstellungsgespräch haben oder andere wichtige Dinge vorhaben sollten, sind Sie vielleicht nervös, Sie schwitzen oder Ihr Herz rast. Dann können Sie den Lao-Gong-Punkt massieren (die Massage auf der linken Hand wirkt besser). Im Nu bekommen Sie bestimmt wieder ein ausgeglichenes gelassenes Gefühl.

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Sonntag, 11. September 2011

Zhongli 1 K 4–1, „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ und andere Übungen sind das Beste, was wir unseren Eltern schenken können








Zum Inhalt:


Immer, wenn ich die leidenden Kranken sehe, muss ich sagen: „Schätze die Gesundheit nicht erst dann, wenn sie verloren gegangen ist. Suche nicht erst dann die Hilfe, wenn es schon zu spät ist. Die Ausrede, dass wir keine Zeit haben, uns um unsere Gesundheit zu kümmern, ist sinnlos , denn ohne Gesundheit kann man gar nichts machen. Also: Warte nicht auf morgen, sondern handle jetzt gleich.“

Ich glaube, viele Menschen hatten als Kind den großen Wunsch, wenn sie erst einmal groß seien, den Eltern ein schönes Leben geben zu können. Im Nu sind wir erwachsen geworden. Wir haben eigene Familien gegründet, haben eigene Kinder, aber unsere Eltern haben schon graue Haare und sind nicht mehr so stark, wie sie es früher waren. Ich frage mich oft, wieviele alt gewordene Eltern wirklich das schöne Leben gerade genießen, was wir ihnen schon als Kinder so sehr wünschten. Viele sind wegen Krankheit bereits gestorben, sodass ihre Kinder keine Gelegenheit mehr haben, noch etwas für sie zu tun. Wir sind vielleicht erfolgreich oder sogar bekannt, wir haben ein gutes Leben mit gesunden Kindern. Aber wenn unsere Eltern das alles nicht sehen und sich darüber freuen können (was sie sich bestimmt sehr wünschen), ist das nicht traurig? Wenn unsere Eltern, die uns mit soviel Mühe und Liebe großgezogen haben, endlich glücklich und gesund das Rentnerleben genießen können, ist das natürlich unser größtes Glück.


Um das erzielen zu können, sollten wir unseren Eltern das schönste Geschenk bereiten: Die Methode, mit der Sie lange und gesund leben können. Senioren sind oft von Krankheiten wie Alzheimer, Hypotonie, Bluthochdruck, Hirnarterienproblemen, Herzproblemen, Diabetes, Rücken- und Knieschmerzen, schwachem Gehör, Verstopfung und Schlafstörungen betroffen. Zur Vorbeugung dieser Probleme habe ich einige Übungen. Heute stelle ich eine davon vor.

Ich habe ein paar Vorträge zum Thema Gesundheitspflege in einem Seniorenheim gehalten und den Senioren dort einige ganz einfache Übungen beigebracht. Sie hatten diese Kenntnisse sehr notwendig. Alle machten sorgfältig Notizen und hörten ganz genau zu. Jedesmal nach dem Vortrag blieben sie noch lange da und fragten mich dieses und jenes. Ich hatte den Eindruck, dass das Thema Gesundheit ihnen sehr am Herzen lag. Aber sie waren ratlos und wussten nicht was sie machen sollten.

Unter
den Methoden, die ich dort vorgestellt habe, war die Übung „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ am beliebtesten. Sie fanden die Übung einfach, aber wunderbar und sehr wirksam. Viele konnten am Anfang nicht einmal 5 Sekunden lang stehen, aber nach etwas Übung konnten sie sogar zwei Minuten lang auf einem Bein stehen und das Schwindelgefühl verschwand. Auch ihre Schlafqualität verbesserte sich deutlich. Sie sagten auch, dass sie viel klarer denken konnten und ihr Gedächtnis deutlich besser geworden sei. Ein Patient, der einen Schlaganfall erlitten hatte, machte 3 Monate lang diese Übung und konnte dann mit seinen Krücken ganze 5 Etagen hinaufgehen, wobei er nach dem Schlaganfall nur sehr mühsam stehen konnte. Das ist ein Wunder, oder?

Bluthochdruck ist aus Sicht der TCM eine Krankheit, bei der Ying und Yang unausgeglichen sind. Ying ist in diesem Fall zu schwach und Yang zu stark. Die Hahn-Übung kann das Blut sehr gut nach unten ableiten und das Qi zur "Zentrale" bringen. Es konzentrieren sich also das Qi und das Blut am Tai-Chong-Punkt (LR3) auf dem Lebermeridian, am Yong-Quan-Punkt (KI1) auf dem Nierenmeridian und am Tai-Bai-Punkt (SP3) auf dem Milzmeridian. So werden die Funktionen der Leber, Milz und Niere sehr schnell gestärkt. Ich könnte allein über Vorteile dieser Übung ein ganzes Buch schreiben und daher mit Sicherheit sagen: Wenn Sie jeden Tag eine Minute lang mit geschlossenen Augen diese Übung machen, dann können Sie Alzheimer „vergessen“.

Andere Mörder, die das Leben der Senioren bedrohen, sind Herzkrankheiten. Ich hatte einen Artikel namens „Der rettende Herzbeutelmeridian“ geschrieben, in dem ich erkläre, dass der Herzbeutelmeridian ein lebensrettender Strohhalm gegen die koronare Herzkrankheit ist. Der Herzbeutelmeridian hat nicht sehr viele Punkte und diese sind größtenteils auf der inneren Armseite. Viele an koronarer Herzkrankheit Leidende empfinden aber dort keine Schmerzen und verstehen nicht, warum. Die Erklärung ist einfach: Die Stelle, an der am leichtesten Blockaden entstehen, liegt am Bizeps. Die genaue Stelle ist bei jedem individuell. Sie können auf jeden Fall zwischen Tian-Quan-Punkt (PC2) und Qu-Ze-Punkt (PC3) drücken und suchen. Dort finden Sie bestimmt einen Schmerzpunkt, wobei dieser wirklich schmerzen sollte. Wenn Sie diesen Punkt massieren, bekommen Sie nach 3 Tagen einen blauen Flecken. Dieser Punkt kann bedrücktes Gefühl im Herzen lindern und deshalb ist die Massage an diesem Punkt eine sehr gute Methode zur Vorbeugung der koronaren Herzkrankheit. Noch besser ist es, wenn Sie die Punkte Qu-Ze (PC3), Xi-Men (PC4), Jian-Shi (PC5), Nei-Guan (PC6), und Lao-Gong (PC8) zusätzlich massieren. Auf diese Weise halten Sie diese Punkte wach. So sind wir nun befreit von der Gefahr, an der koronaren Herzkrankheit plötzlich zu sterben.

Nun
reden wir auch einmal über Diabetes bei Senioren. Alle Diabetiker sind sehr besorgt und achten fast nur auf ihren Zucker im Blut oder im Urin auf. Sie leben jeden Tag ängstlich. Wo ist hier die Lebensfreude? Vor kurzem kam ein älterer Freund sehr besorgt aus Amerika zurück. Er war 65 und stellte fest, dass der Zucker in seinem Blut bereits einen Wert von 17,5 erreicht hatte. Der Arzt behielt ihn gleich im Krankhaus und behauptete, dass es schon sehr schlimm sei. Denn er schien auch das diabetische Fußsyndrom zu haben. Schlimmstenfalls müsse ein Bein abgetrennt werden. Ich bin kein Spezialist für Diabetes, aber mein Freund kam extra auf mich zu. Ich war gerührt, dass er mir so großes Vertrauen schenkte. Nun hatte ich vor, ihn eine Woche lang zu behandeln, wenn nichts passierte, sollte er sich an jemanden anders wenden.


Diabetes wird in der TCM „Xiao Ke“ genannt (auf Chinesisch bedeutet es „extrem durstig“ – vom Übersetzer) und ist in 3 Stufen gegliedert. Bei der höchsten Stufe trinkt der Kranke sehr viel, bei der mittleren Stufe isst der Kranke sehr viel und bei der niedrigsten Stufe hat der Kranke sehr viel Urin. Mein Freund war auf der höchsten Stufe und trank jeden Tag mindestens 4 Liter Wasser. Aber er hatte auch sehr viel Urin. Er musste auch nachts 5 oder 6 mal auf die Toilette gehen. Sein Appetit war noch in Ordnung, nur seine Beine wurden dünner und dünner. Außerdem war er immer sehr müde. Ich ließ ihn jeden Tag aus den Ginseng-Scheiben, die er aus Amerika mitgebracht hatte, Tee machen und trinken. Außerdem sollte er noch Ji-Ju-Di-Huang Kügelchen (Rehmannia Glutinosa) und bei totaler Müdigkeit Ren-Shen-Sheng-Mei-Yin (eine fertige Ginseng-Flüssigkeit) einnehmen. Als Nahrungsergänzung sollte er jeden Tag zwei Schalen Brei aus Yamswurzeln und der Frucht der Stachelseerose essen. Vor dem Schlafengehen sollte er noch Wu-Zi-Yan-Zhong-Kügelchen einnehmen. Am Tag sollte er die Hahn-Übung machen sowie die Punkte Di-Ji (SP8), San-Yin-Jiao (SP6) und Gong-Sun (SP4) auf dem Milz-meridian und die Punkte Fu-Liu (KI7), Tai-Xi (KI3) auf dem Nierenmeridian massieren. Nach einer Woche kam er wieder zu mir und erzählte mir, dass sein Zuckerwert bereits auf 10 gesunken sei und er in der Nacht nur 2 mal auf die Toilette müsse. Außerdem brauche er nun nur noch einen Liter Wasser am Tag. Ich empfiehl ihm, noch weitere 2 Wochen die Arzneimittel zu einzunehmen und die Übungen zu machen. Ein paar Tage später rief er mich an, und sagte, sein Zuckerwert sei im normalen Bereich! Und er fühlte sich sehr gut! Sein Gewicht habe um 5 Pfund zugenommen und ein unerwarteter Erfolg war auch dabei: er könne jetzt nämlich viel besser sehen.


Die Symptome meines Freundes sind typisch für „Xiao Ke“. Die TCM beschreibt es als schwache Lunge und Niere bzw. mangelhaftes Qi in Milz und Niere. Bei meinem Freund war es akut und er war erst in der ersten Phase der Krankheit. Er wurde noch nicht mit Insulin behandelt. Wenn die Heilung rechtzeitig und richtig erfolgt, kann die Funktion der Bauchspeicheldrüse schnell wieder in Ordnung gebracht werden. Daher ließ ich ihn Brei aus Yamswurzeln und Stachelseerosen essen, um die Milz und die Niere zu stärken. Beide Bestandteile haben einen hohen Anteile an Stärke und werden von Westmedizinern als Tabu für Diabetiker vorgeschrieben. Aber die TCM glaubt, dass diese zwei Dinge sehr schnell Milz und Niere stärken können. Die TCM-Theorie kennt die Bauchspeicheldrüse nicht. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse wird als Teilfunktion der Milz betrachtet. Daher ist die Stärkung der Milz gleich die Reparatur der Bauchspeicheldrüse. Wenn man schon lange an Diabetes leidet und schon von Anfang an westliche Medizin eingenommen hat oder auch von der Insulin-Spritze abhängig ist, dann ist die eigene Hormonproduktions-
fähigkeit der Langer-Hans-Inseln fast komplett ruiniert. In diesem Fall muss man sehr vorsichtig mit der Behandlung durch den Brei sein, denn mit einer zu schwachen Kondition der Gesundheit wird eine Stärkung oder Ergänzung vom eigenen Körper abgelehnt. Sie könnten sogar eine Belastung für den Körper sein. Ich würde vorschlagen, dass Sie in diesem Fall zuerst mit den Meridianen beginnen und durch die Meridiane die Milz stärken.

Immer, wenn ich die leidenden Kranken sehe, muss ich sagen: "Schätze die Gesundheit nicht erst dann, wenn sie verloren gegangen ist. Suche nicht erst dann die Hilfe, wenn es schon zu spät ist. Die Ausrede, dass wir keine Zeit haben, uns um unsere Gesundheit zu kümmern, ist sinnlos, wenn ohne Gesundheit kann man gar nichts machen. Also: Warte nicht auf morgen, sondern handle jetzt gleich."


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Donnerstag, 8. September 2011

Zhongli 1 2-9, Der Magenmeridian und der Dickdarmmeridian: Akupressur auf dem Magen- und dem Dickdarmmeridian ist ein Geheimrezept gegen das Altern

Zum Inhalt:


Manche Menschen haben am Hals lockere und faltige Haut und glauben, dass dies dem natürlichen Alterungsvorgang zuzuschreiben ist. – Durch Klopfen und Kämmen am Kopf brauchen Sie keine Angst mehr zu haben, eine Glatze bekommen. – Nach der Methode, die ich in meinem Text beschreibe, sind Sie gegen Flecken und Pickel im Gesicht gefeit.

Vorgestern traf ich ein paar Schriftstellerfreunde. Sie alle sind sozusagen Nachkommen von Li Bai (ein namhafter Dichter der Tang-Dynastie [618 – 907 n. Chr.], der seine Kreativität stets bei einem Glas Wein zu erlangen pflegte – vom Übersetzer). Nach ein paar Trinkrunden waren ihre Zungen bereits etwas gelöster. Dennoch tranken sie weiter als ob sie es darauf angelegt hätten, sich zu betrinken. Ich nutzte meinen Arzttitel als Vorwand, um nicht bei jeder Runde mittrinken zu müssen. Ich trank nur ein bisschen mit und war der Einzige, der das Geschehen wie ein Außenstehender beobachten konnte. Einer meiner Freunde war schon halb trunken, als er mit seinem Glas zu mir kam. Er legte seinen Arm auf meine Schulter und sagte: „Meister, sieh‘ mich an! Ich bin zwei Jahre jünger als Du,“ (Zhong Li Ba Ren war damals 39 Jahre alt – vom Übersetzer) „aber alle meinen, dass ich wie 50 aussehe. Meine Frau wird mich wahrscheinlich schon bald verlassen wollen. Du musst mich retten!“ Alle lachten los, als sie dies hörten. Die jüngste Frau dieser Runde fragte mich: „Meister Zheng, haben Sie auch geheime Schönheitstipps? Ich muss jede Nacht schreiben und Viele sagen, dass ich zurzeit sehr schnell altere.“ Diese junge Frau sieht eigentlich sehr gut aus und hat große funkelnde Augen. Ihre Hautfarbe aber ist matt und farblos. Ich antwortete ihr: „Ich habe keine. Was sollte ich denn für geheime Tipps haben? Ihr solltet einfach wenig trinken und viel schlafen!“ Alle schüttelten ihren Kopf und waren unzufrieden mit meiner Antwort: „Unser Meister Zheng will uns nichts verraten. Seht her, er schreibt und veröffentlicht seine Blog-Artikel immer in der Nacht. Trotzdem sieht er aber so gesund aus mit seinen roten Wangen. Und dann sitzt er hier und gibt uns den Rat, dass wir früh ins Bett gehen sollen! Er hat bestimmt irgendwelche Geheimtipps.“ Ich war plötzlich sprachlos. Ehrlich gesagt, ich schreibe wirklich in der Nacht, aber ich habe keine andere Wahl, weil ich tagsüber sehr viel zu tun habe und da einen anderen Beruf ausübe. Genau wie Herr Wu Qing Zhong in seinem Buch schreibt (hier ist das Buch „Wie gehe ich mit meinem Körper um“, chinesischer Originaltitel „身体使用手册“, gemeint – vom Übersetzer), können wir nachts unser Qi und Blut am besten stärken und ein guter normaler Schlaf kann durch nichts ersetzt werden. Ich sagte daher: „Das, was ich tue ist auch nicht richtig. Ich verschwende jetzt eigentlich meinen angesammelten Vorrat. Wenn mein Vorrat ausgeht, werde ich auch sehr schnell altern.“

Keiner wollte mir glauben. Jemand holte ein kleines Fläschchen Huo-Xiang-Zheng-Ji-Shui (eine Flüssigkeit, deren Hauptbestandteil aus der runzelligen Agastache gewonnen wird – vom Übersetzer) und Shan-Jia-Wan-Kügelchen (Weißdorn-Extrakt in Kügelchenform – vom Übersetzer) aus seiner Tasche und zeigte sie mir: „Meister Zheng, diese zwei Dinge haben Sie uns für den Falle eines Katers empfohlen und sie wirken tatsächlich. Wir können jetzt viel mehr Alkohol vertragen.“ Ich war überrascht und ratlos, als ich das hörte. Ich sagte: „Eine Krankheit kann geheilt, das Leben aber nicht gerettet werden!“ In diesem Moment meldete sich der Älteste der Runde, Herr Luo, zu Wort. „Du hast recht. Ein Arzt behandelt die Krankheiten, kann das Leben aber nicht bestimmen. Das Leben ist in Gottes Hand. Gott will, dass wir unserer Berufung als Schriftsteller nachkommen. Es ist daher unsere Verpflichtung, gute Werke zu schreiben. Dafür brauchen wir Leidenschaft und müssen ein Künstlerleben führen. Wenn wir wegen unserer Gesundheit jeden Tag mit dem Sonnenaufgang aufstehen, mit dem Sonnenuntergang ins Bett gehen und unser ganzes Leben lang mit dieser Wiederholung leben, dann hat das Leben für uns keinen Sinn. Es bedeutet mir nichts, dreizigtausend Mal das Gleiche zu wiederholen und 100 Jahre alt zu werden. Viel lieber würde ich nur 100 Tage, aber dafür mit großer Freunde und Trauer leben wollen!“ Er sagte dies mit einer ansteckenden Begeisterung. Er ist nicht umsonst ein Schriftsteller, denn selbst mit einer solchen These wirkt er überzeugend und kräftig. Ich war nicht einverstanden mit seiner Aussage, aber dagegen fand ich auch keine Erwiderung.

Er sprach weiter: „Also Meister, wenn Sie als Mediziner es schaffen, unser Leben zu bereichern, dann sind sie genial.“ So etwas wie „Genie“ und „genial“ kann ich gar nicht hören, wenn man mich aber schon so beschreibt, dann versuche ich dem wenigstens etwas zu entsprechen. Ich verriet also sofort zwei kleine Tipps, glaubte jedoch insgeheim, dass nicht jeder die Methode kontinuierlich machen könne.

Im Folgenden beschreibe ich meine 3 Methoden gegen das Altern:

1) Kopfklopfen und Haarkämmen:

Klopfen Sie mit Ihren 10 Fingern 2 Minuten lang auf dem Kopf, und zwar zwischen Haaransatz an der Stirn und dem Nacken. Durchkämmen Sie anschließend Ihre Haare 2 Minuten lang mit Ihren 10 Fingerkuppen (auf keinen Fall mit den Fingernägeln). Auf unserem Kopf verlaufen sehr viele Meridiane, nämlich der Blasenmeridian, der Gallenmeridian, der Dreifache-Erwärmer-Meridian und der Magenmeridian. Auch befinden sich dort zig Punkte. Nach dem Klopfen und Kämmen werden Sie feststellen, dass Ihre Finger fettig sind. Das Fett ist nämlich der Dreck unter der Kopfhaut, der jetzt nach dieser Massage herauskommt. Wenn Sie eine noch größere Wirkung erzielen möchten, können Sie mit Ihren Handinnenflächen beide Ohren abdecken und mit Zeigefinger und Mittelfinger auf den Hinterkopf klopfen. Im klassischen Medizinbuch wird dies als „Kopftrommeln“ bezeichnet, welches Geist und Gehirn stärken kann. Durch das Klopfen, Kämmen und Trommeln werden alle Meridiane und Adern frei. So ist auch die Gefahr, eine Glatze zu bekommen, gebannt.

2) Die Pflege der Gesichtshaut:

Klopfen Sie zunächst mit Ihren 10 Fingerkuppen sanft auf dem ganzen Gesicht. Auf die Partien der Stirn, Augenbrauen, Nase, Wangenknochen und Kinn sollten Sie dabei besonders eingehen. Klopfen Sie anschließend mit der linken Hand auf Ihrer rechten Halsseite und mit Ihrer rechten Hand auf Ihre linke Halsseite. Achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht zu viel Kraft einsetzen. Formen Sie dann mit der rechten Hand eine hohle Faust und klopfen Sie mit ihr am Dickdarmmeridian auf der linken Armseite entlang. Wiederholen Sie den gleichen Vorgang mit der linken Faust auf Ihrem rechten Arm. Klopfen Sie auf jeder Seite ungefähr 1 Minute. Der Dickdarmmeridian ist sehr einfach zu finden. Senken Sie zunächst Ihren linken Arm und schwingen Sie dann Ihren rechten Arm ausgestreckt zum linken. An der Stelle, wo ihre Faust aufsetzt, beginnen Sie zu klopfen, und zwar vom Oberarm bis zum Handgelenk den gesamten Meridian entlang. Der Meridian verläuft noch weiter nach oben über das Gesicht bis hin zum Nasenflügel. Wenn Sie diesen Meridian häufig abklopfen, bekommen Sie keine Flecken und Pickel im Gesicht.

3) Pflege des Magenmeridians

Klopfen Sie den Magenmeridian ab und starten Sie dabei am Schlüsselbein und folgen Sie dabei dem Meridian über die Brust, den Bauch, die Vorderseite des Oberschenkels, das Schienbein bis hin zu Ihrem Fußgelenk. Hierbei können Sie gerne etwas mehr Kraft einsetzen. Der Magenmeridian ist für die Blutversorgung unseres Gesichts zuständig. Glanz und Elastizität unseres Gesichts hängen von der Funktion des Magenmeridians ab. Manche Menschen haben am Hals lockere und faltige Haut und glauben, dass dies dem natürlichen Alterungsvorgang zuzuschreiben ist. Eigentlich hängt dies aber mit dem mangelnden Qi und Blut des Magenmeridians zusammen. Wenn diese Menschen dauerhaft Dickdarm- und Magenmeridian abklopfen, stellt sich hier schnell eine Änderung ein. Als ich dies unseren Verrückten erzählte, die jeden Tag am Computer mit ihren Seelen, waren diese alle begeistert, vor allem die 2 Schriftstellerinnen. Mehr oder weniger ließ ich mich von der Begeisterung anstecken und fühlte mich nun ebenfalls leicht betrunken, obwohl ich eigentlich gar nicht viel getrunken hatte.



Blog-Info:

Montag, 5. September 2011

Luan K 4-3, Sojamilch stärkt die Nieren

Zum Inhalt:


Sojamilch kann uns helfen, gesünder zu leben. Sie sollten jedoch wissen, wie man sie am besten zubereitet.


Dem Buch „I Ging“ (in chinesischem Pinyin „Yi Jing", deutscher Buchtitel „Buch der Wandlungen“ – vom Übersetzer) zufolge, hat Sojamilch die Kan-Gua-Eigenschaft. Da auch die Nieren der Kan-Gua-Eigenschaft zugeordnet werden, kann Sojamilch unsere Nieren sehr gut stärken. Im chinesischen Volksmund heißt es, dass die Sojamilch von Fürst Liu An aus der Han-Dynastie erfunden wurde. Einmal war seine Mutter, die Kaiserin Dou, krank. Deshalb reiste Liu An, als das Goldstück seiner Mutter, schnell zu ihr und begleitete sie Tag und Nacht. In der damaligen Zeit bereitete er die Sojamilch für seine Mutter noch aus frisch eingeweichten Sojabohnen zu. Bereits kurz darauf ging es ihr schon viel besser. So war es, dass sich die Sojamilch allmählich im ganzen Land verbreitete.
Sojamilch war damals also der große Beitrag eines Kindes zur Gesundheit seiner innig geliebten Mutter.


Die Sojamilch hat eine milde Eigenschaft und schmeckt leicht süß. Laut dem Buch „Ben Cao Gang Mu“ (wörtliche Übersetzung des Titels: „Das große Lexikon aller Kräuter“; ein in China sehr bekanntes Buch – vom Übersetzer) kann Sojamilch unserem Körper Wasser entziehen, Luft aus ihm heraus treiben, Sommergrippe lindern und den Körper entgiften.
Gerade ältere Menschen sollten regelmäßig Sojamilch trinken. Täglich ein Glas Sojamilch kann dazu beitragen, Osteriopose und Verstopfung zu vermeiden. Auch Frauen sollten jeden Tag ein Glas Sojamilch trinken. Sie können so dem Krebs vorbeugen, die Alterung ihrer Haut verlangsamen und ihre Schönheit länger erhalten.
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Sojamilch kann Ihnen jedoch nur Gesundheit spenden, wenn Sie wissen, wie man sie am besten zubereitet.


Wenn Sie regelmäßig Sojamilch trinken, sollten Sie sich am besten ein Gerät für die Zubereitung kaufen und die Milch selbst machen. Es ist nicht empfehlenswert, verschiedene Bohnenarten miteinander zu vermischen, verwenden Sie lediglich die Sojabohne für die Herstellung der Milch. Denn jede Bohnenart hat eine andere Wirkung. Wenn Sie verschiedene Bohnen miteinander vermischen, beeinflussen diese sich möglicherweise gegenseitig auf negative Weise. Es ist unwichtig, ob die Milch dicker oder dünner ist. Sie können sie ganz nach Ihrem Geschmack zubereiten.


Mengen Sie der Sojamilch am besten keinen Zucker bei. Wenn Sie jedoch ungesüßte Sojamilch nicht mögen, können Sie stattdessen auch einen Reisbrei mit frischer Sojamilch machen. Geben Sie hierzu gewaschene Reiskörner und Sojamilch in einen Topf und lassen Sie die Milch auf großer Flamme kochen bis es sprudelt. Drehen Sie dann die Flamme herunter und lassen Sie die Milch weiterkochen bis der Reis gar ist. Wenn nicht mehr genügend Sojamilch übrig ist, können Sie auch ein bisschen Wasser dazugeben. Rühren Sie den Brei ab und zu um, damit er nicht anbrennt.


Der Brei aus Sojamilch und Reis hat einen überraschend guten Geschmack. Das cremige Gefühl im Mund werden Sie so schnell nicht vergessen.


Da wir gerade von Sojamilch sprechen, möchte ich auch gleich noch die anderen Sojabohnenprodukte erwähnen wie zum Beispiel Tofu. Tofu ist anders als Sojamilch, denn um aus Sojamilch Tofu machen zu können, muss eine Salzlauge beigemengt werden, welche allerdings nicht besonders gut für den Magen ist. Sojamilch hingegen kann jeder trinken, aber diejenigen, die Magenprobleme haben, sollten nicht zu viel Tofu essen.
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Übersetzung von DD und PE, Artikel aus Buch: "Gesund bleiben mit der chinesischen Weisheit aus 'I Ging' ", Autorin: Luan Jia Qin
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Blog-Info:




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Freitag, 2. September 2011

Zhongli Blog, "Herzlich willkommen, lieber Frühling!" (Ein Leserbrief von einem Allergiekranken - von Zhong Li Ba Rens Blog)

Ade, geruchloses Leben! Ihr Buch, meine Freude daran und mein damit verbundener Erfolg

Sehr geehrter Herr Zhong Li,

in letzter Zeit kommt in mir sehr oft der Wunsch auf, einmal etwas über die Ernte vom Lesen Ihres Buches und über die Erfahrung mit den Übungen schreiben zu wollen. Ich habe im Januar zufällig eine Talk-Show bei BTV (Beijing TV) angeguckt, bei der Sie gerade interviewt wurden. Sie erklärten, woher Sie Ihren Künstlernamen haben. Auf diesen Kanal bin ich durch Zufall gekommen und habe auch gleich weitergezappt. Ihre grundsätzliche Einstellung „Du kannst dir selbst helfen“ hat sich jedoch fest in mein Herz eingeprägt.

Ende Januar ging ich mit meiner Familie in den Buchladen „Wang Fu Jing“ und zufällig entdeckte ich dort Ihr Buch „Du kannst dir selbst helfen“ (Band 1 und 2). Das äußerst interessante Vorwort in Band 2 brachte mich dazu, die Bücher zu kaufen. Im Vorwort erzählt Frau Gao Hui Ying über einen taiwanesischen Freund und seine langjährige chronische allergische Nasenentzündung, die sie selbst auch hatte. Diese 30 Jahre anhaltende, hartnäckige Krankheit des Taiwaners wurde von Ihnen gründlich geheilt und Frau Gao selbst leidet dank ihrer Hilfe nun auch nicht mehr darunter. Ich war überglücklich, da ich selbst schon seit 20 Jahren verschiedene Nasenprobleme habe, zum Beispiel Nasenhöhlenentzündung, allergische Nasenentzündung und Nasenpolyp. All diese Probleme machten mein Leben fast unerträglich. Immer wenn ich aus dem Haus ging oder heimkam und immer wenn das Wetter oder die Luftfeuchtigkeit sich änderten, reagierte meine Nase überempfindlich. Die Nase fing sofort an zu laufen oder sich zu verstopfen. Oft hatte ich Atmungsschwierigkeiten. Jahrelang konnte ich nur durch den Mund atmen, sodass der Hals immer trocken und entzündet war. Dadurch hatte ich auch Probleme mit meiner Stimme und Schlafprobleme. Da die Nase ständig und überall lief, geriet ich oft in Verlegenheit. Besonders schlimm war für mich, dass ich über 20 Jahre lang überhaupt nicht riechen konnte. Das Leben war buchstäblich „geruchlos“.

Mit den beiden Büchern ging ich nach Hause und „saugte“ aus Ihnen hungrig alle Informationen heraus. Ich versuchte, Ihre Einstellung gegenüber der Gesundheit zu verstehen und die Methode der Gesundheitspflege zu erlernen. Ich bin fest von dem Spruch „Alles Große ist einfach“ überzeugt und begann die von Ihnen vorgestellten kleinen Tipps und Übungen zu praktizieren. Ich fing mit der Brust-Bauch-Massage und anderen Übungen gegen Nasenprobleme an. Nach wenigen Tagen hatte ich schon meinen ersten Erfolg. Nachdem ich mich näher mit dem Buch beschäftigte, wurde mir immer mehr klar, dass unser Körper eigentlich ein komplettes und perfektes System ist. Alle Organe sind voneinander abhängig und arbeiten zusammen. Viele Krankheitsauslöser haben Ihren Ursprung in den inneren Organen. Mit diesem Basiswissen begann ich, die Übungen „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“, „Gallenmeridian-Massage“, „Magenmeridian-Pflege“, etc. zu machen. Die Theorie „Die Stärkung des Körpers fängt bei den inneren Organen an“ wurde bestätigt, denn nach zwei Monaten Übung erlebte ich einige überraschende Erfolge.

Erfolg 1: Die Symptome der allergischen Nasenentzündung sind fast völlig verschwunden. Ich habe jetzt nicht mehr dieses Gefühl, eine dauerhafte Erkältung zu haben. Ich hatte es jahrelang und jeden Tag. Jetzt ist die Nase frei. Vor ein paar Wochen konnte ich plötzlich Düfte riechen. Ich kann mein Glücksgefühl gar nicht beschreiben. Schade, dass meine Nase diese Woche gerade nicht so fit ist. Aber natürlich weiß ich, dass eine langjährige Krankheit nicht so leicht in 2 Monaten gründlich zu beseitigen ist. Vor allem ist Nasenpolyp eine bekanntlich schwer zu heilende Erkrankung. Aber ich habe durch die 2 Monate eine riesige Hoffnung bekommen und glaube, dass ich mit Zeit und Willen all meine Probleme beseitigen kann. Es wäre natürlich schön, wenn ich mehr Tipps von Ihnen zum Thema Nasenpolyp bekommen kann. Ich hoffe so sehr, dass ich dem „geruchlosen“ Leben für immer „Ade“ sagen kann.

Erfolg 2: Mein Gewicht hat sich überraschenderweise um 4 Kilo reduziert. Mein Bäuchlein ist fast gar nicht mehr zu sehen. Ich glaube, das ist der Traum vieler Menschen. Ich war eigentlich nicht so sehr dick, aber ein bisschen dicker als normal. Meine Kollegen wundern sich alle über die Veränderung meiner Figur und fragen nach dem „wie“. Ich habe Ihr Buch kräftig empfohlen und nun hat jeder von Ihnen ein Buch. Manche haben mit der Brust-Bauch-Massage und Meridian-Pflege langjährige Verdauungsprobleme selbst geheilt. Andere haben Schlafprobleme beseitigt, andere wiederum haben ihre gesamte schwache Körperkondition verbessert. Leider gibt es auch einige, die ihr Buch gleich nach dem Kauf in ihr Bücherregal gestellt haben und mich heute noch fragen, wie ich abgenommen habe. Sie sagen, sie lesen ungerne und möchten einfach eine schnelle Lösung haben. Ich kann nur lächelnd darauf antworten: „Ihr müsst unbedingt sorgfältig jeden Artikel lesen! Dann erwartet euch eine schöne Überraschung.“ Ob sie das machen werden, darauf habe ich keinen Einfluss.

Erfolg 3: Meine Beine sind jetzt viel kräftiger und ich verdaue viel besser. Die Symptome wie Husten, Schleim und Halsentzündung sind kaum noch zu spüren. Ich weiß, das ist nur der gute Anfang. Wenn ich weiter mit Ihren Methoden ununterbrochen trainiere, werde ich bestimmt noch viel mehr unerwartete Früchte ernten können. Heute möchte ich Ihnen und allen anderen von meiner bisherigen Ernte erzählen und meine Freude mit ihnen teilen. Gleichzeitig möchte ich aber auch allen sagen: „Der Meister hat die Tür zur Gesundheit geöffnet und den Weg zur Gesundheit gezeigt. Praktizieren müssen wir selbst. Wir müssen den Weg schon selbst gehen. Die Ernte und Freunde aber sind garantiert.“

Ich wünsche Ihnen, sehr geehrter Herr Zhong Li, und allen, die Herrn Zhong Li unterstützen, und auch denen, die ihn nicht unterstützen, ein gesundes und glückliches Leben.





Die Chinesische Fassung des Textes finden Sie unter:
欢迎春天的到来:一位过敏患者的来信 (选自中里巴人的博客)

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